Mythos Energiewende: „Wie lange glauben Sie können Sie die Menschen damit noch blenden?“

Screenshot vimeo.com

Viellerorts gehen Strom- und Heizkosten durch die Decke. Die Nebenkosten werden mehr und mehr zu einer zweiten Miete. Folge: Schlichtes Wohnen verkommt zu einen echten Luxusgut. Bei sozialer Hilfsbedürftigkeit werden die Strom- und Heizkosten nur noch anteilig erstattet: Und in Zukunft, könnte es noch viel schlimmer kommen.

Hartz IV: Campingplatz statt Wohnung

>>Focus<<

„Weil Wohnraum in der Stadt Westerburg knapp ist, soll das örtliche Jobcenter Hartz-IV-Empfängern geraten haben, sich auf einem nah gelegenen Campingplatz einzuquartieren. … Deshalb soll das Jobcenter vor Ort seinen „Kunden“ ganz offiziell empfohlen haben, sich bei dem Campingplatzbetreiber zu melden. Unsinn, sagt die Geschäftsleitung des Jobcenters jetzt. In einer Stellungnahme gegenüber FOCUS Online betont die örtliche Behörde, dass Mitarbeiter „zu keinem Zeitpunkt Leistungsempfänger an Unterkünfte auf dem Campingplatz ‚Zum Katzenstein‘ vermittelt“ haben. Im Übrigen sei durch den Aufenthaltsort die Integration ins Arbeitsleben erschwert.“

Behördliche Vertreibung: Der Campingplatz muss reichen

Klassischer Behördenduktus: Eine Behauptung dementieren, die niemand aufgestellt hat. Auf den Punkt gebracht: Die Behörde stellt eine Lüge auf. Die unliebsame Tatsache, das Wohnen mittlerweile zu einen Luxusgut verkommen ist: Die will von amtlicher Seite niemand so richtig kommentieren. Dabei ziehen sich insbesondere Hartz-IV-Behörden oder Jobcenter sukzessive aus ihrer sozialen Verantwortung zurück.

„Es ist erstaunlich und erschreckend zugleich wie weltfremd Menschen in manchen Amtsstuben entscheiden“

>>Bild<<

„Es ist erstaunlich und erschreckend zugleich, wie weltfremd Menschen in manchen Amtsstuben entscheiden. … eine Zwei-Zimmer-Wohnung für 544 Euro – sechs Euro weniger als die derzeitige Miete. Doch das Jobcenter lehnt das Angebot ab! Dabei liegt die Kaltmiete mit 420 Euro rund 10 Euro unter der Obergrenze! Das Problem: Im Amt addiert man rund die Hälfte der Heizkosten zur sogenannten Bruttokaltmiete, landet so bei 483,61 Euro. „Wir haben sogar angeboten, die 54 Euro zu viel von unserem Arbeitslosengeld zu zahlen“, so Fiebrandt. Doch dann würde das Amt weder für die Kaution noch für den Umzug aufkommen – rund 3000 Euro. Elide Marous: „Das Geld haben wir einfach nicht.“ Sie fürchtet jetzt um noch viel mehr als um das Dach über dem Kopf. „

„Erstatten viele Kommunen bei sozialer Hilfebedürftigkeit die Heizkosten nur noch anteilig“

>>Wuppertal Institut (PDF-Datei) <<

„Zum einen haben die enormen Strompreiserhöhungen der letzten fünf Jahre nicht zu einer entsprechenden Anpassung der Regelsätze geführt, zum anderen erstatten viele Kommunen bei sozialer Hilfebedürftigkeit die Heizkosten nur noch anteilig.“

Was manchmal scherzhaft als „zweite Miete“ bezeichnet wird: Das ist ein ernstzunehmendes Problem. Strom- und Heizkosten werden nur noch anteilig übernommen. Auch in diesen Bereich: Stiehlt sich der Staat aus seiner sozialen Verantwortung. Die Abschaltung von Kohle- und Kernkraftwerken, dürfte die soziale Lage noch weiter verschärfen: Neuer Luxus – Eine durchgehende und zuverlässige Stromversorgung.

Bundesumweltministerium: „Grundlast wird es im klassischen Sinne nicht mehr geben“

>>Bundesumweltministerium<<

Martin Erkelenz

„Welche Energieform soll nach der Abschaltung der Kohle- und Kernkraftwerke die Grundlast sichern bzw. diese Kraftwerke ersetzen?“

 

Bundesumweltministerium

„Grundlast wird es im klassischen Sinne nicht mehr geben. Wir werden ein System von Erneuerbaren, Speichern, intelligenten Netzen und Lastmanagement haben.“

 

Marcus Brühl‏

„Nette Antwort – das Problem wird einfach wegdefiniert.“

Nuklearia

„Natürlich wird es auch künftig GrundLAST geben, nur leider keine GrundVERSORGUNG mehr.“

 

Bundesumweltministerium‏

„Es ist anders – und das ist die Botschaft die Atomkraftfreunde natürlich nicht gerne hören.“

 

Nuklearia

„Oh, das müssen Sie uns bitte genauer erklären! Wir haben zu jedem Zeitpunkt einen Strombedarf von mindestens 40 – 45 GW. Selbst wenn wir das drücken könnten, ein beträchtlicher Mindestbedarf bleibt IMMER. Das ist die Grundlast. Inwiefern wird es die künftig nicht mehr geben?“

 

Bundesumweltministerium‏

„Weil wir moderner und smarter werden, als Sie das im Moment noch für möglich halten.“

 

Nuklearia

“ »Moderner und smarter« – das sind Buzzwords, aber kein Plan. Das ist ein argumentativer Offenbarungseid. Wie lange, glauben Sie, können Sie die Menschen damit noch blenden? Aber vielen Dank für die Bestätigung!“

Weder Falschnachricht noch Satire, sondern eine – echte Aussagen – des Bundesumweltministerium‏s. „Weil wir moderner und smarter werden, als Sie das im Moment noch für möglich halten.“ – Es dürften die Schwächsten der Gesellschaft sein, die als erstes die Energiewende zu Spüren bekommen.

 

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