Rinderzüchter im Zangengriff: Zwischen internationalen Handelsabkommen und steigenden Vorschriften

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Die Rinderzucht hierzulande wird immer schwieriger. Viele Auflagen und Vorschriften machen den meisten Bauern zu schaffen. Hinzu kommen heimlich geschlossene Handelsabkommen, die den Import von Rindfleisch aus umstrittenen Zuchtländern begünstigen. Die Bürger werden hierrüber vielfach im Unklaren gelassen. Denn in vielen Staaten, kommen Hormone zum schnellen Wachstum und Gentechnik im Futter zum Einsatz. Vieles davon landet letztlich auf den Teller. Dabei ist artgerechte Rinderzucht sehr kompliziert.

Gentechnik im Futter und Hormone zum Wachstum: Das importierte Rindfleisch

>>Vetion.de<<

„Das Handelsabkommen, das die Abnahme von zehntausenden Tonnen hormonfreien Rindfleisches pro Jahr beinhaltet, wird von der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN scharf kritisiert. … Zudem würden die Tiere laut der Tierschutzorganisation in den USA in sogenannten Feedlots gemästet, was bedeutet, dass die Rinder in kurzer Zeit durch das Füttern von hochkonzentriertem Kraftfutter ein Gewicht erreichen, für das die Tiere auf der Weide etwa drei Jahre brauchen würden. Weiterhin würden in den USA Eingriffe ohne Schmerzmittel und Narkotika durchgeführt.“

„Rinder in kurzer Zeit durch das Füttern von hochkonzentriertem Kraftfutter ein Gewicht erreichen“

Solche Handelsabkommen legen die Arglist der Politik gegenüber der heimischen Landwirtschaft, insbesondere bei dem Rinderzüchtern offen. Einerseits, werden Auflagen, Vorschriften, Gesetze und Bestimmungen immer weiter verschärft. Anderseits, finden hinter verschlossenen Türen heimliche Absprachen statt, um mit Massenimporten von Rindfleisch der heimischen Landwirtschaft zu schaden. Inwieweit heimische Vorschriften im Ausland eingehalten werden können und wer das alles letztlich kontrollieren soll: Über solche Fragen wird dann großzügig hinweg gesehen und zwar auch zum Schaden vieler Bürger.

Handelsabkommen: Zum Schaden der Bürger

Gleichzeitig stellen solche Abkommen auch einen Betrug am Kunden da. Neben hochkonzentriertem Kraftfutter kommen in vielen Länder auch künstliche Hormone zum schnellen Wachstum zum Einsatz. Dieser Hormoncocktail findet sich dann später im Fleisch wieder. Auch das Füttern von genmanipulierten Pflanzen, ist in zahlreichen Staaten gängige Praxis. Kurzum: Über Handelsabkommen werden die meisten gesetzlichen Auflagen einfach unterlaufen und Bürger im Unklaren gelassen. Dabei ist die Zucht und der Umgang mit Rindern, alles andere als einfach.

„Annäherung an ein Rind“ – Immer höchste Vorsicht geboten

>>Agrarheute.com<<

„Bei der Annäherung an ein Rind unterscheidet man zwischen Beobachtungs-, Bewegungs- und Angriffszone. Man kann sich dies zu Nutze machen, um Rinder zu treiben. Tritt man in die Bewegungszone, kann das Rind gezielt gesteuert werden. Beim Eintritt in diese Zone startet das Rind, beim Heraustreten bleibt es stehen. Je nach Eintrittswinkel in diese Zone kann man das Rind geradeaus treiben oder aber auch in andere Richtungen drehen. Die Bewegungszone beginnt jedoch bei jedem Tier individuell.“

Verhalten von Rindern äußerst Kompliziert

Beobachtungs-, Bewegungs- und Angriffszone“ – So einfach ist das bei Rindern nicht. Rinder sind weder Schafe, noch Ziegen und ihr Verhalten ist im Hinblick auf Nutztierrassen, äußerst Kompliziert. Am ehesten sind sie noch mit Wildtieren zu vergleichen, wobei selbst wilde Elche, sich mitunter teilweise schon viel zahmer verhalten. Zwar gibt es zahmere und wildere Rinderrassen, doch selbst bei den zahmeren Rassen, ist immer noch höchste Vorsicht geboten. Die Züchtung der Tiere erfolgt zwar schon seit Jahrtausenden, aber ihre natürliche Wildheit, haben sie nie so richtig verloren.

Begegnungen mit Rindern können tödlich ausgehen

Selbst erfahrene Landwirte, tragen immer wieder Verletzungen beim Umgang dieser Tiere davon. Manchmal gehen solche Begegnungen auch tödlich aus. Ein Rind „denkt“ nun mal in ganz anderen Kategorien als ein Mensch und zu allen Überfluss, kommen noch spontane Handlungen hinzu. Teilweise bewegen diese Tiere abrupt ihren Kopf, weil sie irgendetwas stört – sei es nur eine Fliege – und wenn jemand in den Augenblick im Weg steht, kann er durchaus Verletzungen davon tragen. Die Tiere sind nicht nur vielfach Schwerer wie ein Mensch, sondern weisen auch ungleich mehr Muskelmasse auf. So richtig „durchdenken“ können die Tiere ihre Handlungen auch nicht.

Verhalten von Rindern am ehesten mit Wildtieren vergleichbar

Doch besonders Gefährlich sind die Tiere auf der Weide. Normalerweise lebt auf der Weide immer ein ausgewachsener Bulle mit seinen Kühen zusammen und dieses männliche Rind betrachtet die Herde augenscheinlich als sein „Eigentum“ . Nähert sich ein Mensch dieser Herde, kann der Bulle dies schnell als „Bedrohung“ seiner Herde ansehen und zum Angriff übergehen. Jede rationale menschliche Überlegung greift in solchen Fällen nicht. Ebenso gehen Kühe mitunter blitzschnell in Angriffsmodus über, wenn sie eine „Gefahr“ für ihr Kalb annehmen. All diese Handlungen folgen kaum einer durchdachten Rationalität, sondern sind mehr willkürliche Instinkte. Selbst Tiere die man eigentlich zu kennen glaubt, neigen dennoch zu sehr spontanen Handlungen und Vorsicht sollte immer das oberste Gebot sein. Unter den domestizierten Nutztierrassen, nehmen Rinder beim Verhalten eben eine Sonderrolle ein, die am Ehesten noch mit Wildtierrassen zu vergleichen ist.

 

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