Der Kleincomputer >>Raspberry Pi<< eignet sich auch zum Einsatz auf Schiffen. Viele Navigationsgeräte sind für die Seefahrt entweder ungeeignet oder diese kosten enorme Summen. Die Software >>OpenCPN<< und einen GPS-Empfänger machen es möglich.

>>Raspberry Pi Geek<<

„Zusammen mit einem GPS-Empfänger, der Navi-Software OpenCPN und entsprechenden Binnenwasserstraßenkarten wandelt sich der Mini-Rechner zu einem preisgünstigen Navigationsallrounder. Im Folgenden zeigen wir, wie Sie den RasPi mit der nötigen Software versorgen, welche Hardware sich eignet und woher Sie die passenden Karten bekommen. Als Goodie bieten wir zu guter Letzt einen Überblick, wie Sie das Setup auch für andere Instrumente an Bord verwenden. Für die Navigation entschied sich der Autor, das Boot mit einem zweiten RasPi zu bestücken: Den multimedialen Mini-Rechner treibt OpenELEC an, das sich zwar ideal für Multimedia-Aufgaben eignet, nicht aber für die Navigation. Letzteres erfordert eine „echte“ Linux-Distribution, die es erlaubt, zusätzliche Pakete zu installieren – was unter OpenELEC nur mit Verrenkungen zu erreichen wäre. … Während für das Multimediazentrum dank HDMI-CEC eine Fernbedienung als alleinige Steuerung ausreicht, erfordert ein Linux-Desktop eine andere Art der Bedienung. Es stellt sich zwangsläufig die Frage nach einer Tastatur und einer Maus – auf einem Boot finden sich aber kaum nutzbare Flächen, auf denen eine normale Maus überhaupt nutzbar wäre. Eine Alternative bietet Logitech in Form der K400 Plus an: Die eigentlich für den Gebrauch im Wohnzimmer konzipierte Kombination aus Tastatur und Touchpad benötigt wenig Platz, verzichtet auf lose Teile und bewegt sich mit rund 40 Euro auch finanziell im akzeptablen Rahmen. Damit der RasPi als Navi arbeitet, benötigt er einen GPS-Empfänger samt Zubehör. Die Suche nach GPS-Antennen im einschlägigen Fachhandel für Bootszubehör liefert viele Modelle, die sich für die Montage außerhalb der Kajüte eignen. Für unsere Zwecke genügt aber auch eine mit Linux kompatible Indoor-GPS-Antenne, die sich etwa an einem der Kajütenfenster per doppelseitigem Klebeband oder ebenfalls per Klett befestigen lässt. Letztlich muss eine GPS-Antenne nur den Sichtkontakt zu einer hinreichenden Anzahl von Satelliten herstellen können.“