„Wir brauchen große Ansiedlungen von Unternehmen“

Screenshot vimeo.com

Schon seit der deutschen Wiedervereinigung gibt es Bemühungen neue Industrien in der Lausitz anzusiedeln. Mit bisher überschaubaren Erfolg. Denn neben Fördergeld, spielt auch der Strompreis und die Anbindung an Verkehrswege eine wichtige Rolle. Ein weiteres Element ist die Verlässlichkeit der Politik. Aber genau hieran scheitert es im besonderen Maße.

>>Neues Deutschland<<

»Wir brauchen große Ansiedlungen von Unternehmen«, sagte Vassiliadis. Die Flächen dafür seien ausreichend vorhanden. »Ich möchte geklärt wissen, was eigentlich einen privaten Investor motivieren soll, dort zu investieren. Es sind weitaus mehr Anreize nötig als nur Fördergelder.“

Dazu gehört auch eine zuverlässige Industriepolitik. Kaum jemand steckt  Millionen oder Milliarden in ein Industrieprojekt, um dann mitanzusehen, wie mit einen politischen Federstrich alles zunichte gemacht wird. Der Ausstieg aus der Kernenergie, war so ein Ereignis. Faktisch über Nacht wurde politisch die Abschaltung von sicheren Atomkraftwerken beschlossen und ähnliches soll gerade mit den Kohlekraftwerken passieren. Selbst eine verlässliche Energieversorgung, ist damit kaum noch gewährleistet. Stattdessen wird eine neue politische Losung ausgegeben.

>>Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft<<

„Die bisherigen Kohlestandorte könnten weiterentwickelt werden zu Energiezentren der Zukunft, in denen der notwendige Energiemix aus erneuerbaren Energien, Gas-Backup-Kraftwerken, Speichern und innovativen Netzstrukturen entwickelt wird. Gelingt dies, können viele der gut qualifizierten und leistungsstarken Energiewerker vor Ort auch zu aktiven Mitwirkenden an den Strukturveränderungen ihrer jeweiligen Region werden.“

Was mit „innovativen Netzstrukturen“ gemeint ist, weiß eigentlich niemand so richtig. Stromspeicher um Elektrizität in diesen Größenordnungen vorzuhalten, existieren keine. Es wird also einseitig auf Gaskraft gesetzt – zumindestens ist es die einzige technisch realistische Option. Allerdings stehen selbst die existierenden Gaskraftwerke zur Disposition. Grund: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind schlecht. Ein Neubau erscheint daher recht utopisch.

>>Bündnis 90/Die Grünen<<

„Raus aus dem Erdgas  … Noch ist Erdgas nach Erdöl die zweitwichtigste Energiequelle in Deutschland. Deutschland ist zudem ein wichtiges Transitland für den Gashandel in der EU. Um die Klimaerhitzung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen, müssen wir künftig weitgehend auf fossile Energieträger verzichten. … Er mahnte zu schnellem Handeln, auch mit Blick auf die Umweltzerstörungen in den Fördergebieten fossiler Energieträger.“

Nur die Umweltzerstörungen von Windkraftanlagen und Monokulturen, wie Raps- oder Maisfelder um daraus Bioenergie zu gewinnen, dies scheint allerdings (noch) unproblematisch zu sein. Vogelarten wie der bedrohte Rotmilan, kommt beispielsweise leicht in die Rotorblätter einer Windkraftanlage. Monokulturen für den ökologischen Strom, vernichten seine Lebensgrundlage, wie Mäuse und andere Kleinsäuger. Aber davon nimmt die hohe Politik wenig Notiz, der Umweltschutz ist dem vermeintlichen „Klimaschutz“ bereits zum Opfer gefallen. Selbst der Rotmilan kann sich keineswegs auf eine beständige Politik verlassen.

 

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