Unfälle & Führerscheinentzug: Die trügerische Sicherheit von Fahrzeugassistenzsystemen

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Fahrzeugassistenten sollen die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen: Bis zu einem bestimmten Punkt mag es gewiss Richtig sein. Aber mit jeden verbauten Fahrzeugassistenten nimmt die Komplexität des Fahrens zu. Auch die Autopilot-Systeme stellen im Endeffekt nur „Fahrzeugassistenten“ dar: Schließlich kaum ein Hersteller will für eventuelle Unfälle durch diese Systeme zur Verantwortung gezogen werden.

Fahrzeugassistenzsysteme und ihre trügerische Sicherheit

Tatsächlich können viele moderne Fahrzeugassistenten nur eine trügerische Sicherheit bieten. Sogar die Bedienung eines Scheibenwischers kann zum Verlust des Führerscheins führen. Und über die Unfallgefahr solcher Systeme will keine offizielle Behörde eine Stellungnahme abgeben, obwohl die vielen Meldungen kaum noch zu leugnen seien.

„Meldungen über tödliche Unfälle mit dem Tesla-Autopilot-System reißen nicht ab“

>>auto motor und sport<<

„Meldungen über tödliche Unfälle mit dem Tesla-Autopilot-System reißen nicht ab. … Die Behörde untersucht seit Jahren tödliche Tesla-Unfälle. Sie untersucht, untersucht und untersucht – Konsequenzen aus diesen Untersuchungen sind bisher nicht bekannt.“

„Behörde untersucht seit Jahren tödliche Tesla-Unfälle“ – „Sie untersucht, untersucht und untersucht“

Speziell bei Autopilot-System taucht die sehr berechtigte Frage auf: Inwieweit der menschliche Fahrer überhaupt noch Gewalt über das Auto hat? Die Autopilot-System-Software ist weitestgehend geheim und im Nachhinein zu klären: Wer nun welche Handlung vor dem Unfallgeschehen getan hat?

Fahrzeugassistenzsysteme: Wer trägt im Zweifel die Schuld bei einen Unfall?

Zumal es für solche Systeme keine echte Ausbildung gibt. Bei Flugzeugen sind schon länger Autopiloten eingebaut, aber die Luftfahrt – besonders bei Langstrecke – lässt sich kaum mit den quirligen Straßenverkehr vergleichen. Immerhin werden die Piloten mit dem System ausgebildet, aber nicht jeder Pilot darf jeden Flugzeugtyp fliegen. An dieser Stelle tritt bereits die Komplexität dieser Autopilot-Systeme hervor. Außerdem ist die Technologie so eng mit allen übrigen Systemen verzahnt, dass sie ohne weiteres nicht einfach abgeschaltet werden kann. Und die verantwortlichen staatlichen Behörden sind nicht nur in der USA beim Thema einfach abgetaucht, was sich längst auf andere Bereiche erstreckt.

„Bedienung des Scheibenwischers via Touchscreen sei ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung“

>>RedaktionsNetzwerk Deutschland<<

„Schöne, neue Autowelt: Wie andere Hersteller setzt auch Tesla zunehmend auf Touchscreens, mit denen Funktionen des Autos gesteuert werden können. Einem Autofahrer ist das nun zum Verhängnis geworden: Ein Gericht urteilte, die Bedienung des Scheibenwischers via Touchscreen sei ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung – und entzog dem Mann den Führerschein.“

„Bedienung des Scheibenwischers via Touchscreen sei ein Verstoß“ – „Entzog dem Mann den Führerschein“ 

Das Gericht hat aber vergessen zu erwähnen: Das viele Fahrzeugfunktionen faktisch nur noch via Touchscreen bedienbar seien. Dennoch sind solche Fahrzeuge offiziell zugelassen worden. Ähnliches trifft auch auf Autopilot-Systeme zu. Die Verantwortung wird einfach einseitig auf die Autofahrer abgeschoben und das kann selbst bei geparkten Autos mittlerweile gefährlich sein.

