Die unbekannte Macht der Metadaten

Screenshot accenture.com

Die Macht der Metadaten sind eine wichtige Ressource, die einen realen fiskalischen Wert widerspiegelt. Die Begehrlichkeiten um an diese Daten zu gelangen sind sehr hoch, aber meistens verstecken die Beteiligten ihre wahren Absichten hinter vorgeschobenen Begründungen: Vorratsdatenspeicherung, Abschaffung des Bargelds oder das Geschäftsmodel vieler Sozialer Netzwerke basieren letztendlich auf Metadaten.

>>Futurezone<<

„Die meisten Menschen wissen heutzutage, dass das Durchforsten des Internets keine Privatangelegenheit ist und jeder Besuch, jede Recherche und jeder Kauf eines Produkts auf einer Website von mehr als nur einem Unternehmen mitverfolgt wird. … Dabei kann es sein, dass man aufgrund von bestimmter Datenspuren, die man beim Kauf hinterlassen hat, selbst viel mehr für die Reise bezahlt hat als der Zimmer-Nachbar in Thailand und man ohne sein Wissen in die digitale Schublade eines „zahlungskräftigen Konsumenten“ gesteckt wurde. Wenn wir im Internet eine Reise kaufen, rechnen im Hintergrund Algorithmen etwa aus, ob wir einen PC oder Mac benutzen, aus welchem Land wir kommen und vieles mehr. Anhand unserer digitalen Profile können nämlich Preise unterschiedlich berechnet werden. … Die Daten werden nämlich häufig miteinander verknüpft, weil sie von den einzelnen Unternehmen zugekauft und in die eigene Datenbank integriert werden. Am Ende weiß man als Nutzer gar nicht mehr, wer eigentlich was über einen weiß und welche Algorithmen über einen anhand von welcher Daten Entscheidungen für einen treffen. „Wir müssen dieses System des exzessiven Datensammelns über Einzelne durchbrechen. Die Schnittstellen, an denen Daten miteinander verknüpft werden, sind dabei wesentlich. Durch die Verknüpfung von Datenbanken unterschiedlicher Firmen steigen die Risiken enorm“, warnt Christl.“

Zur Richtigstellung: „… rechnen im Hintergrund Algorithmen etwa aus, ob wir einen PC oder Mac benutzen, aus welchem Land wir kommen und vieles mehr.“ Das rechnen keine Algorithmen aus, diese Daten – sofern keine VPN oder Virtuelle Maschine benutzt wird – werden einfach angezeigt. Aber Aufgrund dieser Datenbasis (Metadaten) lassen sich sehr wohl über mathematische Algorithmen umfangreiche Nutzerprofile erstellen.

>>Münchner Merkur<<

„Unter dem Deckmantel der „finanziellen Inklusion“ wolle eine Allianz, die sich „Better Than Cash Alliance“ (dt.: „Besser-als-Bargeld-Allianz“) nenne und aus großen Finanz- und IT-Unternehmen und deren Stiftungen sowie staatlichen Einrichtungen bestehe, das Bargeld zu Fall bringen. Das vordergründige Ziel, Terrorismusfinanzierung sowie Geldwäsche und Kriminalität zu bekämpfen, sei für ihn nur ein Ablenkungsmanöver. Stattdessen vermutet er, dass die Allianz es vielmehr auf eine totale Kontrolle und Überwachung der Bürger abgesehen habe.“

 

>>Digitalcourage<<

„Die Regierung versucht zu beschwichtigen: E-Mails sind ja ausgenommen. Inhalte werden ja gar nicht gespeichert, nur Metadaten. Vorratsdatenspeicherung ist trotzdem eine riesige Gefahr für das Privatleben. Warum, erklären wir hier. … Metadaten reichen aus, um erhebliche Teile unseres Privatlebens zu durchleuchten: Welches Verhältnis wir zu unseren Kontakten haben, wo wir schlafen, wo wir arbeiten, ob wir arbeiten und vieles mehr.“

Ein Teilaspekt dürfte bei den Versuchen das Bargeld abzuschaffen, auch um Metadaten gehen. Solange Bargeld vorhanden ist: Endet die Spur der Daten entweder beim Geldautomaten oder bei der entsprechenden Bankfiliale. Aber es ist entscheidend für Datenhändler zu wissen, was im Einzelnen mit den Geld gemacht wurde, denn nur aus diesen Metadaten lassen sich im späteren Nachgang über – mathematische Algorithmen – Profile von Nutzern erstellen. Die Fragen: Welche Person hat zu welchen Zeitpunkt, wieviel Geld, für welches Produkt ausgegeben sind entscheidend. Diese gewonnen Daten haben unter Umständen einen höheren Wert, als das tatsächlich vorhandene Guthaben auf den Konto.

 

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Bild: nordvpn.com
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