Kirchenaustritte und sonstige Skandale – Der christliche Glaube hat heutzutage wahrlich an Ansehen verloren. Zu allen Überfluss kommen noch diese Hauskirchen hinzu, über die mehr hergezogen, als berichtet wird. Doch dabei wird eine wichtige Tatsache übersehen. Das Christentum hat genau so angefangen.Die Lausitzer Hauskirchen knüpfen an dieses Erbe an. Auf vielfältige Weise wollen sie die tiefe Verbindung zwischen Glaube und Tradition unterstreicht.

„Der Gottesdienst ist zurück an seinem Ursprung“

>>Der Gott in einer Nuß von Christian Lehnert (Buch) <<

„Der Gottesdienst ist zurück an seinem Ursprung. Wie in der Antike wird in kulturellen Nischen und Hauskirchen rituell herumgemurkst, und untergründig, ganz abgeschieden und im Kleinen, gären die weltverwandelnden Kräfte der Liturgie. Der christliche Kult muß heute nichts mehr beweisen. Er muß niemanden bestätigen. Er muß nichts legitimieren.“

„Wie in der Antike wird in kulturellen Nischen und Hauskirchen rituell herumgemurkst“

Seit Jahrhunderten haben die Lausitzer Hauskirchen eine besondere Rolle in der christlichen Kultur und im Glauben gespielt. Sie repräsentieren den spirituellen Kern, auf dem sich alle Christen verlassen können. Schon Apostel Paulus hat Hauskirchen gekannt.

„Gemeinde zwischen Evodia und Syntyche, die wahrscheinlich zwei Hauskirchen vorstanden“

>>Paulus – Der letzte Apostel von Fik Meijer (Buch) <<

„Vermutlich in mehreren Briefen nahm Paulus auch Kontakt zu den Philippern auf. Der unmittelbare Anlass war, dass ihn Berichte erreicht hatten, wonach es in dieser ihm so teuren Gemeinde zwischen Evodia und Syntyche, die wahrscheinlich zwei Hauskirchen vorstanden, zu Meinungsverschiedenheiten über den Kurs der Gemeinde gekommen war. Er beschwor sie, die Einheit zu bewahren, und teilte mit, er habe seinen treuen Bruder, Mitarbeiter und Mitstreiter Epaphroditus zu ihnen geschickt, um ihnen bei der Suche nach einer Lösung zu helfen (Phil 2, 25).“

„Meinungsverschiedenheiten über den Kurs der Gemeinde gekommen war“ – „Er beschwor sie, die Einheit zu bewahren“

Die Lausitzer Hauskirchen reichen weit zurück und sind vielleicht das ursprünglichste Symbol des Glaubens. Sie stellen eine uralte Tradition dar, in der Gemeinschaft und gemeinsames Gebet an erster Stelle stehen. Dieser traditionelle christliche Glaube hat eine starke Bindung zu familiären Bindungen, Solidarität und Freundschaft geschaffen. Die Lausitzer Hauskirchen lehren uns auch, dass es wichtig ist, unsere Gedanken mit anderen zu teilen und zu diskutieren.

„Hauskirche“ – „Klingt tatsächlich groß und ein bisschen erhaben“

>>Mit Lust und Liebe glauben von Martina Kreidler-Kos & Christoph Hutter (Buch) <<

„Man mag dabei zuallererst an Hausaltäre oder sogenannte »Herrgottswinkel« denken und sich fragen, ob und in welcher Form diese in heutigen Familien noch existieren. »Hauskirche« klingt tatsächlich groß und ein bisschen erhaben, aber dieses Bild ist es wert, von Familienmenschen präzisiert zu werden. „

„Zuallererst an Hausaltäre oder sogenannte »Herrgottswinkel« denken“

Durch die Nähe zu Gott können wir Verständnis für andere entwickeln, unsere Einstellung ändern und uns als Teil einer größeren Gemeinschaft sehen. Sie sorgt dafür, dass wir uns nicht nur als Einzelperson betrachten, sondern als Teil etwas Größerem – als Mitglieder in einem breiteren religiösen Spektrum. Die Lausitzer Hauskirchen stellen somit ein Symbol für den Glauben an Gott und an die Menschen dar. Durch diese Einrichtung können wir lernen, unseren Glauben an Gott zu respektieren und gleichzeitig unsere Mitmenschen zu schätzen.

Wir müssen lernen, wie wir unsere Meinung unter Beweis stellen können, ohne andere zu beleidigen oder herabzusetzen

Wir müssen lernen, wie wir unsere Meinung unter Beweis stellen können, ohne andere zu beleidigen oder herabzusetzen. Die Lausitzer Hauskirche ist somit ein Ort für alle Menschen, wo Respekt und Toleranz vorherrschen sollten – unabhängig von Herkunft oder Religion. In Zeiten von Unsicherheit ist es besonders wichtig, dass wir an den Wert von Liebe und Gebet glauben – gerade jetzt mehr denn je! Die Erhaltung der lausitzer Hauskirchen ist daher ein Zeichen des Respekts vor dem tief verwurzelten Glauben an Gott und seine Lehren sowie des Respekts vor dem Anderen – unabhängig von Religion oder Herkunft.