So kommen Sie relativ sicher durch den Urlaub: „Anti-Terror-Reise-Regeln“

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Die Welt wird immer unsicherer. Vor allem macht die globale Terrorgefahr der eigenen Reiseplanung einen gehörigen Strich durch die Rechnung.

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Von Guido Grandt

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Als Journalist und Sicherheitsexperte bin ich viel im Ausland unterwegs und möchte Ihnen deshalb meine „Anti-Terror-Reise-Regeln“ mit an die Hand geben. Damit kommen Sie relativ sicher durch den Urlaub.

Sicherheit geht vor Billigpreis

Informieren Sie sich vor Ihrer Abreise (am besten noch vor der Buchung!) über die Gefährdungslage im Reisezielland Ihrer Wahl. Das kann über die Medien oder über das Internet sein. Noch sicherer aber über die aktuellen Reise- und Sicherheitswarnungen des Auswärtigen Amtes (www.auswaertiges-amt.de).

Selbst wenn Schnäppchenpreise für ein Risiko-Reiseziel winken, sollten Sie diese abschlagen. Sie haben nur ein Leben! Meiden Sie deshalb gefährdete Länder und zahlen Sie lieber etwas mehr für Ihre Sicherheit und die Ihrer Familie. Relativ sicher sind – trotz vereinzelter Terroranschläge – immer noch die europäischen Staaten sowie z.B. die Schweiz, Ungarn, USA, Kanada, Australien, Japan und Neuseeland.

Zögern Sie nicht bei verdächtigen Beobachtungen

Fällt Ihnen unterwegs oder am Zielort etwas Verdächtiges auf (z.B. ein unbeaufsichtigter Koffer, ein Rucksack oder eine Tasche) dann informieren Sie umgehend die Sicherheitskräfte bzw. das Personal.

Werden Sie auf verdächtiges Verhalten von Personen aufmerksam, die mitunter für die jeweilige Jahreszeit unpassend oder auffällig gekleidet sind (Mantel oder Jacke im Hochsommer etc.), berichten Sie das sofort dem Sicherheitspersonal. Beschreiben Sie die Personen oder den auffälligen Gegenstand möglichst konkret und verlassen Sie unverzüglich den Gefährderort!

Weniger ist mehr

Achten Sie überall wo Sie sind (Flughafen, Bahnhof, Kaufhaus etc.) auf Fluchtwege (Notausgänge) und prägen sich diese in verschiedenen Richtungen gut ein! So finden Sie diese im Ernstfall schneller, als wenn Sie sich erst noch nach solchen umschauen müssen. Denn dann kann es schon zu spät sein!

Versuchen Sie – auch in beliebten Reiseländern (z.B. die Türkei) – generell Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden. Seien Sie vor allem auf öffentlichen Plätzen, Marktplätzen, Touristenattraktionen, Einkaufszentren, Flughäfen und Bahnhöfen besonders aufmerksam. Das gilt insbesondere auch für Militäreinrichtungen und Regierungsgebäude sowie für Großveranstaltungen, Konzerte und Sportereignisse.

Achten Sie auf Zeiten und Orte

Die meisten Terroranschläge werden zu Zeiten mit starkem Verkehrsaufkommen durchgeführt, um die Zahl der Opfer möglichst zu erhöhen. Seien Sie also besonders da aufmerksam! Noch besser, Sie meiden die oben angesprochenen Risikoorte zu jenen Zeiten ganz.

Meiden Sie in islamischen Ländern ebenfalls öffentliche Freitagsgebete um Moscheen und religiösen Kultstätten. Ebenso an symbolträchtigen religiösen und anderen Feiertagen (zum Beispiel Ende des Ramadan).

Benutzen Sie in Risikoländern ausschließlich Taxis und keine öffentlichen Verkehrsmittel! Denn solche sind oftmals Ziele von Anschlägen.

Grundsätzlich gilt: Befolgen Sie immer – ganz egal in welchem Land Sie sich aufhalten – die Anweisungen der Sicherheitskräfte (Polizei, Militär). Ansonsten gefährden Sie nicht nur Ihre eigene Sicherheit, sondern setzen sich zudem der Gefahr aus, in einem ausländischen Gefängnis zu landen.

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