„Wir werden ausschließlich mit Wind und PV nie eine gesicherte Stromversorgung aufbauen“

Screenshot vimeo.com

Mit Erneuerbare Energien lässt sich wohl niemals eine sichere Stromversorgung aufbauen, so Professor Harald Schwarz. Über die Folgen von langanhaltenden Stromausfällen und großflächigen Blackouts herrscht weitestgehend stillschweigen: Die Bevölkerung darf offensichtlich nicht verunsichert werden. Dabei sind die Gefahren – verursacht durch die Energiewende – nicht zu unterschätzen.

„Wir werden ausschließlich mit Wind und PV nie eine gesicherte Stromversorgung aufbauen“

>>Professor Harald Schwarz (PDF-Datei) <<

„Es gibt seit zehn Jahren ausreichend Studien dazu. Möchte man in einem Land sichere Stromversorgung, benötigt man gesicherte Kraftwerksleistung. Seit hundert Jahren heißt die Regel, dass die gesicherte Leistung die mögliche Höchstlast in einem Stromnetz übersteigen muss. Schauen wir uns die letzten zehn bis 15 Jahre Energiewende in Deutschland an, so haben wir um die 120 Gigawatt PV- und Windstrom aufgebaut. Die gesicherte Leistung von PV ist aber 0%, bei Wind onshore ist es 1%, bei Wind offshore 2%. Im Klartext liefern die 120 GW, die wir in den letzten 15 Jahren aufgebaut haben, nahezu null Beitrag zur gesicherten Leistung. Wir werden ausschließlich mit Wind und PV nie eine gesicherte Stromversorgung aufbauen.

Erneuerbare Energien: „Null Beitrag zur gesicherten Leistung“

Vor zehn Jahren standen uns deshalb rund 100 GW Kraftwerksleistung aus sicheren Energieträgern zur Verfügung, das sind Kohle, Gas, Atom, Biomasse und Laufwasser. Die mögliche Höchstlast in Deutschland liegt derzeit bei ca. 85 GW. Inzwischen ist die gesicherte Leistung auf knapp 90 GW abgeschmolzen  und der Kohlekommissionsbericht sieht vor, dass wir davon bereits in drei Jahren weitere 20 GW gesicherte Leistung abschalten. Das soll dann noch weiter fortgesetzt werden. Wir geben in drei Jahren also unsere sichere Stromversorgung „aus eigener Kraft“ auf und haben dann nur noch 80% der notwendigen gesicherten Kraftwerkleistung im eigenen Land, die wir brauchen, um uns verlässlich zu versorgen. 2030 sinkt das weiter auf 60%. Wo soll der Rest herkommen? Es gibt kein Konzept und bei unseren Planungshorizonten kann ich mir keine reale Lösung vorstellen.“

„Unsere sichere Stromversorgung „aus eigener Kraft“ auf“

>>Pro Lausitzer Braunkohle<<

„Die Bundesregierung Deutschland verfügt derzeit über kein Konzept zum Ersatz der fossilen Energieträger. 2020 wird bereits eine Unterdeckung der relevanten Höchstlast im deutschen Stromsystem vorhanden sein, mit der Abschaltung weiterer Kohlekraft und der verbliebenen Atomkraft wird diese Lücke 2022 gut ein Fünftel der möglichen Höchstlast umfassen.“

„Unterdeckung der relevanten Höchstlast im deutschen Stromsystem“

Kurzum: Die Gefahren von großflächigen Stromausfällen, bis hin zu lang anhaltenden Blackouts steigen. Einige male im Jahr – insbesondere im Winter – liefern bei einer Dunkelflaute, die Erneuerbare Energien praktisch null Leistung und gleichzeitig schnellt der Stromverbrauch in die Höhe: Bei einer Höchstlast, wird alle verfügbare Kraftwerksleistungen benötigt, sonst droht ein großflächiger Blackout. Ein Blackout ist mit einen gewöhnlichen Stromausfall nicht zu verwechseln. Alleine um das Netz wieder hoch zu fahren, können Wochen vergehen.

Ein Blackout ist mit einen gewöhnlichen Stromausfall nicht zu verwechseln

>>Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe<<

„Ob bei Bauarbeiten, durch die ein Stromkabel beschädigt wird, oder durch ein schweres Unwetter – verschiedene Ereignisse können dazu führen, dass der Strom ausfällt. Auch können so genannte „Kaskadeneffekte“ durch die Verkettung verschiedener Ereignisse auftreten und zum gefürchteten „Blackout“ führen.“

„Verkettung verschiedener Ereignisse auftreten und zum gefürchteten „Blackout“ führen“

Obwohl das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe es – theoretisch – besser wissen müsste, wird nicht mal der Unterschied zwischen einem Blackout und einen gewöhnlichen Stromausfall erklärt. In den aktuellen Beitrag nehmen, sie zwar Bezug zu den Stromausfall in Berlin: Nur war dies ein gewöhnlicher Stromausfall und kein Blackout. Weiter schreiben sie: „Auch Heizung, Wasserversorgung und Telefonnetze fallen aus.“ Aber nicht nur Telefonnetze fallen aus, sondern auch Handy-Netze bieten nur eine trügerische Sicherheit. Bei einen Stromausfall greifen nahezu alle gleichzeitig auf ihr Handy zu und die Mobilfunknetze sind dafür nicht ausgelegt. Und: Nach wenigen Stunden sind die Akkus der Netzbetreiber auch aufgebraucht. Ab dann: Gibt es überhaupt keine Kommunikation mehr über das Telefon- und Handy-Netz.

Kein Notruf 112: „Auch Heizung, Wasserversorgung und Telefonnetze fallen aus

>>Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (PDF-Datei<<

„In Deutschland und in ganz Europa erreichen Sie die Feuerwehr und den Rettungsdienst kostenfrei über die Rufnummer 112. Sie können diese Nummer auch mit einem Mobiltelefon (mit SIM-Karte) kostenfrei erreichen.“

Großflächiger Blackout könnte zu Bürgerkriegsähnlichen Unruhen führen

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, verliert in seiner aktuellen Broschüre keine Silbe über die Tatsache: Die Kommunikationsnetze sind außer Funktion. Und das obwohl sie im Zuge des Berliner-Stromausfall selbst zugeben mussten: „Auch Heizung, Wasserversorgung und Telefonnetze fallen aus.“ Somit sind auch keine Rettungskräfte über die Telefonnummer 112 alarmierbar. Erfahrungen: Selbst ein kleiner Stromausfall in einer Großstadt, bringt die Kapazitäten der Einsatzkräfte bereits an ihre Grenzen: Hingegen bei einen großflächigen Blackout, dürfte es nach einigen Tagen zu Bürgerkriegsähnlichen Unruhen kommen. Über die möglichen Folgen der politisch-gewollten Energiewende herrscht eisernes Schweigen.

 

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