„Sexpressung“ – „Vorstellung, dass ein Unbekannter die Kamera deines Laptops gehackt hat“

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Bei „Sexpressung“ werden die Opfer durch anzügliche Bild- oder Videoaufnahmen erpresst. Kriminelle Hacker können theoretisch auf eingebaute Kameras auf mobile Endgeräte zugreifen und so an dieses Bildmaterial gelangen. Zu allen Überfluss: Die Täter können sich auch auf viel leichtere Weise an Erpressungsmaterial beschaffen und müssen nicht mal über Hackerkenntnisse verfügen. Auch die Polizei hat das Phänomen erkannt.

„Sexpressung“ – „Worum geht es beim Phänome“

>>Bayerische Polizei<<

„Worum geht es beim Phänomen: Sexpressung – Es handelt sich um eine Form der Erpressung aus dem Bereich der Cyberkriminalität. Die Täter versenden unzählige Spam-Emails an Internetnutzer, welche den Empfängern vorgaukeln, dass deren Computer mit einer Schadsoftware infiziert wurde. Diese hätte unbemerkt Videoaufnahmen mit der Webcam aufgezeichnet, welche das Opfer angeblich bei sexuellen Handlungen vor dem PC gefilmt hätte.“

„Unbemerkt Videoaufnahmen mit der Webcam aufgezeichnet“

Allerdings muss die Polizei selbst – relativierendzugeben: Die Masse solcher Fälle sind einfach nur betrügerische Spam-Emails, ohne dass die Absender jemals erpresserisches Material besessen haben. Es wird einfach nur mit Angst und Panik versucht Geld zu verdienen. Ist das ganze Thema damit erledigt? – Mitnichten. Tatsächlich wurden schon mehrfach intimes Bildmaterial durch illegale Hackerangriffe erbeutet.

„Mehr als 1000 private und intime Fotos wurden von ihnen im Internet veröffentlicht“

>>Goslarsche.de<<

„Mehr als 1000 private und intime Fotos wurden von ihnen im Internet veröffentlicht. Jennifer Lawrence, Rihanna und Miley Cyrus, sie alle gehörten zu den Opfern des Hackers Ryan Collins. … Bereits im Mai hatte er sich schuldig bekannt, wobei das Wort von so manchen Nutzern im Internet gerne relativiert wurde. … Gerne fällt auch der Satz: „Wenn ein Promi Nacktbilder von sich macht, ist er selbst schuld.“ Private Aufnahmen sind in der iCloud oder auf GMail, wo die Stars sie abgelegt hatten, nicht sonderlich sicher aufgehoben.“

„Wenn ein Promi Nacktbilder von sich macht“

Jedoch muss auch hier Relativiert werden: Sicherlich mögen darunter auch echte Opfer sein, aber bei vielen Fällen taucht dennoch ein Fragezeichen auf. Schon alleine die Masse der Dateien lässt berechtigte Zweifel aufkommen. Und warum speichern so viele „Opfer“ intimes Bildmaterial auf verhältnismäßig unsicheren Servern ab? Eine einfach Antwort könnte sein: Viele wollten – so merkwürdig es klingen mag – gehackt werden. Immerhin können so viele bekannte und weniger bekannte Prominente auf die Titelseiten gelangen. Dazu sind nur ein paar Fotos und eine Cloud mit unsicheren Passwort nötig und danach ist das Konto recht schnell durch Unbekannte gehackt: Dieser Verdacht ist bei einige Prominenten sicherlich nicht ganz von der Hand zu weisen.

„Hat sich aber in der Vergangenheit und in ihren wilden Zeiten schon immer sehr freizügig gezeigt“

>>Vorarlberg Online<<

„Unbekannte haben Nacktfotos von der Sängerin ins Netz gestellt. Ob es darauf viel zu sehen gibt, was man bisher nicht kennt, ist nicht bekannt. Miley hat sich aber in der Vergangenheit und in ihren wilden Zeiten schon immer sehr freizügig gezeigt.“

„Unbekannte haben Nacktfotos von der Sängerin ins Netz gestellt“ 

Da einfache „Nacktfotos“ offenbar nicht mehr so ziehen, muss zusätzlich noch ein illegaler Hackerangriff oben drauf kommen. Dennoch solle die Angelegenheit keinesfalls verharmlost werden: Denn die Sexpressung ist durchaus als ernste Angeleinheit anzusehen.

„Sexpressung“ – „Nacktaufnahmen in sozialen Netzwerken oder Internetplattformen veröffentlichen“

>>Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf<<

„Sexpressung – Ein junger Mann aus Aachen wurde jetzt Opfer einer solchen Erpressung. 500 Euro solle er auf ein Konto in der Elfenbeinküste einzahlen. Tut er dies nicht, wolle man von ihm Nacktaufnahmen in sozialen Netzwerken oder Internetplattformen veröffentlichen. Man schrecke auch nicht davor zurück, Filmmaterial, das ihn onanierend vor der Kamera zeige, seinem Chef zu schicken. Verzweifelt ging der Mann zur Polizei und erstattete Anzeige.“

„Sexpressung“ – „500 Euro solle er auf ein Konto in der Elfenbeinküste einzahlen“

Solche Bild- oder Videodateien lassen sich – aus Perspektive des Normalbürgers – kaum noch aus dem Internet tilgen. Anders als allgemein vermutet: Die eingebauten Kameras an vielen mobilen Endgeräten sind keineswegs vor jeden Hackerangriffen sicher.

„Wie du erkennst, dass deine Laptop-Kamera gehackt wurde“

>>Nord Security<<

„Wie du erkennst, dass deine Laptop-Kamera gehackt wurde – Die Vorstellung, dass ein Unbekannter die Kamera deines Laptops gehackt hat und dich darüber beobachtet, klingt beängstigend. Das ist nicht so unmöglich, wie du denken könntest. In der Hackerszene nennt man das auch „Camfecting“.

„Vorstellung, dass ein Unbekannter die Kamera deines Laptops gehackt hat“

Es lassen sich sehr wohl durch unbekannte Dritte heimlich Filmaufnahmen erstellen und diese zur Erpressung nutzen. Aber es kann sogar noch viel Schlimmer kommen: Auch ohne Hackerkenntnisse lässt sich solches Bild- und Videomaterial erstellen. Das bringen mittlerweile sogar schon Kinder fertig, was sie regelmäßig in der Schule unter Beweis stellen.

„Wenige Klicks“ – „Schon ist der Kopf der Klassenkameradin auf den Körper der Pornodarstellerin montiert“

>>Süddeutsche Zeitung<<

„Welche Probleme Smartphones an Schulen auslösen können – Es sind nur ein paar wenige Klicks, schon ist der Kopf der Klassenkameradin auf den Körper der Pornodarstellerin montiert und das Sex-Video an die ganze Jahrgangsstufe verschickt. … Die Betroffene wird kurz darauf mit Nachrichten bombardiert – mit Worten und Aufforderungen, die üblicherweise nicht in einem Zeitungsartikel stehen. Die Folgen für die Jugendliche kann sich jeder ausmalen. Ein Einzelfall? Bei weitem nicht, betonen Lehrer und Polizisten unisono.“

„Welche Probleme Smartphones an Schulen auslösen können“

Eigentlich handelt es sich hierbei um kein IT-Problem, sondern um eine grob fahrlässige Aufsichtspflichtverletzung des Lehrers. Die unbeaufsichtigte Nutzung von IT-Geräten durch Minderjährige muss zwangsläufig zu solchen Problemen führen.