Osterreiten in der Lausitz

Screenshot youtube.com

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Das Osterreiten dürfte eines der bekanntesten religiösen Osterbräuchen in der Lausitz sein. Das genaue Alter der Prozessionen lässt sich nicht mehr ermitteln. Die traditionelle Streckenführungen schwanken zwischen zehn und 40 Kilometern, dabei ist zu beachten: Es existiert nicht „das“ Osterreiten. Jede Prozessionen hat nicht nur seine eigene Streckenführung, sondern auch eine bisschen andere religiöse Abhandlung.

Bei der evangelischen Kirche in Zerkwitz, findet die Prozession ohne Gesang – als stille Prozession – statt und bei allen anderen wird während des gesamten Zeit gesungen. Viele Pferde sind mit historischen Zaumzeug geschmückt und die Reiter festlich gekleidet. Von auswärtigen Gästen wird die Osterprozessionen manchmal leichtfertig als touristische Spektakel abgetan, dabei ist es in Wirklichkeit keine Touristenveranstaltung. Selbst Stände und irgendwelche Souvenirhändler am Rande sind verpönt. Das traditionellen Osterreiten beruht auf einer historisch langen Tradition und auf einer inneren Überzeugung der Teilnehmer.

 

Osterreiten zwischen Zerkwitz und Klein Radden

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Das Osterreiten zwischen Zerkwitz und Klein Radden hebt sich durch ein paar Besonderheiten von den übrigen Osterreiter-Prozessionen in der Lausitz ab. Überwiegend durch äußere Umstände musste lange Zeit die Reiterprozession ruhen. Erst im Zuge der Wiedervereinigung konnte der Brauch neu belebt werden. Nichtsdestotrotz kann sich die Prozessionen über eine hohe Beliebtheit in der Bevölkerung erfreuen.

 

Saatreiterprozession

Screenshot twitter.com

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Die Ursprünge der Saatreiterprozession rühren vermutlich noch aus vorchristlicher Zeit her und sollten in der sehr ländlich geprägten Lausitz für eine kommende gute Ernte sorgen. Es handelt sich dabei um eine recht große Prozession mit etwa knapp 100 Reitern. Das Zisterzienserinnenabtei Klosterstift St. Marienthal nimmt hierbei eine Schlüsselrolle ein. Die Saatreiterprozession wird Umgangssprachlich zur den Osterreiten dazu gezählt. In vielen Familien wird dieser Tradition schon seit vielen Generationen hoch gehalten.

 

Kreuzreiterprozession

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Erste schriftliche Belege der Kreuzreiterprozession reichen bis ins Jahr 1541 zurück. Die Wittichenauer Prozession wird in Sorbisch und Deutsch gesungen und gebetet. Besonders in der Kreuzreiterprozession wohnt innerhalb der Osterbräuchen in der Lausitz ein hoher Stellenwert inne.

 

–W E R Β U Ν G–

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