Wenn „volkspädagogische Eifer“ die Suchergebnisse verändert

Screenshot lifewire.com

Suchergebnisse von den großen Plattformbetreibern sollen verändert werden. Grund: Die etablierten Medien verlieren immer mehr an Reichweite und Relevanz. Die Leidtragenden dieser Entwicklung sind zum Teil angesehene investigative Journalisten, die auf diese Weise finanziell abgeschnitten werden.

>>Weser Kurier<<

„Wie YouTube im offiziellen Blog mitteilt, werde das System künftig keine Videos mehr mit „grenzwertigem Inhalt“ empfehlen – ebenso solche, die die Nutzer „auf gefährliche Art irreführen könnten“. Auch weitere Beispiele werden genannt, etwa „klar falsche Aussagen über geschichtliche Ereignisse wie den 11. September“ oder auch „angebliche Heilmittel für eine schwere Krankheit“. Es handele sich ausdrücklich um Inhalte, welche die „Community Guidelines“ nicht direkt verletzen – dieser „Linie“ aber nahe kommen. Wie es weiter heißt, sollen die Änderungen durch eine Kombination aus „Machine Learning“ und „echten Menschen“ erreicht werden – zunächst nur in den USA.“

Weshalb „echte Menschen“ als Zensoren tätig sind

Es existiert keine allgemeingültige Definition darüber, was genau mit „grenzwertigem Inhalt“ gemeint ist. Auch die schwammigen Kriterien des „Community Guidelines“ führen eigentlich ins Nirgendwo. Interessant ist jedoch die Aussage: „Kombination aus „Machine Learning“ und „echten Menschen“ erreicht werden“ – Bis vor kurzen wurde genau diese Behauptung noch bestritten. Da in der Regel die internen Angelegenheiten des Google-Konzerns, auch intern bleiben, gab es nur die Möglichkeit von außen, auf diese Informationen zuzugreifen. Eine Studie hatte ja bereits nahegelegt, das Google sehr wohl seine Suchergebnisse verändere. Die Kritik an dieser Studie, blieb seinerzeit nicht aus. Aber abgesehen von den üblichen Floskeln der Unwissenschaftlichkeit wurden hierbei keine nachprüfbaren Argumente genannt. Die besagte Studie stammt von Michael Luca von der Harvard Business School. Jener würde bestimmt keine Behauptungen zu einen so sehr aufgeladenen Thema aufstellen und damit seinen Ruf ruinieren, wenn er sich nicht absolut sicher wäre.

Netzneutralität: Warum Suchergebnisse verändert werden

Mittlerweile wird aber mehr und mehr zugegeben, dass der vermeintlich – ach-so – neutrale Suchalgorithmus in Wirklichkeit: Doch eher wenig neutral ist und sogar Menschen bestimmte Suchergebnisse nach oben oder unten korrigieren: Oder vielleicht ganz verschwinden lassen? Das Thema Netzneutralität spielte in der Politik noch nie eine sonderlich große Rolle. Es geht dabei nicht nur darum Daten, sondern alle Informationen gleich zu behandeln. Und genau hier liegt das Problem: Am „Marktplatz“ der Meinungen und Argumente geraten klassische Medien immer weiter ins Hintertreffen.

>>Idea<<

„ARD und ZDF stünden in keinem Wettbewerb, seien staatlich subventioniert und damit konkursunfähig: „Sie können deshalb gefahrlos aus ihrer Parallelwelt heraus senden, was sie wollen.“ In Ländern wie Polen und Tschechien sagten ihm die dort von den Medien ausgewählten Themen mehr zu: „Da ist die Genderdebatte ein Randthema. Es dominieren nicht die Interessen von Randgruppen oder der volkspädagogische Eifer der Redaktion beim Anpreisen der Vorteile von Migration und erwünschten Verhaltensweisen. Dort geht es mehr um die Belange der Mehrheitsbevölkerung, ihre Erfahrungen und Wünsche ohne einen redaktionellen Filter. Meinungen werden von unten nach oben transportiert.“ Große Chancen auf Veränderung sehe er hierzulande nicht … In der DDR habe man, wo es möglich gewesen sei, Westfernsehen geschaut und Westrundfunk gehört. Das sei eine Art „innere Emigration“ gewesen. Heute schauten viele Ostdeutsche „aus Verzweiflung“ im Internet „Russia Today“. Dort könne man sich die „moralisierende Hyperventilation bei Stickoxiden, Feinstaub und Genderthemen vom Hals halten“, merke aber nicht, wie man von „russischer Propaganda innerlich umgekrempelt“ werde.“

