Zigaretten vs. E-Zigaretten: Kippen sind schädlicher

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Wer meint, dass klassische Tabak-Zigaretten und E-Zigaretten dasselbe sind, der irrt. Während bei normalen Zigaretten Rauch produziert wird, inhaliert man bei E-Zigaretten lediglich Dampf. Die einzufüllenden Flüssigkeiten, welche durch den Verdampferkopf verarbeitet werden, heißen Liquids. E-Zigaretten Liquid Shops gibt es zuhauf im Internet. Diese Liquids sind mit und ohne Nikotin erhältlich. Beim Dampfen werden weitaus weniger krebserregende Substanzen konsumiert, weshalb Experten in Großbritannien schon seit geraumer Zeit zum Umstieg raten. Aktuelle Studien untermauern diese Empfehlung.

Vor einigen Jahren wurde bereits ein Cochrane-Gutachten in Bezug auf E-Zigaretten als Maßnahme zur Raucherentwöhnung publiziert. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lagen lediglich 15 Studien zum Thema vor. Inzwischen sind es mehr als 50, sagt die Gesundheitswissenschaftlerin Jamie Hartmann-Boyce. Sie ist Mitglied der Cochrane-Forschungsgruppe an der Oxford Universität in England, welche sich rund um das Thema Raucherentwöhnung mit E-Zigaretten dreht.

Zehn Prozent der Raucher konnten mit E-Zigaretten auf das Rauchen verzichten

Die meisten Studien zum Thema stammen aus Großbritannien, Italien oder aus den USA. In diesen leiten die Gutachter aus der Cochrane-Forschungsgruppe ab, dass es in sechs von hundert Fällen zum Erfolg führt, wenn Tabakraucher das Qualmen aufgeben und dazu auf nikotinhaltige Produkte wie Pflaster oder Kaugummis zurückgreifen. Fällt die Wahl zur Raucherentwöhnung dagegen auf E-Zigaretten, schaffen es sogar zehn von hundert Konsumenten, dem Tabak Leb wohl zu sagen, so Hartmann-Boyce.

Die Gesundheitswissenschaftlerin gibt an, dass dies erst einmal nicht nach einer besonders hohen Zahl klingen mag. Würden wir in einer perfekten Welt leben, würde jeder ambitionierte Raucher ganz einfach mit dem blauen Dunst Schluss machen. In der Realität gestaltet sich das Vorhaben jedoch als äußerst schwierig. Aus diesem Grund macht es schon einen deutlichen Unterschied, wenn es zehn von hundert Rauchern und Raucherinnen schaffen. Schließlich handelt es sich dabei um das Beste, was man für die eigene Gesundheit tun könne, so Hartmann-Boyce. Dabei kommt es anscheinend auf das enthaltene Nikotin an. In den vorhandenen Studien sind außerdem bis dato noch keine Nebenwirkungen durch das Dampfen aufgefallen, welche als bedenklich einzustufen sind. Dies äußerte die US-amerikanische Medizinerin Nancy Rigotti, welche ein Tabakforschungszentrum in Boston leitet.

Sie gibt an, dass E-Zigaretten gut vertragen werden und dass bis jetzt keine ernsten Gesundheitsschäden aufgetreten sind. Diese Aussage bezieht sich allerdings nur auf die kurzen Zeiträume, in denen die Studien durchgeführt wurden. Unabhängig von allen bereits durchgeführten Studien ist bekannt, dass Tabak wesentlich gesundheitsschädlicher ist, als die verdampfte Flüssigkeit in E-Zigaretten. Der Rauch einer herkömmlichen Zigarette enthält etwa 4.800 Chemikalien. Davon sind über 90 Substanzen bekanntermaßen krebserregend. Das betrifft zum Beispiel folgende Inhaltsstoffe:

  • Arsen
  • Cadmium
  • Benzol
  • Blei
  • Nitrosamine
  • Formaldehyd

Die Liquids für E-Zigaretten ermöglichen jedoch einen variablen Nikotingehalt. Von 0 bis 19,6 mg Nikotin pro Milliliter Flüssigkeit ist alles dabei. Man hat also durch die E-Zigaretten die Möglichkeit, den Nikotingehalt anzupassen. Herkömmliche Tabak-Zigaretten weisen einen Nikotingehalt von 0,5 bis 1 mg pro Zigarette auf. Damit bietet die E-Zigarette den Vorteil, den Nikotinkonsum besser kontrollieren zu können. Mit jedem Zug am Dampfer wird eine konstante Menge Nikotin abgegeben. Damit wird einem die Möglichkeit eingeräumt, den Nikotinkonsum nach und nach zu reduzieren, um letztendlich auf nikotinfreie Liquids umsteigen zu können.

Liquids aus dem Liquid Shop kommen mit weitaus weniger Inhaltsstoffen aus. Grundsätzlich dominieren nur zwei Substanzen:

  • Propylenglycol (PG)
  • Vegetable Glycerin (VG)

Beide Substanzen werden bereits seit vielen Jahren in der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie verwendet und wurden von der EU als unbedenklich eingestuft. In kleinen Mengen kann das PG ohne Bedenken in Medikamenten, Kosmetika und Lebensmittel verwendet werden. Wenn man einmal einen genaueren Blick auf die Inhaltsstoffe von Butter oder Bier wirft, wird man feststellen, dass PG in beiden Lebensmitteln enthalten ist. Deklariert wird die Substanz unter der Bezeichnung E1520.

VG ist die Abkürzung für Vegetable Glycerin, was übersetzt so viel wie pflanzliches Glycerin bedeutet. Auch VG ist in vielen Lebensmitteln enthalten. Es wird außerdem in den Nebelmaschinen verwendet, welche wir aus der Diskothek kennen. VG findet man im Rahmen der Zutatenliste unter der Bezeichnung E422, welches häufig in Joghurts oder Speiseeis vorkommt.

