Die Gefahren von kriminellen Parallelgesellschaften in Großstädten

Screenshot vimeo.com

Mit „Parallelgesellschaften“ wird in der öffentlichen Debatte die Vorstellung von ethnisch homogenen Bevölkerungsgruppen verbunden, die sich räumlich, sozial und kulturell von der Mehrheitsgesellschaft abschotten. Der Begriff impliziert zugleich massive Kritik an der Lebensweise von Migrantinnen und Migranten und enthält die Forderung nach kultureller Assimilation. Die Ursache für den freiwilligen oder unfreiwilligen Rückzug aus der Mehrheitsgesellschaft liegt nach Ergebnissen der Migrationsforschung in einer mangelhaften oder verfehlten Integrationspolitik.“ So steht auf der Webseite der >>Bundeszentrale für politische Bildung<< geschrieben. Über das Innenleben dieser „Parallelgesellschaften“ erfährt man allerdings vergleichbar wenig.

>>Web.de<<

„Diese Städte sind nach Auffassung von Experten deutschlandweit am meisten von kriminellen Clan-Strukturen betroffen. „Inzwischen gibt es Stadtviertel, in denen man nur einen bestimmten Familiennamen nennen muss, und alle zucken zusammen“, sagt der Islamwissenschaftler Matthias Rohe der Nachrichtenagentur dpa. Ihre Mitglieder sollen Drogengeschäfte und das Rotlichtmilieu kontrollieren. Es wird ihnen nachgesagt, Schutzgeld zu kassieren, Banken zu überfallen und mit anderen dunklen Geschäften ihr Geld zu verdienen. Sie werden abweichend als kurdisch-libanesische Clans, arabische Großfamilien oder Mhallamiye-Kurden bezeichnet. Heute zählen die meist in den 1970er- und 1980er-Jahren nach Deutschland eingewanderten Clans zu den gefährlichsten Gruppen in der Organisierten Kriminalität. Nach Statistiken des Bundeskriminalamts (BKA) rangieren im Nationalitätenvergleich libanesisch-dominierte Gruppen auf dem neunten Platz. Dabei stellten Libanesen 2014 mit 35.000 Menschen in Deutschland nur 0,04 Prozent der Gesamtbevölkerung. … Allein die Berliner Behörden haben gut ein Dutzend Großfamilien mit oft Hunderten Mitgliedern auf dem Radar. Bis zu 20 Prozent der Angehörigen seien kriminell, schätzt ein Berliner Ermittler bei „Zeit Online“ – insgesamt bis zu 800 Personen. 40 Prozent der Taten im Bereich der Organisierten Kriminalität in der Hauptstadt gehen nach Angaben des Landeskriminalamts auf ihr Konto. Als bekanntester Clan gilt die Abou-Chaker-Familie, die unter anderem beim so genannten Pokerraub im Berliner Grand Hyatt Hotel 2010 beteiligt war und Verbindungen zum bekannten Rapper Bushido unterhält. In Bremen, einem weiteren Ballungsraum, sind nach Angaben der Polizei von 2.590 Mhallamiye-Kurden zirka 1.300 polizeibekannt. Die Hansestadt gilt als Hoheitsgebiet der Miri-Familie. „Mafiaähnliche Strukturen in der Nähe der Organisierten Kriminalität“ nennt es ein Beamter. Was den Behörden die Ermittlungen besonders erschwert, sind die gefestigten Strukturen und Hierarchien der patriarchalisch aufgebauten Familien.“

 

>>Gehört der Islam zu Deutschland?: Anmerkungen zu einem schwierigen Verhältnis von Alfred Schlicht (Buch) <<