Wenn der „volkspädagogische Eifer“ außer Rand und Band gerät

Wie ausgeprägt der „volkspädagogische Eifer“ mittlerweile geworden ist, macht eine Kurzmitteilung eines der bestimmenden Protagonisten deutlich: „Als Journalisten haben wir gelernt, Leugnern des menschengemachten Klimawandels medial zu ignorieren, sie lächerlich zu machen und ihnen keine (gleichberechtigte) Plattform zu bieten. Das müssen wir nun auch bei den Feinstaubbelastungsleugnern schaffen!“ In den 1970er Jahren galt man als „Leugner“ wenn man an der kommenden „Eiszeitzweifelte und in den 1980ern war gerade das Waldsterben populär. Mit Wissenschaft oder kritischen Journalismus hat das alles freilich wenig zu tun.

Warum die Eiszeit und das Waldsterben nur in den Medien stattfanden

Selbst der sogenannte „menschengemachten Klimawandel“ musste schon eine Metamorphose über sich ergehen lassen. Vor nicht allzu langer Zeit war noch einhellig von einer globalen Erwärmung die Rede, nun plötzlich wandelt sich der Sprachgebrauch zu einen diffusen „Klimawandel“ . Selbst der Unterschied zwischen Wetter und Klima, wird immer mehr einer religiösen Glaubensfrage. In diesen Umfeld gerät echter kritischer Journalismus zunehmend an den Rand.

>>Guido Grandt<<

„Aufgrund der Staatszensur, die nicht nur national mit dem sogenannten „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ einhergeht, sondern auch international mit der Einführung der veränderten, sprich „kontrollierten“ Algorithmen in den sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter & Co.) und jetzt auch noch bei YouTube, ist es in Deutschland nicht mehr möglich unabhängig berichten zu können! Denn jegliche Kritik an der Regierung, an zeitgeschichtlichen Ereignissen oder der unsäglichen Politik in Berlin oder Brüssel wird als „Hetze“, „Fake News“ oder „Verschwörungstheorie“ eingestuft und verschwindet daher. Investigativer Journalismus, wie ich ihn schon seit über drei Jahrzehnte betreibe, wird somit kaputt gemacht. Damit verbunden die Werbeeinnahmen vieler freier alternativer Medien, so wie auch auf meinem Blog (die aufgrund der „gedrosselten“ Reichweite exorbitant zurückgegangen sind). Aus diesem Grunde sehe ich mich momentan nicht mehr in der Lage, meinen Lesern weiterhin täglich und kostenlos meine „Uncensored News“ mit kritischen Hintergründen zur Verfügung zu stellen.“

Zensur statt Argumente

Die Frage, wie bei den Journalisten Guido Grandt ist nicht, ob man eine steile Thesen aufstellen kann, sondern vielmehr ob diese auch gerichtsfest Belegbar sind. Alleine der Mitteldeutsche Rundfunk betreibt eine eigene Seite mit den vielsagenden TitelKorrekturen“ . Neben den üblichen großen Skandalen über Manipulationen und Falschberichten, vergeht kaum ein Tag ohne Berichtigung oder Gegendarstellung des Senders. Um nicht völlig von in der medialen Welt unterzugehen, bedient man sich nun offensichtlich unlauteren Methoden, um sich der unliebsamen Konkurrenz zu entledigen. Statt auf sachlicher Ebene Argumente auszutauschen, läuft das Mittel der Wahl: Auf Zensur hinaus.

 

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