Titel

Wie der Schiebock die Lausitz prägt

Screenshot westlausitz.de Screenshot westlausitz.de

Einmal im Jahr finden die „Schiebocker Tagen“ im Bischofswerda statt. Die Stadt selbst wird landläufig als „Schiebock“ bezeichnet, obwohl es sich beim Schiebock vielmehr um eine spezielle Schubkarre handelt. Heutzutage kommt dieser Handkarren weitestgehend als Ausstellungsstück oder als Touristenattraktion zum Einsatz, war aber ursprünglich in der Lausitz recht weit verbreitet. Der Schiebock wurde größtenteils zum Transport von sperrigen Gütern – wie Heu oder Stroh – in der Landwirtschaft oder teilweise im Handwerk verwendet. Durch den Einsatz von Maschinen, wurde sein ursprünglicher Verwendungszweck häufig obsolet.

>>Westlausitz<<

„Mit dem traditionellen Holzkarren geht es in Höchstgeschwindigkeit über das Kopfsteinpflaster des historischen Altmarktes der Stadt. Auf dem 300 Meter langen Parcours messen sich jährlich Läufer aus nah und fern.“

 

>>Stadt Bischofswerda<<

„Ein Schiebock ist zunächst einmal ein schubkarrenähnliches einrädriges Gefährt, mit dem einst Bauern und Handwerker ihre Waren von Ort zu Ort fuhren. Sinnvollerweise wurden an Markttagen die Waren auch meist gleich direkt vom Schiebock herunter verkauft. Eine praktische Angelegenheit, die eigentlich auch heute noch genutzt wird. Allerdings werden die Waren nicht mehr mit dem Schiebock auf die Märkte gefahren – das Auto hat dem handlichen Karren längst den Rang abgelaufen: Bäcker, Fleischer, Fischhändler usw. verkaufen ihre Waren vom Auto herab, mit dem sie sie vorher auf den Markt „gekarrt” haben.“

 

>>Sächsisch.de<<

„Auch im Tierpark findet der Besucher seit einigen Jahren Informationen, wie die Stadt Bischofswerda zu ihrem liebenswerten Spitznamen gekommen ist. Auf der Tafel kann man unter anderem lesen: „Die einzig logische Erklärung für den Namen „Schiebock“ findet man bei Prof. Schuster-Ševc. Er führt die Entstehung auf einen sorbischen Begriff „při boku“ zurück, was so viel wie „an der Seite“ (des Flusses Wesenitz) bedeutet. Ähnlichkeiten haben sich auch in anderen Orten der Lausitz erhalten und sind direkt in die Ortsnamen eingegangen. Da noch bis 1900 in Nachbarorten wie Pohla und Schmölln sorbisch gepredigt wurde, liegt die Annahme nahe, dass die überwiegend deutschsprechende Bevölkerung Bischofswerdas mit der sorbischen Bezeichnung nichts anfangen konnte und diese auf ihre Weise erklärte.“ – Bewiesen ist auch diese Erklärung freilich nicht.“

 

Werbung

Loading...
Bild: nordvpn.com
Scroll Up Seiteninhalt