„Keimschleuder Smartphone!“ – So schützen Sie sich vor den gefährlichen Erregern auf dem Handy (1)

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In Zeiten von Corona machen wir uns mehr Gedanken über Viren, Keime, Bakterien und Erreger, als wohl jemals zuvor. Viele achten jetzt verstärkt auf den Abstand zum Mitmenschen und auf Hygienemaßnahmen, waschen die Hände öfters und so weiter. Dabei wird allerdings zumeist die größte „Keimfalle“ vergessen: Das eigene Handy!

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Von Guido Grandt

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Unzählige Krankheitserreger sammeln sich auf dem Smartphone

Durchschnittlich tippen wir täglich über 2.500 Mal auf unserem Smartphone herum. Und jedes Mal übertragen wir dabei Keime, Bakterien und andere Erreger auf das Touchscreen. So sammelt sich ein wahrer Film aus durchschnittlich etwa hundert verschiedene Bakterienarten auf dem Display an.

Zumeist stammen die Erreger aus dem Mund oder von der Haut. Denn während eines Telefonats können Bakterien aus der Lunge oder Keime aus Lebensmittel- oder Kosmetikresten auf das Handy gelangen. Oder über die Hände, beispielsweise beim Anfassen von Türklinken, Einkaufswagen, Haltegriffen in der Straßenbahn, bei der Benutzung von Geldautomaten.

Handys werden sogar auf der Toilette benutzt

Tatsächlich tragen die meisten Menschen ihr Smartphone überall hin: mitunter sogar auf die Toilette. Dabei sind sie sich nicht darüber bewusst – ich sprach es bereits an – dass das Handy eine regelrechte Brutstätte für krankheitserregende Keime, Bakterien und Pilzsporen ist!

Insbesondere für Menschen mit einem schwachen Immunsystem, bei Erkältungswellen oder wie jetzt, bei der Corona-Pandemie sind Mobiltelefone deshalb ein großes, gesundheitliches Risiko.

Smartphones sind größere „Keimschleudern“ als öffentliche Toiletten

Wussten Sie, dass sich auf einem Handy zehn Mal mehr Keime als auf öffentlichen Toiletten oder Türklinken befinden? Laut einer Studie der britischen Nottingham Trent University vom Frühjahr 2016 können das bis zu einhundert verschiedene Arten von Bakterien sein (vor allem von Haut und Mund).

Bereits im Herbst 2015 fand der TÜV Rheinland auf jedem sechsten Smartphone Keime sowie Spuren von Fäkalien. 17,5 Prozent der erwachsenen Handynutzer gaben an, sogar auf der Toilette zu telefonieren.

Diese Erkrankungskeime befinden sich auf Ihrem Smartphone

Ohne die richtige Hygiene können so über die Hände gefährliche Erkrankungskeime wie etwa Grippe, Magen-Darm-Infekte, Augenentzündungen und Lungenentzündungen oder eben Coronaviren übertragen werden.

Andere Untersuchungen zeigten Rachenkeime (Streptokokken) auf, die bei schwachem Immunsystem zu Erkrankungen wie Mandelentzündung, Harnwegsinfekte, Wundrose oder Blutvergiftungen führen können.

Übrigens: Die Keime und Bakterien halten sich bei normaler Raumtemperatur über mehrere Tage auf Ihrem Gerät. Pilzsporen gar einige Monate.

Deutsche sind „Smartphone-Reinigungs-Muffel“

Dennoch reinigt nur jeder vierte Deutsche die Oberfläche seines Smartphones bewusst und intensiv.

Eine Untersuchung aus dem Jahr 2013, über die der Branchenverband Bitkom damals berichtete, kam sogar zum Schluss, dass nur acht Prozent aller Handy-Nutzer das Gerät sorgfältig reinigen. Jeder Zweite nur flüchtig, beispielsweise, indem er es an seiner Kleidung abwischt. Allerdings reicht das bei Weitem nicht aus!

Genau deshalb werde ich Ihnen im 2. Teil zeigen, wie Sie Ihr Handy richtig reinigen und sich somit vor Keimen schützen!

 

–W E R Β U Ν G–

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