„in Phänomen der Parallelgesellschaft sind auch kriminelle Clans, die sich vor allem in den Städten Nordrhein-Westfalens, in Bremen und in Berlin etabliert haben und dort zu einer ernsten Gefahr für die öffentliche Ordnung und zu einer Bedrohung für den Rechtsstaat geworden sind. Hier stehen vor allem Clans im Mittelpunkt, die als Flüchtlinge aus dem libanesischen Bürgerkrieg zwischen 1975 und 1990 zu uns kamen: Palästinenser, Schiiten und – besonders problematisch – Mhallami-»Kurden«, zu denen etwa der berüchtigte Miri-Clan gehört, der seinen Schwerpunkt in Bremen hat. Ob die Mhallami wirklich Kurden sind, ist ungeklärt. Sie migrierten von Mardin in der Osttürkei in den Libanon (seit den 1920er-Jahren), wo eine Vielzahl heterogener religiöser und ethnischer Gemeinschaften koexistiert. Unter der Bedrohung des libanesischen Bürgerkriegs flüchteten sie nach Deutschland. »Es entwickelten sich geschlossene Gesellschaften mit eigenen Regeln«, die eine abgeschottete Eigenexistenz führten, in deren Schutz sie Formen organisierter Kriminalität entwickelten und bis heute weiter konsolidieren und ausbauen. Sie haben z. B. Ableger des berüchtigten »Mongols«-Rockerclubs gegründet und auch Tötungsdelikte begangen – im Oktober 2016 wird in Berlin ein Prozess wegen eines Mordes in diesem Milieu geführt. Dazu kommen kriminelle Banden aus türkischem, kurdischem, jesidischem oder arabischem Milieu. Glücksspiel, Prostitution und Schutzgelderpressungen sind ebenso typisch wie Drogenhandel und Blitzeinbrüche. Längst müssen Zuhälter, die nicht den führenden Clans mit islamischem Migrationshintergrund angehören, ihrerseits »Schutzgelder« bezahlen (teilweise 50 % ihrer Einnahmen). Geldwäsche wird betrieben, indem die Gewinne aus illegalen Aktivitäten in legale Geschäfte (Autoverleih, Restaurants etc.) investiert werden. Spektakuläre Raubüberfälle in Berlin, wie etwa auf das »Kaufhaus des Westens« (Dezember 2014) oder ein Poker-Turnier im Hyatt Hotel (März 2010) gehen auf das Konto der nahöstlichen Banden. Die 18 bis 20 Großfamilien in Berlin, die stark kriminell belastet sind, haben fast 9000 Mitglieder, neue »Mitarbeiter« rekrutieren sie gerne im Flüchtlingsmilieu, wo sie mit schnellen und hohen Einkünften werben.“

 

>>Focus<<

„Aber darüber, wie die Clans sich ihr Gebiet aufteilen und wie sie arbeiten, ist bisher wenig bekannt. … In Duisburg-Marxloh fährt die Polizei aus Sicherheitsgründen nur noch mit mindestens zwei Streifenwagen zu Einsätzen. … Im September hatte die „Rheinische Post“ über drei Familienclans berichtet, die Marxloh kontrollieren und abhängig vom Anlass gemeinsame Sache machen oder gegeneinander arbeiten.“

 

>>Deutschland in Gefahr: Wie ein schwacher Staat unsere Sicherheit aufs Spiel setzt von Rainer Wendt (Buch) <<

„In den Achtzigerjahren und danach haben wir in Deutschland das Thema Integration von Einwanderern gründlich vermasselt. In Duisburg-Marxloh sieht man das, in Bremen, Essen, Berlin und anderswo. Parallelgesellschaften, Abschottung, eigene Justiz, eigene Sprachen, Regeln, Gesetze, Spott und Verachtung für unseren Staat, für unsere Regeln, unsere Art zu leben, Demütigung und Unterdrückung von Frauen, Attacken gegen die Polizei und den Staat insgesamt. Wer sehen will, kann es sehen. Wollen aber nicht alle. Im Berliner Neukölln beschreibt die Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey die Lage ziemlich schonungslos: Bei der Grundschule um die Ecke betrage der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund etwa 80 Prozent. An der Zehlendorfer International School sei das ähnlich.“

Diese Familien beherrschen mehr oder weniger offen ganze Stadtteile und die übrig gebliebene Bevölkerung muss entweder wegziehen oder sich den örtlichen Gepflogenheiten unterordnen.

 

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