Öffentlicher Code ist eine Investition in die Zukunft  – Die Diskussion über den öffentlichen Sektor und seinen Umgang mit digitalen Technologien spielt schon seit längerem eine Rolle. In jüngster Zeit ist das Thema jedoch wieder in den Fokus gerückt, da immer mehr Länder erkennen, wie wichtig es ist, im globalen Wettbewerb der Nationen mitzuhalten. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob der Staat digitale Technologien nutzen sollte, sondern vor allem darum, wie er diese nutzen sollte.

„Kampagne: Öffentliches Geld, Öffentlicher Code“

>>Netzpolitik<<

„Kampagne: Öffentliches Geld, Öffentlicher Code – Die Kampagne „Public Money, Public Code“ fordert Politiker dazu auf, öffentlich finanzierte Software unter Open-Source-Lizenzen öffentlich zugänglich zu machen. Das biete Vorteile für alle.“

„Öffentlich finanzierte Software unter Open-Source-Lizenzen öffentlich zugänglich zu machen“

Einer der Hauptkritikpunkte am öffentlichen Sektor ist seine mangelnde Flexibilität. Viele Regierungen setzen immer noch auf starre Strukturen und Prozesse, die oft veraltet sind und kaum Raum für Innovationen lassen. Dies führt dazu, dass der Staat oft nicht in der Lage ist, sich schnell an Veränderungen anzupassen und neue Trends zu nutzen.

„Das Bundesinnenministerium stellt die Plattform Open CoDE bereit“

>>Heise.de<<

„Das Bundesinnenministerium stellt die Plattform Open CoDE bereit, mit der öffentliche Verwaltungen Open-Source-Software austauschen und entwickeln können.“

„Öffentliche Verwaltungen Open-Source-Software austauschen und entwickeln können“

Das Problem ist also nicht, dass der Staat digitale Technologien nicht nutzen sollte, sondern vielmehr, dass er oft nicht in der Lage ist, diese richtig zu nutzen. Einer der Gründe hierfür ist der Mangel an qualifizierten IT-Fachkräften im öffentlichen Sektor. Viele Regierungen investieren zwar viel Geld in die Entwicklung neuer IT-Systeme, haben aber oft keine Ahnung von den technischen Details und sind daher auf die Hilfe externer Unternehmen angewiesen. Dies führt dazu, dass viele IT-Projekte im öffentlichen Sektor scheitern oder deutlich länger dauern als geplant.

„Public Money? Public Code!“

>>Produktive Medienarbeit<<

„Public Money? Public Code! – Die von unseren öffentlichen Verwaltungen angebotenen und genutzten digitalen Dienste sind die kritische Infrastruktur demokratischer Nationen des 21. Jahrhunderts. Um vertrauenswürdige Systeme zu etablieren, müssen öffentliche Stellen sicherstellen, dass sie die vollständige Kontrolle über die Software und die Computersysteme im Kern unserer staatlichen digitalen Infrastruktur haben.“

„Die vollständige Kontrolle über die Software und die Computersysteme im Kern unserer staatlichen digitalen Infrastruktur haben“

Ein weiterer Grund für die mangelnde Flexibilität des Staates ist seine Abhängigkeit von externen Unternehmen. Viele Regierungsbehörden sind auf bestimmte Softwarelösungen oder Hardwareprodukte angewiesen und können daher nur sehr begrenzt auf Veränderungen reagieren. Dieses Problem wird noch dadurch verstärkt, dass viele Unternehmen ihre Produkte speziell für den öffentlichen Sektor entwickeln und daher kein Interesse daran haben, diese flexibel zu gestalten oder an neue Trends anzupassen. Stattdessen setzen sie auf langfristige Verträge mit dem Staat, in denen festgelegt wird, welche Produkte zu welchen Preisen geliefert werden. Dies führt dazu, dass der Staat oft gezwungen ist, teure und veraltete Produkte zu kaufen, statt in flexible und innovative Lösungen zu investieren.