Wenn die „Künstlichen Intelligenz“  falsche Entscheidungen trifft

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Künstlichen Intelligenz wird „klüger“ als der Menschen“ – Klüger als der Mensch? Mit solchen steilen Thesen wird eifrig für die Künstlicher Intelligenz geworben. Über die Schattenseiten wird indes nur wenig Berichtet: Abstürzende Flugzeuge, Verunfallte Autos und massenweise fehlerhaft ausgestellte Verwaltungsbescheide stellen lediglich die Spitze des Eisbergs da.

Abstürzende Flugzeuge – Verunfallte Autos und massenweise fehlerhaft ausgestellte Verwaltungsbescheide

>>Bundesministerium für Wirtschaft und Energie<<

„Deutschland ist im Bereich der Forschung zu Künstlicher Intelligenz, insbesondere bei Themen wie Lernende Systeme und Maschinellem Lernen, auf einem weltweit führenden Niveau.“

Abgehängt: Große IT-Firmen sitzen entweder in China oder in der USA

Der IT-Sektor ist in weiten Teilen bereits gar nicht mehr Existent. Mobiltelefone und Computer kommen fast ausschließlich aus dem asiatischen Raum. Selbst die öffentliche Verwaltung greift auf amerikanische Programme und Betriebssysteme zurück. Große IT-Firmen sitzen entweder in China oder in der USA. Es natürlich sehr Bezeichnend, dass das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie es nicht mal für nötig hält zu erklären: Was genau Künstlicher Intelligenz eigentlich sei. Immerhin besteht die gesamte Stellungnahme nicht nur aus einem Satz, sondern aus insgesamt 6.274 Zeichen.

Sprachregelungen im Staatsfunk: Bedauerlicher Softwarefehler oder die fehlerhafte Künstlichen Intelligenz?

Das Verhalten steht gewissermaßen Stellvertretend: Für dem gesamten Umgang mit dem Thema. Sobald Unglücke passieren, ist von einen bedauerlichen Softwarefehler die Rede und ansonsten schwärmt man Euphemistisch von der Künstlicher Intelligenz. Das zeigt sich am Deutlichsten immer dann: Wenn tragische Katastrophen passieren: Wie bei den Abstürzen der Boeing 737 Max und dem daraufhin folgenden Flugverbot.

Künstlichen Intelligenz bei Boeing 737: Wenn Flugzeuge abstürzen

>>Staatsfunk „Tagesschau“ <<

„Im Mittelpunkt der Debatte über die Sicherheit der Boeing 737 Max 8 steht ein neues Bordprogramm. Es soll etwa kontrollieren, dass das Flugzeug nach dem Start nicht zu steil steigt.“

Wenn die „Künstlichen Intelligenz“  falsche Entscheidungen trifft

Im Allgemeinen ist die Berichterstattung zum Thema im Öffentlichen Rundfunk unterirdisch: Während man ansonsten kaum eine Gelegenheit verstreichen lässt, um von der Künstlichen Intelligenz zu schwärmen. Fehlt im gesamten Beitrag schon alleine deren Erwähnung. Doch genau diese Programme arbeiten auf Basis eines mathematischen Algorithmus oder anders Formuliert: Auf Grundlage einer Künstlichen Intelligenz.

Die „Künstlichen Intelligenz“ gilt als gottgleich Unfehlbar

Natürlich können Computerprogramme riesige Flugzeuge fliegen lassen: Aber alles hat seine Grenzen. Besonders die Boeing 737 Max leidet weniger an einem Computerfehler – sondern vielmehr an einem Fehler der Konzernleitung. Die Grundkonstruktion der Boeing 737 ist ungefähr ein halbes Jahrhundert alt und eigentlich am Ende angelangt. Die Ingenieure wollte deshalb auch ein ganz neues Flugzeug entwickeln, aber stattdessen entschied sich die Konzernleitung für eine nochmalige Überarbeitung des altersschwachen Boeing-737-Konzeptes. Doch die neuen riesigen Triebwerke passten nicht so recht, zu einem Flieger aus dem 1960er Jahren: Weswegen die ganze Aerodynamik in Mitleidenschaft gezogen wurde. Um dennoch „sicher“ Fliegen zu können, wurde alles auf eine Karte gesetzt: Die sagenumwobene – Künstlichen Intelligenz – sollte das schier Unmöglich, doch Möglich machen. Nur jede Technologie hat ihre Grenzen. Vereinfacht: Ein Ziegelstein wird auch nicht zum Flugzeug, nur weil ein Computerprogramm es so festgelegt haben will.

