WerteUnion fordert verpflichtenden Fernunterricht ab dem kommenden Schuljahr

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Die konservative Basisbewegung setzt sich für strukturierte Lernkonferenzen sowie zeitgemäße technische Ausstattung der Schulen ein, um die Bildungsqualität auf hohem Niveau zu halten.

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Von WerteUnion

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Die WerteUnion fordert die Bildungsministerien der Länder auf, den Schulen umgehend die notwendigen Mittel für professionellen und flächendeckenden digitalen Fernunterricht bereitzustellen. Ab dem Unterrichtsbeginn im kommenden Schuljahr müssen alle Klassen an den Tagen, an denen sie zu Hause unterrichtet werden, Zugang zu entsprechenden Lerninhalten haben. Die konservative Basisbewegung appelliert an die Ministerien, auch in Zeiten von Corona die höchstmögliche Bildungsqualität aufrecht zu erhalten. Dies hat die WerteUnion bereits in einem offenen Brief an die Kultusministerkonferenz unterstrichen.

• Josef Kraus, ehemaliger Präsident des deutschen Lehrerverbands sowie Mitglied der WerteUnion, erklärte: „Der Präsenzunterricht kann vor allem für die höheren Jahrgänge jetzt weitergehen, weil den älteren Schülern Hygieneregeln gut zu vermitteln sind. Das bedeutet aber auch, dass ein Teil des Unterrichts von zuhause aus weitergehen muss. Hierfür müssen die verantwortlichen Ministerien die entsprechenden Maßnahmen treffen.“

• Alexander Mitsch, Bundesvorsitzender der WerteUnion, ergänzte: „In vielen Schulen findet derzeit überhaupt kein oder nur sehr unregelmäßiger Kontakt per Video- oder Telefonkonferenz zwischen den Lehrern und den Schülern statt. Gerade die jüngeren und weniger leistungsstarken Schüler brauchen jedoch unbedingt regelmäßigen Kontakt zu ihren Lehrern und Mitschülern. Wir fordern deshalb einen geregelten Fernunterricht, auch in Form fester Termine. Hierfür müssen die Verantwortlichen in den Ministerien umgehend für geeignete technische Lösungen sorgen.“

Regulären Stundenplan durch Konferenzschaltungen

Momentan ist in allen Bundesländern der Präsenzunterricht lediglich für die aktuellen Abschlussklassen und die des kommenden Schuljahres angelaufen. Weitere Jahrgänge sollen folgen, wenn die Situation es zulässt. Es ist davon auszugehen, dass auch zu Beginn des kommenden Schuljahrs nicht alle Stufen zeitgleich im Präsenzunterricht beschult werden können. Aufgrund der vorhandenen technischen Möglichkeiten ist es heute problemlos möglich, Video- oder Telefonkonferenzen unkompliziert und mit vergleichsweise geringen Kosten durchzuführen.

Deshalb ist es aus Sicht der WerteUnion sinnvoll und einer von allen gewünschten Qualitätssicherung in der Bildung zuträglich, wenn alle Fächer in einem an den Stundenplänen orientierten und durch die jeweilige Schule organisierten täglichen Wechsel zu einer bestimmten Uhrzeit Video- oder Telefonkonferenzen anbieten. Ein solches Vorgehen hätte auch den Vorteil, dass der Schüleralltag im Homeoffice ein Stück Struktur erhält, die gerade auch für Heranwachsende von großer Wichtigkeit ist.

Vergabeverfahren für die Auswahl der geeignetsten Technologie

In zahlreichen Bundesländern scheitert der digitale Fernunterricht nach wie vor an fehlender Vorbereitung. Dies liegt unter anderem an politischen Vorbehalten gegenüber IndustrieLösungen, beispielsweise aufgrund von Datenschutz-Erwägungen. Die WerteUnion fordert die Verantwortlichen auf, die technologisch beste Lösung durch Vergabeverfahren zu ermitteln und im Unterricht einzusetzen.

 

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