Indonesien: Priester sieht Anschlag als „Zeugnis für die Welt“

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Sprengsatz detoniert nach Gottesdienst, keine Todesopfer unter Kirchgängern

Nach dem Bombenanschlag auf eine Kirche in Makassar, Südsulawesi (Indonesien), waren Partner von Open Doors vor Ort. „Dieser Anschlag hat ein Gefühl der Unsicherheit unter den Gläubigen verursacht, besonders im Vorfeld des Karfreitags- und Osterfestes“, berichtet eine von ihnen. Dass allerdings außer den Attentätern niemand sein Leben verloren hat, sorgt für Staunen und Dankbarkeit

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Von Open Doors

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Bewahrung der Sicherheitsleute kommt Wunder gleich

Wilhelmus Tulak ist einer der Priester der Kirche von Makassar. Ari Hartono*, ein weiterer Partner von Open Doors, hatte Gelegenheit mit ihm zu sprechen. Tulak berichtete, dass von den 14 Verletzten neun Mitglieder seiner Gemeinde waren. „Was in meiner Kirche geschehen ist, ist ein Zeugnis für die Welt“, betont er. Gott habe die Gemeindemitglieder beschützt: Selbst die zwei Sicherheitsleute, die den Attentätern den Zugang verwehrten, hätten im Moment der Explosion nur einen bzw. zwei Meter entfernt von den beiden gestanden. Dass sie nur leicht verletzt überlebt hätten, komme einem Wunder gleich.

Zum Gottesdienst vor dem Anschlag waren wegen der Covid-bedingten Einschränkungen nur 150 Besucher in die Kirche gekommen, die Platz für 400 bietet. Regulär finden hier fünf Mal am Tag Gottesdienste statt. Die Bombe explodierte nach dem zweiten Gottesdienst, als die meisten Gemeindemitglieder die Kirche bereits durch ein Nebentor verlassen hatten. Der Anschlag wurde an dem zu der Zeit noch geschlossenen Haupttor verübt. Die meisten Verletzungen wurden durch umherfliegende Metallteile verursacht.

Wachsender Einfluss der Islamisten fordert Christen heraus

Nach Auskunft der Polizei handelt es sich bei den getöteten Attentätern um einen Mann und eine Frau, die der islamistischen Gruppierung Jamaah Ansharut Daulah angehörten. Der Anschlag weckt Erinnerungen an Angriffe auf Christen in den vergangenen Jahren. Vor genau vier Monaten, am 27. November 2020, wurden vier Gläubige in einem abgelegenen Dorf in Sigi, Zentralsulawesi, gezielt getötet. 2018 rissen Selbstmordattentäter bei zeitgleichen Bombenattentaten auf drei Kirchen in der Stadt Surabaya 14 Menschen mit sich in den Tod, Dutzende wurden verletzt.

Der Einfluss islamischer Extremisten nimmt seit Jahren zu und beeinflusst das gesellschaftliche Klima. Besonders in islamisch dominierten Landesteilen wie Südsulawesi bekommen die Christen dies an vielen Stellen des täglichen Lebens zu spüren. Open Doors Partnerin Novi betont: „Beten Sie bitte für unsere Brüder und Schwestern in Indonesien, dass sie sich nicht dem Geist der Angst und Einschüchterung beugen, sondern in Zeiten wie diesen stark bleiben und Mut haben“.

*Name geändert

 

–W E R Β U Ν G–

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