Warum lange Schulwege schlecht für Kinder sind

Screenshot youtube.com

Das ausgedünnte Schulnetz sorgt dafür dass der Schulweg für viele Kinder immer länger wird. Hausaufgaben und Lernen fordern zusätzlich ihren Tribut. Die Freizeit ist somit knapp bemessen und die Zeit ein intaktes Familienleben zu pflegen kaum noch möglich. Dabei wären alternative Lösungen durchaus vorhanden.

>>Lausitzer Rundschau<<

„Aus Sicht der Spree-Neiße-Schulverwaltung sind bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln für eine Hin- oder Heimfahrt einschließlich der Wartezeit beim Umsteigen für Grundschüler 45 Minuten, für die Siebt- bis Zehntklässler eine Stunde und für Schüler ab Klasse 11 zwei Stunden zumutbar. Das hat der Landkreis in seiner Satzung über die Schülerbeförderung so festgelegt.“

 

>>aponet.de<<

„Für viele Menschen beginnt der tägliche Stress schon lange bevor sie am Arbeitsplatz sind: Staus auf den Straßen, Verspätungen und volle Busse und Bahnen kosten Nerven. Auch Kinder und Jugendliche sind davon bereits betroffen. Bei knapp 15 Prozent der Schüler in Deutschland dauert der Schulweg 45 Minuten oder länger. Das hat Folgen für die Gesundheit, wie eine neue Studie der Frankfurt University of Applied Sciences (UAS) zeigt. … „Interessant ist nun, dass Jugendliche, die einen langen Schulweg zurücklegen müssen, signifikant häufiger über mentale Gesundheitsprobleme klagen“, betont Prof. Dr. Andreas Klocke, Leiter des Forschungszentrums Demografischer Wandel (FZDW) der Frankfurt UAS. Während 22,9 Prozent der Jugendlichen mit kurzem Schulweg an mehr als an einem Tag in der Woche von Konzentrationsproblemen berichten, liegt der Wert für Jugendliche mit langem Schulweg mit 29,3 Prozent deutlich höher. Sie sind zudem mit 43,1 Prozent an mehr als an einem Tag in der Woche gereizt. Jugendliche, die einen kürzeren Schulweg zurücklegen müssen, sind im Schnitt auch zufriedener mit ihrer Gesundheit. Während sie zu 82,7 Prozent ihren Gesundheitszustand als sehr gut oder gut einschätzen, liegt der entsprechende Wert für Jugendliche, die 45 Minuten oder länger zur Schule brauchen, nur bei 77 Prozent.“

 

>>Sabine Andresen<<

„Die meisten Kinder dieser Altersgruppe zwischen sechs und elf Jahren stellen ihren Eltern ein sehr gutes Zeugnis aus. Zentral ist dabei die Aufmerksamkeit, die sie bekommen. Sie wünschen sich noch viel gemeinsame Zeit mit Mutter und Vater. Die Anzahl der Stunden ist nicht das wichtigste, sondern wie regelmäßig und verlässlich die Eltern da sind und was sie zusammen machen. … Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Kinder ein gutes Gespür dafür haben, um was sie ihre Eltern am Ende des Monats noch bitten können. Wir haben ihre Antworten mit denen aus einem Fragebogen für die Eltern zu ihrer sozioökonomischen Situation verglichen und die Ergebnisse decken sich.“

 

>>Studiengemeinschaft Werner Kamprath Darmstadt<<

„Die SGD – Studiengemeinschaft Darmstadt bietet Ihnen staatlich anerkannte und geprüfte Fernkurse aus den Bereichen Schulabschlüsse (z. B. Abitur), Sprachen, Wirtschaft, Technik, Informatik & Digitale Medien, Allgemeinbildung sowie Kreativität, Persönlichkeit und Gesundheit.“

Für Schüler sollen zwei Stunden alleine für den Schulweg zumutbar sein. Das entspricht inklusive Rückfahrt vier Stunden Fahrtzeit pro Tag und demnach eine 20-Stunden-Woche. Nur wenige Arbeitnehmer würden so eine Strecke tagtäglich auf sich nehmen. Hinzu kommen Hausaufgaben und Lernen für den kommenden Schultag. So bekommt das Wort „Ganztagsschule“ eine ganz neue Bedeutung. Freie Zeit der Kinder für Familie und Hobbys kommt damit sehr kurz oder fällt gänzlich weg. Dabei zeigen Untersuchungen und Befragungen der Kinder, dass die eignen Eltern und eine intakte Familie sehr wichtig sind.

 

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