Verloren im E-Auto: „Batterien bei Kälte bis zu 50 Prozent ihrer Reichweite einbüßen“

Screenshot blogspot.com

Nicht weniger Autofahrer haben sich klammheimlich im Winter schon mal einen richtigen Geländewaagen mit Allradantrieb gewünscht. Grund: Um bei Eis und Schnee besser voran zu kommen. Die Elektromobilität dreht nun den Spieß genau um. Die ohnehin schon geringe Reichweite der Batterien, wird im Winter noch mal halbiert und bei zugeschalteter Heizung, bleibt dann kaum noch etwas für die eigentliche Fahrt übrig. Unvorhergesehen Dinge – wie ein Stau – können dann schnell zum Alptraum werden.

„Bei Kälte bis zu 50 Prozent ihrer Reichweite einbüßen“

>>Lippische Landes-Zeitung<<

„Wie das Tech-Portal Mashable berichtet, beschweren sich derzeit viele Tesla-Kunden über die niedrige Reichweite ihrer Fahrzeuge. Kommt ein Tesla Model X beispielsweise bei normaler Witterung auf eine Reichweite von 290 Meilen, kann die Reichweite bei Minusgraden auf gerade mal 120 Meilen sinken. … Immer wieder berichten Elektroauto-Fahrer von sinkenden Reichweiten bei Kälte. Der ADAC geht davon aus, dass viele Batterien bei Kälte bis zu 50 Prozent ihrer Reichweite einbüßen.“

E-Auto: Technisch eine große Batterie mit Sitze

Anzumerken hierbei sei, das Tesla Model X stellt so etwas wie das Aushängeschild der gesamten Elektromobilität da. Im Grund genommen, handelt es sich hierbei um eine übergroße fahrende Batterie mit eingebauten Sitzen. Für die meisten Normalsterblichen Menschen, dürfte der Waagen ohnehin unerschwinglich, sowohl in der Anschaffung, als auch im Unterhalt sein.

Billiges Elektroauto bedeutet kleine Batterie mit wenig Leistung und geringer Reichweite

Die meisten anderen Elektrofahrzeuge sind zwar erheblich billiger, aber dafür auch mit einer noch geringeren Reichweite ausgestattet. In der Praxis erreichen die meisten Fahrzeuge nur rund um die 100 Kilometer. Im Winter halbiert sich dieser geringer Wert nochmal und bei eingeschalteter Heizung bleiben dann häufig nur 30 Kilometer oder noch weniger übrig. Mit solchen Werten lässt sich natürlich keine Werbung machen. Bei konventionellen Fahrzeugen, leuchtet  bei so einer geringen Reichweite, bereits eine Warnlampe auf, wo man aufgefordert wird, die nächste Tankstelle schnellstmöglich aufzusuchen. Hingegen bei Elektrofahrzeugen, ist das schon häufig die maximal-verfügbare Reichweite. Ungeachtet des rein praktischen Nutzwertes, stellt es zugleich ein erhebliches Sicherheitsproblem da. Denn 30 Kilometer Reichweite, bedeutet keineswegs 30 Kilometer zurück gelegte Strecke.

E-Auto im Winter: Nur 30 Kilometer Reichweite?

Viele Autofahrer kennen es: Ein liegen gebliebenes Fahrzeug oder eine unerwartete Straßensperre zwingen zu ungeplanten Umwegen oder das Navigationsgerät führt einen in die Irre. Die Praxis des Autofahrens, ist nicht wirklich mit der viel gepriesenen Elektromobilität vereinbar.

>>Focus<<

„Es schneit von den Alpen bis zur Donau und in Sachsen und Thüringen fast ununterbrochen. Bis zu 40 Zentimeter Neuschnee werden in den Alpen erwartet – die Schneedecke wächst dort auf 1,4 Meter. Durch den Neuschnee droht Teilen Deutschlands am Donnerstag ein noch größeres Verkehrschaos als am Mittwoch. … Bereits am Mittwoch kam es zu starken Beeinträchtigungen und Sperrungen auf den Straßen. 40 Zentimeter Neuschnee legten die A72 komplett lahm. Autofahrer standen dort teilweise über zwölf Stunden lang im Stau.“

E-Autohersteller sprachlos: Zwölf Stunden im Stau im Winter

Zwölf Stunden im Stau stehen bei winterlichen Temperaturen in einen Elektroauto? Nichtsdestotrotz, der Gesetzgeber hat hierfür schon die passenden Lösungen parat. Im Bußgeldkatalog ist dieser Fall klar geregelt: Eine vermeidbare Verkehrsbehinderung kann inklusive Abschleppen richtig teuer werden.

Bußgeldkatalog: Abschleppen kann richtig teuer werden

>>TÜV Süd<<

„Beim Elektroauto ist auch die Heizung elektrisch. Die gesamte Insassenkabine ständig auf Kuscheltemperatur zu halten, kostet eine Menge Energie. Wesentlich sparsamer agieren da Sitzheizung und Lenkradheizung. Sie halten ausreichend warm und kosten weniger Reichweite. Zusätzlicher Tipp vom Experten: „Vorheizen! Am besten das Auto über Nacht ans Netz hängen.“

An Lebenswirklichkeit vorbei: Viele Parkplätze weit ab jeder Infrastruktur

Diese ganzen Ratschläge gehen doch sehr weit an der Lebenswirklichkeit vorbei. Nicht überall sind Ladesäulen vorhanden und nicht jeder will dafür Strom bereit stellen. Alleine die Kabelverbindungen entpuppen sich schnell als Stolperfallen. Ohnehin befinden sich in der Praxis, die meisten Stellplätze für Autos weit ab von jeglicher Infrastruktur. Nicht selten müssen völlig eingeschneite und vereiste Autos auf abgelegenen Stellplätzen, erst mal aus den eisigen „Winterschlaf“ befreit werden. Viele Stunden in eisiger Kälte abgestellt, führen nicht nur zu einer geringen Reichweite, sondern auch zu einen Memory-Effekt. Bedeutet: Die Ladekapazität der Batterie sinkt dauerhaft.

Die Beheizung der Insassenkabine dient vornehmlich der Sicherheit

Die Beheizung der Insassenkabine dient vornehmlich der Sicherheit und zwar genauso, wie das Einstellen des Fahrersitzes. Das sind keine Fragen der Bequemlichkeit, sondern schlicht Sicherheitsaspekte. Beschlagene Innenscheiben stellen nämlich ein erhebliches Sicherheitsrisiko da und eine angenehme Temperatur dient vornehmlich dazu, dass sich der Fahrer auf den Verkehr konzentrieren kann. Kalte Füße sind nicht nur unangenehm, sondern führen auch dazu, dass der Fahrer das Gefühl in den Beinen für die Pedale verliert. Politisch werden zwar alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Elektromobilität voran zu treiben, aber für die Sicherheit eventuelle Unfälle etc. haften alleine die Bürger.

 

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