Kryptowährungen und Blockchain: Warum wirklich eine Regulierung gefordert wird

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Von verschiedenen Protagonisten wird eine staatliche Regulierung von – Kryptowährungen und Blockchain – gefordert. Rein Formal wird dafür das Argument Transparenz und Sicherheit vorgeschoben: Tatsächlich dürfte es um etwas anderes gehen.

Kryptowährungen und Blockchain: „Wichtiges Zukunftsthema“

>>Handelsblatt<<

„Das verkündet nicht weniger als eine neue digitale Revolution und fordert die Politik zum Handeln auf, damit Deutschland aus Sicht des Verbandes nicht wieder ein wichtiges Zukunftsthema verschläft.“

Umstrittener Blockchain-Bundesverband: Wessen Interessen sie wirklich vertreten

Die Forderung kommt von Blockchain-Bundesverband. Anders als der Name suggerieren will, vertritt der Verband nur eine Reihe von Einzelinteressen und nicht die Interessen der Blockchain. Denn das Wesen von Kryptowährungen und Blockchain ist die Dezentralität. Jede Kryptowährung vertritt hierbei ihre eigene wirtschaftliche Philosophie und verfolgt eigene Ziele. Ein wie auch immer gearteter „Bundesverband“ – ist nur der lebende Beweis dafür: Von fehlenden Verständnis der Materie. Genauso ließt sich auch die Mitgliederliste des Blockchain-Bundesverband: Mit dabei unter anderen eine Volksbank und die Deutsche Telekom. Also ausgerechnet jene Protagonisten, die zuvor faktisch jahrelang Kryptowährungen bekämpft haben. Da das Thema aber nicht mehr verschwindet, folgte nun also eine 180-Grad-Kehrtwende. Auch die EU ist ganz vorn dabei, wenn es um die Regulierungswut geht.

Bundesregierung und EU: Eigene regulierte Kryptowährung

Die EU und die Bundesregierung könnten ja ihre eigene – regulierte – Kryptowährung heraus bringen: Aber davon ist keine Rede. Es geht darum – pauschal alle – Kryptowährungen zu regulieren. Zwar kann sich jeder denken: Das hauptsächliche Ziel dürfte es sein: Die Steuern abzuschöpfen. Formal wird das recht abenteuerliche Argument Sicherheit und Transparenz vorgeschoben. Gerade die Anonymität, treibt aber viele in die Blockchain-Technologie: Nicht jeder will preisgeben, dass er einem Whistleblower Geld spendet oder auch nur die zweite Flasche Wein in der Woche kauft. Selbst das Argument Sicherheit, ist sehr weit hergehohlt: Das zeigt ein ganz praktischer Abgleich, zum – real-gelebten – Bankwesen.

„Täter hätten laut Bericht das Konto übernommen und darüber kriminellen Geschäfte abgewickelt“

>>Berliner Tageszeitung<<

„Beiden Medien liege eine Liste von knapp 400 Konten der „N26“ mit deutschen IBAN-Nummern vor, die für Fakeshops im Internet oder betrügerische Ebay-Konten eingesetzt worden seien. … Die Täter hätten laut Bericht das Konto übernommen und darüber kriminellen Geschäfte abgewickelt. Als der Kunde bemerkt habe, dass etwas faul war, habe er zwei Wochen lang vergeblich versucht, von der Bank dazu Auskunft zu bekommen. Erst auf Nachfrage der beiden Medien sei dem Kunden mitgeteilt worden, dass das Konto geschlossen worden sei.“

Übernommenes Konto: Bank lässt Kunden im Regen stehen

Zu diesem Betrug, gibt zahlreiche regelrecht verzweifelte Kunden. So wie es zu verstehen sei: Erst nach dem einige Medien darüber berichteten, fing die Bank an die Kundenbeschwerden „ernst“ zu nehmen. Neben den reinen Betrügereien mit dem Konten, wurde auch das vorhandene Guthaben gestohlen. Folglich fanden von diesem übernommenen Konten aus auch keine Zahlungen – für Miete, Strom und andere laufende Kosten – mehr statt. Den daraus resultierenden Ärger, kann sich ja jeder selbst vorstellen. Aber es kommt noch viel Schlimmer.

Verfolgt von der Staatsanwaltschaft – Betrogene Kunden: „Verfahren wegen leichtfertiger Geldwäsche“

>>T-Online<<

„Getäuschten Kontoinhabern drohen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hamburg selbst in Fällen, in denen sie mutmaßlich betrogen wurden, Verfahren wegen leichtfertiger Geldwäsche und Zivilklagen von betrogenen Kunden der Online-Fakeshops. „Das ist das Gefährliche daran“, so der auf Geldwäschedelikte spezialisierte Oberstaatsanwalt Gerhard Brinker.“

Auch Betrogene können wegen Geldwäsche angeklagt werden

Auf allzu viel Verständnis der Staatsanwaltschaften und Gerichte, sollte indes niemand bauen. In der Regel sind Täter nicht ermittelbar. Oder diese sitzen in Ländern, die entweder kein funktionierendes Rechtssystem oder mit deutschen Offiziellen überworfen haben. Für Gewöhnlich greifen Deutsche Behörden nur nach denen, die irgendwie Greifbar sind: Und das sind in der Regel die geschädigten Kunden der Bank. Nachdem die betrogenen Kontoinhaber nahezu Pleite sind, dürfte sich der juristische Beistand ohnehin in engen Grenzen halten. Derartiger Betrügereien gehen in die Milliarden, die Täter werden nur sehr selten gefasst und häufig müssen die Geschädigten auch noch dafür die Haftung übernehmen.

Sicherheit: Stable Coin hat eine Golddeckung

Seriöse Summen zu den Betrugsfällen sind nicht ermittelbar: Dürften sich aber in Milliarden-Bereich bewegen. Rein Formal ist für solche Fälle Bafin zuatändig: Aber die schweigt sich zu diesem Thema weitestgehend aus. Abgesehen von trivialen Warnung vor betrügerischen E-Mails, scheint das „große Bild“ zu dem Thema wohl zu „heiß“ zu sein. Fazit: Die Kunden bleiben bei Online-Betrügereien häufig im Regen stehen. Anstatt die Regulierungen von Kryptowährungen zu fordern, sollten der Bankenverband lieber mal ihr eigenes „Geldsystem“ auf Vordermann bringen. Der Stable Coin hat beispielsweise eine Golddeckung: Wogegen der Euro nur durch heiße Luft von Politkern und Bankern gedeckt ist. Schlussendlich dürfte es bei der Regulierung von Kryptowährungen: Lediglich um das Eintreiben von Steuern und die Überwachung der Bevölkerung gehen.

 

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