Das umstrittene Nutzungsverbot für den Knappensee

Screenshot lmbv.de

Der Knappensee in der Lausitz war ursprünglich ein aufgegebener Tagebau. In den Wirren kurz nach den Zweiten Weltkrieg, kam es unverhofft zu einen Hochwasser. Das über die Ufer tretende Wasser, flutete zunächst einen Schützengraben und danach das Tagebaurestloch. Innerhalb kurzer Zeit war so ein neuer See entstanden. Seit dieser Zeit, haben Anwohner und Natur den See in Beschlag genommen. Diese Idylle wird nun von einen umstrittenen Gutachten gestört, mit weitreichenden Folgen.

>>Sächsische Zeitung<<

„Wenn der Knappensee 2022 für die Nutzung freigegeben wird, dürfen sofort Boote fahren. Baden aber ist nicht automatisch erlaubt, obwohl es Jahrzehnte gang und gäbe war. Damit der Knappensee wieder zum Badesee wird, bedarf es einer behördlichen Genehmigung. Dies sorgte im Sitzungsraum des Rathauses Lohsa für einiges Unverständnis. Im Auftrag des Zweckverbands Lausitzer Seenland arbeitet die Stadtentwicklung GmbH Dresden (Steg) an einem Masterplan für die touristische Nutzung des Knappensees. Dieser wurde jetzt im Lohsaer Gemeinderat vorgestellt. Auch mehr als 40 Bürger wollten sich aus erster Hand informieren lassen.“

 

>>Rechtslupe<<

„Hat ein Verein weder als Eigentümer noch als Pächter Grundstücke in einem Sperrbereich, kann er keine Verletzung in seinen eigenen Rechten geltend machen. Durch ein vorübergehendes Betretensverbot der Uferbereiche wird die Betätigung eines Vereins zur “Erhaltung der natürlichen Bedingungen des Knappensees” nicht in grundrechtsrelevanter Weise berührt. So hat das Verwaltungsgericht Dresden in dem hier vorliegenden Eilverfahren entschieden und den vorläufigen Rechtsschutzantrag des Knappenseerebellen e. V. gegen die Einrichtung eines Sperrgebiets zur Sanierung des in der Nähe von Hoyerswerda gelegenen Knappensees abgelehnt. Das Sächsische Oberbergamt hat im April 2014 im Wege einer sogenannten Allgemeinverfügung “gegenüber jedermann” angeordnet, dass während der Sanierung der Uferbereiche des Sees bestimmte Flächen nicht betreten und genutzt werden dürfen. Bei der Wasserfläche handelt es sich um die Hinterlasssenschaft eines ehemaligen Braunkohletagebaus, der bereits 1944 aufgegeben wurde. Ein Jahr später ist der See durch ein Hochwasserereignis entstanden.“

 

>>Knappenseerebellen.de<<

„Am Knappensee soll der gesamte seit 1944 rekultivierte Uferbereich „bergtechnisch saniert“ , das heißt zerstört werden. Dazu soll dieser 8 Jahre, als vorletzter freier See der Gemeinde Lohsa, gesperrt werden. Von 1953 bis heute ist der Knappensee ein touristisch und wasserwirtschaftlich genutztes Gewässer. Der See ist gemäß dem Sanierungsplan aus 2004 (Braunkohlenplan) sicher für die weitere Nutzung, gebrauchstauglich. Erfolgte Rutschungen in Spreetal, Lohsa und sonstwo sind aber kein Grund für eine Zerstörung des Knappensees, denn dieser ist geotechnisch und auch sonst einmalig. Das sächsische OBA und der LMBV als Ausführender haben bisher um Lohsa keine sicheren Kippen produziert. Ist der Knappensee ein weiteres Versuchsfeld? Weshalb wird eine „Gefahrenabwehr“ verlangt, um den See vollkommen sicher zu machen?“

 

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