Warum ein Ziegelstein nicht zum Flugzeug werden kann

Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat die Konzernleitung – vor ihrer desaströsen Fehlentscheidung – die Grenzen von Computerprogrammen vollkommen falsch eingeschätzt. Mit einer ganz ähnlichen Naivität wird auch in anderen Bereichen vorgegangen: Von selbstfahrenden Autos wird geschwärmt. Diese sollen angeblich viel sicherer Fahren, als ein Mensch es je könnte. Nur bisher machen sie eher durch hanebüchene Verkehrsunfälle serienweise unschöne Schlagzeilen. Menschen auf einer Fahrbahn: Die Laufen bei der sagenumwobene „Künstlichen Intelligenz“  unter der Rubrik „überfahrenswertePlastiktüten. Jeden menschlichem Fahrer hätte man sofort dem Führerschein entzogen, doch die „KI“ genießt offenbar Narrenfreiheit. Am Ende verlieren nicht nur Menschen ihr Leben, sondern auch die Überlebenden stehen vor einen abenteuerlichen Gerichtsprozess. Grund: Die Computerprogramme sind urheberrechtlich Geschützt – also quasi Geheim. Auch an die aufgezeichneten Daten des Unfallfahrzeug kommt man nicht so ohne Weiteres heran. In der allgemeinen Haltung gilt ohnehin die „Künstlichen Intelligenz“ als gottgleich Unfehlbar. Kurzum: Der betroffene menschliche Autofahrer hat vor Gericht noch schlechtere Karten als im Straßenverkehr. Zu allen Überfluss soll die „Künstlichen Intelligenz“ verstärkt in die Verwaltung einziehen.

Künstlichen Intelligenz bei selbstfahrenden Autos: Warum Fußgänger zu Plastiktüten werden

>>Verwaltung der Zukunft<<

„KI wird „klüger“ als Menschen – Machine Learning basiert, als Teilgebiet der künstlichen Intelligenz, auf Mustererkennung und daraus abgeleiteten Aktionen. Mithilfe des maschinellen Lernens werden Systeme in die Lage versetzt, auf Grundlage vorhandener Datenbestände und Algorithmen, Muster und Gesetzmäßigkeiten zu erkennen, um so Lösungen zu entwickeln.“

Klüger als der Mensch? – Eine steile These

Klüger als der Mensch? Die vorgelegten Thesen sind regelrecht Weltfremd. Selbst die Messung der menschlichen Intelligenz ist äußerst Umstritten. Denn Intelligenz besteht eben nicht nur aus Lösen von mathematischen Gleichungen: Aber genau daraus besteht die sogenannte „Künstlichen Intelligenz“ . Vereinfacht: Tatsächlich ordnet man bei solchen Computerprogrammen jeden Datensatz einen mathematischen Wert zu. Am Ende ist das Ergebnis ausschlaggebend, passt es nicht, wird solange daran herum gebastelt, bis das gewünschte Ergebnis heraus kommt. Die Technik mag zwar neutral sein, aber der Programmierer  – oder dessen Vorgaben – sind es auf keinen Fall. Mit solchen Programmen lässt sich auch jeder Unfug beweisen: Beispielsweise, dass der Weihnachtsmann angeblich um die Erde fliegen kann und die amerikanische Luftraumüberwachung ihn verfolgen soll.

Künstliche Intelligenz: Warum angeblich der Weihnachtsmann um die Erde fliegen soll

Ungeachtet der Risiken: Verwaltungsentscheidungen werden in Zukunft vermehrt nicht mehr Menschen, sondern Computerprogramme treffen. Schon heute laufen viele Verwaltungsprozesse in automatisierter Form ab. Trotzdem wächst die Bürokratie unaufhaltsam und der Staatssektor verschlingt von Jahr zu Jahr mehr Geld. Von Arbeitseinsparung kann also kaum die Rede sein. Ungefähr die Hälfte aller Bescheide von Jobcentern sind Fehlerhaft. Weder eine Privatperson – und schon gar kein Unternehmen – könnte sich so eine schlampige Arbeit leisten. Ein Autofahrer, der nur jedes zweite Stoppschild beachten würde, wäre nicht nur sehr schnell seinen Führerschein – sondern mitunter sogar sein Leben los. Die hohe Fehlerquote von der künstlichen Intelligenz ist also folglich nur im Staatssektor vertretbar: Denn Ausbaden muss es die Bevölkerung.

 

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