Die Schafzucht in der Lausitz

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Die Schafzucht in der Lausitz blickt auf eine lange Geschichte zurück. Denn viele Böden in der Lausitz sind – von Natur aus – Nährstoffarm und deshalb für Ackerbau ungeeignet. Auf jenen kargen Flächen wachsen nur ertragschwache Pflanzen. Nur Schafe und Ziegen finden hier genügend Nahrung. Dabei übernehmen sie auch eine wichtige Aufgabe in der Landschaftspflege. Doch die Schafzucht in der Lausitz steht vor einer existenziellen Krise.

Lausitzer Schafe: „Als genügsame Haustiere“

>>Naturschutzstation „Östliche Oberlausitz“ <<

„Schon lange werden Schafe zur Landnutzung auf schlecht erreichbaren oder besonders nährstoffarmen Standorten eingesetzt. Als genügsame Haustiere lieferten sie ihren Besitzern mehrere Jahrhunderte lang Mich, Wolle und Fleisch.“

Schafe: „Auf schlecht erreichbaren oder besonders nährstoffarmen Standorten“ 

Die genügsamen Tiere kommen meistens dort zum „Einsatz“ – wenn andere Tiere kein ausreichendes Futter mehr finden. Dabei bewahren sie die Kulturlandschaft vor der Verbuschung. Denn eine Kulturlandschaft mit Wiesen, Feldern und Wäldern stellt einen Lebensraum für viele von aussterben bedrohte Arten da. Das Schaf zur Landschaftspflege ist hierbei kaum wegzudenken.

„Schafhaltung ist für die Landwirtschaft ein sehr wichtiges Thema“

>>Schäferei Nesges<<

„Die Schafhaltung ist für die Landwirtschaft ein sehr wichtiges Thema. Schafe sind ein bedeutender Teil der Landschaftspflege und ohne den Schäfer mit seiner Herde lassen sich Verbuschungen wie Wacholderheiden, Heiden, Sträucher und Pioniergehölze nur schlecht bekämpfen. Das Schaf ist ein historisches und traditionelles Nutztier, bei dem der Fleischbedarf im Vordergrund steht und über die Jahre sehr gestiegen ist.“

„Schaf ist ein historisches und traditionelles Nutztier“

In einer gewachsenen Kulturlandschaft gehört die Schafzucht einfach dazu. Viele Schäfer üben ihren Beruf mit Leid und Seele aus und kennen häufig sogar jedes einzelne Tier. Doch die Schafzucht in der Lausitz steht vor einer existenziellen Krise.

„Schäferei-Betrieb Kaltschmidt in Preschen denkt darüber nach, das Geschäft aufzugeben“

>>Lausitzer Rundschau<<

„Der Schäferei-Betrieb Kaltschmidt in Preschen denkt darüber nach, das Geschäft aufzugeben. Rund 30 000 Euro muss der Betrieb pro Jahr alleine für die Herdenschutzhunde zahlen, die man sich zugelegt hat, nachdem immer wieder Übergriffe von Wölfen registriert worden waren. Diese Ausgaben kann das Unternehmen nicht mehr schultern.“

„Rund 30 000 Euro muss der Betrieb pro Jahr alleine für die Herdenschutzhunde zahlen“

Besonders die zunehmende Wolfspopulation macht vielen noch verbliebenen Schäfern zu schaffen. Die wirtschaftlichen Erträge aus der Schafzucht sind zu gering, als dass es die Schäden ausgleichen könnte. Viele Schäfer stehen deshalb mit Rücken zur Wand.

 

–W E R Β U Ν G–

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