Vielfach wird Linux als unangreifbare Burg in Sachen Virenschutz betrachtet. Nicht wenige Nutzer verzichten ganz auf Virenschutz, da die Entwickler auch regelmäßig Sicherheitsaktualisierungen bereitstellen. Aber dieses hoher Vertrauensvorschuss kann eine trügerische Sache sein. Auch wenn manche Einträge im Internet manchmal den gegenteiligen Eindruck erwecken wollen.

Linux als unangreifbare Burg in Sachen Virenschutz?

>>PC-Welt<<

“Die Bedrohungslage ist bei Linux mehr als entspannt. Aufgrund der Architektur und seiner deutlich geringeren Verbreitung haben Virenentwickler mit dem System ihre Mühe.”

Linux: Hoher Vertrauensvorschuss kann eine trügerische Sache sein

Dennoch sind Viren und Trojaner für Linux-Systeme im Internet unterwegs. Zugleich sind dagegen auch Linux-Virenscanner erhältlich. Also im Allgemeinen sind keine Unterschiede zu den üblichen Betriebssystemen feststellbar.

“Viele Hersteller bieten kostenlose Virenscanner für Linux an”

>>Computer Service Robin Pfeifer<<

“Zunächst einmal sind Linux-Virenscanner keine besondere Neuigkeit. Viele Hersteller bieten kostenlose Virenscanner für Linux an. Liest man aber die Beschreibung dieser Programme, dann stellt man rasch fest, dass hier kein konkreter Schutz vor Linux-Viren geboten wird. Es geht hauptsächlich darum, mit diesen Virenscannern Windows-Systeme und für Windows-Rechner bestimmte Dateien zu prüfen, z.B. E-Mail-Anhänge.”

Warum viele Programme nur bedingt gegen Viren schützen?

Allerdings arbeiten die allermeisten – vorwiegend kostenlosen – Virenscannerprogramme das selbe Schema ab. Doch je mehr Schutz, desto mehr Rechnerleistung fordern die Programme ab. Diesem Komfortverlust wollen viele Computeranwender nicht hinnehmen.

Lassen sich Windows-Schadprogramme auf Linux-Rechner installieren?

Neben reinen Linux-Viren können auch Windows-Viren für Linuxrechner eine Bedrohung darstellen. Sobald ein Emulator wie Wine installiert ist, können mitunter auch Windows-Viren für Linux-Systeme gefährlich werden. Beispielsweise lässt sich das Schadprogramm WannaCry auf Linux-Rechner unter Nutzung des Programms Wine installieren. Aber die größte Gefahr dürfte vermutlich der eigene Erfolg von Linux sein.

“Kein Betriebssystem ist absolut sicher”

>>Kaspersky<<

“Linux bringt beim Thema Sicherheit mehrere Vorteile mit sich, doch kein Betriebssystem ist absolut sicher. Eine Herausforderung, der Linux derzeit gegenübersteht, ist seine wachsende Popularität. Linux wurde jahrelang in erster Linie von einer kleineren, relativ technikaffinen Gruppe von Benutzern verwendet. Die zunehmende Beliebtheit der Software bringt nun ein altbekanntes Problem mit sich: ein erhöhten Risiko für Malware-Befall aufgrund steigender Benutzerzahlen. Es gibt bereits Malware, die speziell für Linux entwickelt wurde. Erebus-Ransomware ist ein Beispiel hierfür, ebenso wie die Tsunami-Backdoor, die Benutzern in den letzten Jahren Probleme bereitet hat.”

“Malware – Die speziell für Linux entwickelt wurde”

Der allerbeste Virenschutz von Linuxsystemen war immer noch dessen geringe Verbreitung gewesen. Das traf auch lange Zeit auf Apple-Nutzer zu. Der Aufwand um ein Linux-Rechner eines technikaffinen und möglicherweise misstrauischen Nutzers zu befallen, der war einfach viel zu große gewesen. Doch durch die Zunahme von Linux-Endgeräten wird zugleich auch deren Angriffsfläche größer. Alleine die hohe Verbreitung von Android-Endgeräten spricht für sich selbst.

 

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