Lausitz: „Den Strukturwandel anzugehen“

Screenshot stummezone.wordpress.com

Dr. Eva-Maria Stange: „Einen Strukturbruch wie nach der Wiedervereinigung darf es nicht noch einmal geben“ „Der bevorstehende Strukturwandel in der Lausitz energie- und umweltpolitisch notwendig, somit gewollt und vor allem durch den Bund gesetzt. Dies verpflichtet den Bund auch dazu, sich während der gesamten Strukturwandelphase spürbar zu beteiligen. Dafür braucht es sowohl neue Entwicklungskonzepte als auch Investitionsmöglichkeiten“, erklärt Sachsens Wissenschafts- und Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange auf der heutigen Strukturkonferenz von Domowina und Zukunftswerkstatt Lausitz in Senftenberg. Die Ministerin fordert: „Einen Strukturbruch wie nach der deutschen Wiedervereinigung darf es nicht noch einmal geben! Um Innovationen für die Lausitz zu kreieren, die auf gewachsene Unternehmensstrukturen und auf den Kompetenzen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – besonders im Energiebereich – aufbauen, müssen wir unsere Hochschulen und Forschungseinrichtungen umfassend beteiligen.Laut Ministerin Dr. Stange müssten die Mittel für die Lausitz und die anderen Strukturwandelregionen möglichst unbürokratisch verteilt werden.“ Die amtlichen Versprechungen wurden zwischenzeitlich von der Realität eingeholt.

>>Sächsiche Zeitung<<

„Gesprächsthema bei der Leag war der geplante Abbau von 600 Stellen, der notwendig wird durch die Entscheidung der Bundesregierung, deutschlandweit mehrere Braunkohle-Kraftwerksblöcke erst in eine Sicherheitsbereitschaft zu schicken und dann stillzulegen. Zudem seien 900 Stellen bei Zulieferern und Service-Partnern gefährdet, teilte der Konzernbetriebsrat mit. Die Leag will niemanden entlassen. Freie Stellen werden aber nicht mehr neu besetzt, hieß es.“

In Summe 1.500 Arbeitsplätze: Über diese Menschen und ihre Familien verlieren die Behörden keine Silbe. Stattdessen zelebrieren sie weiterhin das Märchen von glücklich-verlaufenden „Strukturwandel“ .

>>SPD-Abgeordnete Jörg Vieweg<<

„Wir brauchen eine Debatte, die die Menschen befähigt, den Strukturwandel anzugehen. „

Die Übersetzung aus den Politikersprech, bedeutet wohl soviel: Die Betroffenen sollen gefälligst selbst zusehen, wie sie mit der politisch-gewollten Situation zurecht kommen.

>>Sächsiche Zeitung<<

„Die Braunkohle erwirtschafte jedes Jahr 1,5 Milliarden Euro Umsatz allein in der Lausitz. Wenn diese Wertschöpfung weg sei und durch neue Unternehmen ausgeglichen werden solle, bräuchte man jedes Jahr die Ansiedlung einer Firma mit 50 Millionen Euro Jahresumsatz, um die Kompensation in 30 Jahren zu schaffen, rechnete Sachsens Regierungschef vor.“

Es handelt sich hierbei um reine Zahlenspiele, in der Realität dürfte dieses Vorhaben rein illusorisch sein. In der Lausitz gibt es ganz wenige Unternehmen, die 50 Millionen Euro Jahresumsatz – oder mehr – machen und eines davon will man – aus politischen Gründen – abwickeln.

 

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