Versteckte Funktionen: Wozu ein Tsunami-Frühwarnsystem noch gut sein kann?

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Ein Tsunami-Frühwarnsystem in der Nordsee? – Auch wenn es sich merkwürdig anhört: Aber so etwas gibt es wirklich und offenkundig kann so ein Frühwarnsystem offenbar nicht nur Tsunamiwellen erkennen. Aber über solche Themen schweigt sich die Verantwortlichen lieber gegenüber der Öffentlichkeit aus.

„Nordsee unter Kontrolle“ – Muss die flache Nordsee wirklich Angst vor Tsunamiwellen haben?

>>Christian-Albrechts-Universität zu Kiel<<

„Nordsee unter Kontrolle – Schleswig-holsteinische Wissenschaftler und Unternehmen haben in der Nordsee ein Ozeanüberwachungssystem installiert, das überall auf der Welt eingesetzt werden kann. Das Herz der Anlage schlägt in Büsum. … Auslöser für die Entwicklung des Nordsee- Monitoring-Systems war die Tsunami-Katastrophe Ende 2004 im Indischen Ozean.“

„Auslöser für die Entwicklung des Nordsee- Monitoring-Systems war die Tsunami-Katastrophe Ende 2004 im Indischen Ozean“

Also brauchen die Küstenbewohner der Nordsee nun keine Angst mehr vor Tsunamiwellen haben, sofern es die unter vernünftigen Zeitmaßstäben je dort gegeben hat. Doch selbstverständlich stellen in anderen Teilen der Welt diese gefährlichen Wellen eine ernstzunehmende Bedrohung dar.

„Tsunamis können durch Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Erdrutsche im Meer ausgelöst werden“

>>Allianz<<

„Tsunamis können durch Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Erdrutsche im Meer ausgelöst werden. … Global gesehen rechnen wir alle 30 Jahre mit schweren Tsunamis. Die Frühwarnsysteme helfen zwar Menschenleben zu retten, Sachwerte bleiben aber weitgehend schutzlos der Naturgewalt ausgeliefert.“

„Global gesehen rechnen wir alle 30 Jahre mit schweren Tsunamis“

Diese Frühwarnsysteme werden auch exportiert und durch andere Länder betrieben. Dennoch ist eine Halbherzigkeit beim Betrieb zu beobachten, teilweise wurden diese Bojen sogar wieder abgebaut.

„Doch über welche Bojen redet der Mann eigentlich?“

>>Spiegel<<

„Deutschland hat mehr als 50 Millionen Euro in das System gesteckt, inzwischen wird es von Indonesien allein betrieben. Nach deutschen Angaben arbeiten im Warnzentrum in Jakarta das ganze Jahr mehr als 30 Personen im 24-Stunden-Schichtdienst. … Doch über welche Bojen redet der Mann eigentlich? Das fragen sich unter anderem deutsche Forscher. „Da schwimmen seit Jahren keine Bojen mehr im Wasser“, sagt ein Wissenschaftler, der sich mit der Materie auskennt.“

„Da schwimmen seit Jahren keine Bojen mehr im Wasser“

Diese Skepsis ist vielleicht nicht ganz unbegründet. Immerhin sind solche Messbojen mit zahlreichen Sensoren ausgestattet und diese können mitunter noch ganz andere Dinge feststellen.

„Atomtest-Detektoren im Indischen Ozean haben Geräusche aufgezeichnet“

>>Futura-Sciences<<

„Atomtest-Detektoren im Indischen Ozean haben Geräusche aufgezeichnet. Diese Töne entpuppten sich als die Gesänge einer bisher unbekannten Population von Zwergblauwalen. … Ermöglicht wurde der Nachweis durch die Mikrofone der Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organization (CTBTO), einer Organisation, deren Aufgabe es ist, Atomexplosionen auf der Erde zu entdecken, um Atomtests und die Entwicklung von Waffen zu verhindern.“

„Gesänge einer bisher unbekannten Population von Zwergblauwalen“

Sicherlich mag die unbekannten Population von Zwergblauwalen eine schöne Entdeckung sein. – Aber damit ist der Beweis erbracht: Solche Messbojen können noch für ganz andere Zwecke eingesetzt werden. Neben Zwergblauwalen können womöglich auch Schiffe oder sogar Unterseeboote aufgespürt werden und nicht jeder Staat möchte dieses Wissen einfach so preisgeben.