„Qualmendes Bürgermeister-Elektroauto im Wassertank gelöscht“

>>Golem<<

„Qualmendes Bürgermeister-Elektroauto im Wassertank gelöscht – Der BMW i3 des Bürgermeisters von Alpen hat nur noch Schrottwert. Weil der Akku qualmte, versenkte die Feuerwehr das Elektroauto in einem Tank. … Über die Leitstelle wurde Spezialgerät der Berufsfeuerwehr Duisburg angefordert, die einen Kran und einen Containertransporter beisteuerte. In diesem wurde das Fahrzeug in einem Wasserbad versenkt, um den Akku zu kühlen. Die Wärmeentwicklung wurde während des gesamten Einsatzverlaufs mittels Wärmebildkamera kontrolliert.“

Kleinwaagen ist nur mit teuren Spezialgerät zu löschen

Leider ist nirgends zu erfahren: Was solch ein Einsatz eigentlich kosten soll? Zum reinen Einsatz der Feuerwehr muss zusätzlich noch allerhand Spezialgerät bezahlt werden. Das Fahrzeug muss mehrere Tage im Wasserbad verweilen. Das Wrack selbst – inklusive der überdimensionierten Batterie – muss danach kostenintensiv durch Spezialfirmen entsorgt werden. Sogar das kontaminierte Löschwasser fällt als teurer Sondermüll an. Das ganze Theater wird nur für einem winzigen Kleinwaagen veranstaltet, dessen praktischer Nutzwert sehr überschaubar ausfällt.

Keinesfalls Löschen: Warum man brennende Autos besser brennen lassen sollte

Zugleich kommen Sicherheitsaspekte ganz anderer Art noch hinzu. Beim Anblick eines rauchenden Autos wollen viele Menschen beherzt zum Feuerlöscher greifen, um Schlimmeres zu verhindern. Immerhin kann solch ein Brand auf andere Fahrzeuge oder Gebäude leicht übergreifen. Aber die riesige Batterie dieser Fahrzeuge macht gewöhnliches Löschen unmöglich. Mehr noch: Es besteht die Gefahr einen lebensgefährlichen Stromschlag zu erhalten. Aber mittlerweile haben die Hersteller das Problem erkannt und eine recht eigenwillige Lösung dafür gefunden.

Selbstentzündung: „Scheinbar ohne äußere Einwirkung, in Brand geraten sind“

>>Elektroauto-News.net<<

„Akku-Reichweite sinkt nach einem Software-Update, welches die Langlebigkeit verbessern soll – Anlass hierfür waren Tesla Model S Fahrzeuge, welche in letzter Zeit, scheinbar ohne äußere Einwirkung, in Brand geraten sind. Electrek erhielt in der vergangenen Woche allerdings vermehrt die Rückmeldung von Tesla-Besitzern, welche über einen signifikanten Reichweitenverlust von 20 bis 49 Kilometer über einen kurzen Zeitraum verzeichnet haben.“

„Nach einem Software-Update“ – „Reichweitenverlust von 20 bis 49 Kilometer“ 

Bei der ohnehin sehr limitierten Reichweite machen 20 bis 49 Kilometer an Reichweitenverlust sehr viel aus. Aber der Vorfall macht noch etwas anderes deutlich: Selbst nach Jahren kann der Hersteller über das Fahrzeug noch frei verfügen. Theoretisch wäre auf diesem Wege auch die komplette Stilllegung der Autos aus der Ferne möglich. Aber über all diese Dinge findet keine Debatte statt. Dafür steht die Wichtigkeit ganz anderer Themen vorn.

„Ladeinfrastruktur in der Region mit Hilfe von Fördergeldern weiter ausgebaut“

>>Alles-Lausitz.de<<

„Stück für Stück werde die Ladeinfrastruktur in der Region mit Hilfe von Fördergeldern weiter ausgebaut. Ein wichtiger Bestandteil seien Schnellladesäulen. Diese würden es Langstreckenfahrern ermöglichen, in kürzester Zeit Strom zu tanken.“

Wer soll dieses kostspielige Ladeinfrastrukturnetz langfristig unterhalten?

Ob schon mal irgendwann ein Tankstellennetz mit Steuergeldern errichtet wurde? Wäre diese Technologie tatsächlich so erfolgreich, dann würde sie sich ganz ohne Fördergelder durchsetzen. Aber beinahe in jeden Aspekt des Elektroautos fließen staatliche Subventionen hin.

 

–W E R Β U Ν G–

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