„Jurassic Park“ – Ist es realistisch ausgestorbene Tierarten zum Leben zu erwecken

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In populäre Filme wie „Jurassic Park“ können ganz leicht ausgestorbene Tiere wieder zum Leben erweckt werden. Die ursprüngliche Idee ist aber schon sehr alt. Versuche ausgestorbene Tierarten wieder lebendig zu machen: Die reichen bis in die 1930jahre zurück.

„Jurassic Park“ – Erste Versuche reichen bis in die 1930jahre zurück

Durch die moderne Genforschung sollen nun aber längst ausgestorbene Tiere erneut das Licht der Welt erblicken. Doch bisher fallen die Ergebnisse sehr ernüchternd aus. Nichtsdestoweniger kann ein alternativer „Jurassic Park“ auch in der Lausitz besichtigt werden.

„Bereits 2009 war erstmals eine ausgestorbene Tierart wieder zum Leben erweckt worden“

>>Berliner Zeitung<<

„Bereits 2009 war erstmals eine ausgestorbene Tierart wieder zum Leben erweckt worden, allerdings nur für kurze Zeit: Ein von einer Ziege ausgetragener Klon des 2000 gestorbenen letzten Pyrenäensteinbocks starb wenige Minuten nach seiner Geburt wegen einer Lungenanomalie.“

„Klon des 2000 gestorbenen letzten Pyrenäensteinbocks“

Versuche ausgestorbene Tierarten zu (neuen) Leben zu erwecken: Die liefen bisher ziemlich Frustrierend ab. Ein ausgestorbener Pyrenäensteinbock kann zwar – theoretisch – eine Wiederauferstehung feiern, aber um die ganze Art wieder lebendig werden zu lassen: Dazu ist weit mehr als ein einzelnes Exemplar nötig. Zudem hängt viel vom erhaltenen Zellmaterial ab: Sollten das Genom bereits einem Schaden genommen haben oder nicht in ausreichende Anzahl verfügbar sein: Dann ist der Traum ganz schnell ausgeträumt.

Viele Tierarten sind schon lange ausgestorben

Zudem sind Tierarten – wie Mammuts – bereits seit viele Tausenden von Jahren ausgestorben und in entsprechend schlechter Qualität fällt das erhaltene genetische Material aus. Zudem muss irgendjemand das durchaus – kostspielige Unterfangen – finanzieren.

Rückzüchtung: Die billigere Methode um ausgestorbene Arten zum Leben erwecken

Eine weitaus praktikablere und kostengünstigere Methode um ausgestorbene Arten zum Leben zu erwecken: Mit der gezielten Rückzüchtung von Tierarten wäre es durchaus machbar. Aber auch hier fallen die Resultate wenig Vielversprechend aus.

„Auerochsen durch gezielte Kreuzungen von Hausrindern zurückzuzüchten“

>>Tierpark Hellabrunn<<

„In den 1930er-Jahren begann der damalige Hellabrunner Direktor, Heinz Heck, den Auerochsen durch gezielte Kreuzungen von Hausrindern zurückzuzüchten, was ihm dem Aussehen nach auch gelang. Weil es sich zwangsläufig nicht um „echte“ Auerochsen handeln kann, werden die Nachkommen dieser Tiere heute „Auerochsen-Rückzüchtungen“ oder nach ihrem Züchter „Heck-Rinder“ genannt.“

„Nachkommen dieser Tiere heute „Auerochsen-Rückzüchtungen“ oder nach ihrem Züchter „Heck-Rinder“ genannt“

Allerdings wollen die „Auerochsen-Rückzüchtungen“ nicht so richtig überzeugen. Rein optisch kommen die Heck-Rinder ihren archaischen Verwandten zwar recht nahe, aber sie fallen deutlich Kleiner aus. Zugleich kommen noch ganze andere Faktoren hinzu.

Warum Auerochsen und Heckrinder zwei unterschiedliche Rinderrassen seien

>>Welt<<

„Die Vorfahren der europäischen Hausrinder sind nach einer neuen Mainzer Gen-Studie aus dem Nahen Osten nach Europa gebracht worden. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass der vor etwa 400 Jahren ausgestorbene Auerochse in Europa domestiziert worden sei, sagte Prof. Joachim Burger vom Institut für Anthropologie der Johannes Gutenberg-Universität am Mittwoch.“

„Keine Anzeichen dafür – Dass der vor etwa 400 Jahren ausgestorbene Auerochse in Europa domestiziert worden“

Die modernen Hausrinder sind also nicht mal mit dem Auerochsen verwandt: Demnach kann eine klassische Rückzüchtung auch nicht gelingen. Außerdem weisen richtige Auerochsen ganz andere Charakterzüge auf.

„Die Auerochsen sind nicht mit den zahmen und umgänglichen Hausrindern von heute vergleichbar“

>>Johannes Gutenberg-Universität Mainz<<

„Die Auerochsen sind nicht mit den zahmen und umgänglichen Hausrindern von heute vergleichbar. Die Tiere in Gefangenschaft zu halten, war schon ein schwieriges Unterfangen. Sie dann langfristig erfolgreich zu zähmen und zu züchten, muss eine echte Herausforderung gewesen sein“, fügt Prof. Dr. Joachim Burger von der JGU an.“

Echte Auerochsen: „Die Tiere in Gefangenschaft zu halten, war schon ein schwieriges Unterfangen“ 

Die heutigen Heckrinder werden im Prinzip auch nicht viel anders wie gewöhnliche andere Rinder gehalten: Doch bei echten Auerochsen wäre so eine Haltungsform kaum denkbar. Die modernen Heckrinder können also nur einen flüchtigen Eindruck vermitteln: Wie „Auerochsen“ mal ausgesehen haben könnten. Die feierliche Eröffnung des echten „Jurassic Parks“ muss also noch einige Jahre warten. Allerdings lassen sich trotzdem Dinosaurier in Original-Größe bestaunen.

Jurassic Park“ in der Lausitz: „Riesen der Jura-Zeit“  

>>Saurierpark<<

„Die Riesen der Jura-Zeit wie Brachiosaurus, Diplodocus oder Barosaurus werden Sie durch ihre enorme Größe beeindrucken. Große Raubsaurier wie Allosaurus, Gorgosaurus und der berühmte Tyrannosaurus Rex lassen Sie ihre frühere Gefährlichkeit spüren.“

„Der berühmte Tyrannosaurus Rex lassen Sie ihre frühere Gefährlichkeit spüren“ 

Die Dinosaurier bestehen aber nicht aus Fleisch und Blut, sondern sind aus Beton gefertigt. Die Nachbildungen sind aber sehr nah an der echten Natur gebaut und stellen typische Szenen im damaligen Tierreich nach.

 

–W E R Β U Ν G–

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