Staatsmedien: Regierungsjournalismus führt zu Vertrauensverlust in der Bevölkerung

Screenshot FOCUS

Wie objektiv die GEZ-Medien berichtet wissen die meisten Bürger. Viele kennen die tendenziöse Berichterstattung, die weit weg ist von einer sachlichen Präsentation von Fakten und Veranschaulichen von verschiedenen Standpunkten. Tatsächlich kommen immer die selben Figuren zu Wort, wo sich viele Fragen, ob die beim Studio schon einem eigenen Parkplatz haben. Personen mit abweichender Meinung -die im Ergebnis sehr wohl Unfug sein kann- bekommen kaum eine Chance ihren Standpunkt darzulegen. Wenn sie mal zu Wort kommen, dann nehmen häufig sie gleich mehrere Personen gleichzeitig aufs Korn und überschütten sie mit absurden Argumenten, mit der Folge, dass sie ausschließlich mit Rechtfertigungen beschäftigt sind. Ein sachlicher Diskurs über verschiedenen Ansichten ist damit ein Riegel vorgeschoben. Warum dass so ist, sagte ZDF-Journalist Wolfgang Herles beim Deutschlandfunk:

“Wir haben ja das Problem, dass – jetzt spreche ich wieder überwiegend vom Öffentlich-Rechtlichen – dass wir eine Regierungsnähe haben. Nicht nur dadurch, dass überwiegend so kommentiert wird, wie es der Großen Koalition entspricht, dem Meinungsspektrum, sondern auch dadurch, dass wir vollkommen der Agenda auf den Leim gehen, die die Politik vorgibt. Das heißt, die Themen, über die berichtet wird, werden von der Regierung vorgegeben. Es gibt aber viele Themen, die wären wichtiger als das, was die Regierung – die natürlich auch ablenken will von dem was nicht passiert, aber das, was nicht passiert, ist oft wichtiger als das, was passiert – wichtiger als die Symbolpolitik, die betrieben wird… Also wir gehen der Agenda auf den Leim. Und es gibt tatsächlich, das muss ich jetzt an der Stelle doch nochmal sagen, weil es ja in der öffentlichen Diskussion ist, es gibt tatsächlich Anweisungen von oben. Auch im ZDF sagt der Chefredakteur: Freunde, wir müssen so berichten, dass es Europa und dem Gemeinwohl dient und da braucht er in Klammern gar nicht mehr dazu sagen, wie es der Frau Merkel gefällt. Solche Anweisungen gibt es. Die gab es auch zu meiner Zeit. Es gab eine schriftliche Anweisung, dass das ZDF der Herstellung der Einheit Deutschlands zu dienen habe und das ist was anderes, als zu berichten, was ist. Wir durften damals nichts Negatives über die neuen Bundesländer sagen. Heute darf man nichts Negatives über die Flüchtlinge sagen. Das ist Regierungsjournalismus und das führt dazu, dass Leute das Vertrauen in uns verlieren. Das ist der Skandal.”

Das Vertrauen in dem Staatsrundfunk ist ohnehin denkbar gering. Sollte der Rundfunkstaatsvertrag gekündigt werden, hätte sich der Regierungsjournalismus erledigt.

 

 

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