Worin unterscheiden sich PG und VG?

Die wesentlichen Unterschiede der beiden Substanzen liegen in der Wirkung und Struktur.

Was bewirkt PG?

Das Propylenglykol gilt als Aromaträger im Liquid für E-Zigaretten. Außerdem sorgt das PG dafür, dass im Hals das typische Kribbeln ausgelöst wird. Dieses wird als Throat Hit bezeichnet. Dieses Gefühl kennt man bereits von der herkömmlichen Tabak-Zigarette. Bei der Auswahl der Liquids sollte man immer den PG-Gehalt des Produktes im Auge behalten. Ist der Gehalt an Propylenglykol zu hoch, kann dies zu vermehrtem Kratzen im Hals und zu einem trockenen Mund führen. Wenn man also ein Liquid mit hohem PG-Gehalt auswählt, bietet es sich an, mehr Wasser zu trinken.

Was bewirkt VG?

Dabei handelt es sich um die Substanz, welche für die Dampfmenge im Liquid verantwortlich ist. Das bedeutet: Je mehr VG im Liquid enthalten ist, umso mehr Dampf wird beim Erhitzen der Flüssigkeit produziert. Das pflanzliche Glycerin gestaltet sich in seiner Konsistenz als sehr weich, womit sich die Substanz im Hals als angenehm erweist.

Neben diesen beiden Hauptbestandteilen werden Liquids mit Aromen versetzt, welche wir ebenfalls schon aus der Lebensmittelindustrie kennen. Diese sind häufiger Bestandteil von Joghurts und Speiseeis. Und nicht zuletzt wird den Liquids Wasser beigemengt, um deren Fließeigenschaften zu verbessern. So stellen die Hersteller zeitgleich sicher, dass der Verdampferkopf keine Schäden davonträgt.

Ein wesentlicher Vorteil von E-Zigaretten gegenüber herkömmlichen Zigaretten, bezieht sich auf die Vielfalt der zu verdampfenden Flüssigkeit. Denn Liquids werden in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen angeboten. Der Klassiker definiert sich über fruchtige Aromen, welche besonders beliebt sind. Damit zieht beispielsweise die klassische Erdbeere oder der aromatische Pfirsich als Aroma in den Dampfer ein. Auf diese Weise profitiert man von deutlich mehr Geschmack, als es mit einer klassischen Tabak-Zigarette möglich ist. Während herkömmliche Zigaretten lediglich würzig schmecken oder maximal mit einem Menthol-Aroma angereichert sind, kann man seine Liquids ganz nach dem persönlichen Geschmack oder seiner Stimmung auswählen.

Mehr Abwechslung mit Liquids aus dem E Zigarette Liquid Shop

Auch für Naschkatzen werden die passenden Liquids angeboten. Sinnliche Aromen wie Licorice & Coconu“ oder Stracciatella können nach Herzenslust verdampft werden. Diese Leckereien gehen garantiert nicht auf die Figur. Im E-Zigaretten Liquid Shop findet man eine große Auswahl an unterschiedlichen Aromen. Wenn man es irgendwann geschafft haben sollte, alle Liquids durchzuprobieren, können diese auch untereinander gemischt werden. Auf diese Weise sorgt man für ordentlich Abwechslung und genießt dabei das gute Gefühl, auf krebserregende Stoffe wie Formaldehyd zu verzichten.

E-Zigarette vs. Zigarette: Die Vorteile in Zahlen ausgedrückt

Der Dampfer wird von vielen Herstellern als E-Zigarette deklariert. Diese Bezeichnung ist jedoch wenig zutreffend und damit irreführend. Schließlich kommt es beim Dampfen nicht zur Verbrennung von Tabak, wie es bei einer herkömmlichen Zigarette der Fall ist. Das Liquid, also die aromatisierte Flüssigkeit, wird in den Tank der E-Zigarette eingefüllt, wo es mittels Heizdraht auf 80 bis 120 Grad erhitzt wird. Die Temperatur richtet sich danach, wie stark man am Dampfer zieht. Bei der klassischen Zigarette findet eine Verbrennung statt, bei der Temperaturen von bis zu 850 Grad erzielt werden. Im Dampf der E-Zigaretten sind keine Verbrennungsprodukte enthalten, wie diese zahlreich in einer herkömmlichen Zigarette vorkommen. Und das macht den wichtigen Unterschied aus. Ein weiterer Vorteil der zu verdampfenden Liquids bezieht sich auf deren Geruchsbildung. Auch wenn das Aroma generell sehr geruchsintensiv ist, setzt sich dieser deutlich weniger in Kleidung, Haaren und an den Händen ab. Auch Polstermöbel und Wohntextilien bleiben weitestgehend verschont. Viele Raucher und Raucherinnen entscheiden sich auch aufgrund der gesellschaftlichen Akzeptanz für den Umstieg auf E-Zigaretten. Mitmenschen werden beim Dampfen nicht mit den schädlichen Substanzen konfrontiert, welche in herkömmlichen Zigaretten vorkommen. Aromen wirken sich zudem deutlich angenehmer auf empfindliche Nichtraucher-Nasen aus.

Der Umstieg auf Dampfer lohnt sich

Wie man sehen kann, gibt es gute Gründe den herkömmlichen Zigaretten auf Wiedersehen zu sagen und stattdessen auf einen Dampfer umzusteigen. Neben einer deutlichen Kostenersparnis wirken sich E-Zigaretten im Gegensatz zu herkömmlichen Zigaretten weitaus weniger schädlich auf unsere Gesundheit aus.

 

–W E R Β U Ν G–

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