Terrorgefahr: Das „unsichere“ Deutschland

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Schon längst hat der internationale Terror Deutschland erfasst! Diese Hintergründe müssen Sie wissen!

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Von Guido Grandt

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In der heutigen Zeit wird verstärkt vom Rechtsextremismus, am Rande vom Linksextremismus und fast gar nicht mehr vom Islamistischen Terrorismus gesprochen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle gerade den letztgenannten beleuchten, der aufgrund der exorbitant hohen Gefährderzahl, also von Personen, die jederzeit bereit wären, einen schweren Anschlag hierzulande zu verüben, weiterhin die Achillesferse unserer Gesellschaft bleibt.

Holger Münch, Chef des Bundeskriminalamts (BKA) sprach im Dezember 2018 von

rund 760 Gefährdern und 475 sogenannten „Relevanten Personen“. Etwa 440 Gefährder würden sich in Deutschland befinden. Davon seien mehr als 130 in Haft.

Deutschland ist so unsicher wie nie zuvor

Ganz egal, was Ihnen die Politik erzählt: Die Sicherheits-Stabilität in Deutschland ist so gefährdet wie nie zuvor! Damit will ich sagen, dass das Risiko Opfer eines Anschlags zu werden immer mehr steigt. Denn Terroristen dringen weiter in die einst wohlbehüteten Regionen ein, die früher tabu waren, zu denen nun beispielsweise auch Weihnachtsmärkte zählen. Dort, wo vor wenigen Jahren noch unbeschwerte Nostalgie und Frohsinn herrschten, flankieren jetzt Betonblöcke die Lebkuchen- und Glühweinhütten. Und neben den rotkostümierten Weihnachtsmännern gehen schwerbewaffnete Polizisten her.

Die Terrorattacken, die Europa und auch Deutschland erschütter(te)n, sorgen dafür, dass die Menschen mit einem mulmigen Gefühl, mitunter sogar mit Angst, Großveranstaltungen, Flughäfen, Bahnhöfen oder Metros aufsuchen. Oder gleich zu Hause bleiben.

Was ist nur aus diesem Land geworden?

Terrorismus – Akte der Gewalt

Die US-amerikanische Bundespolizei FBI unterscheidet zwischen inländischem und ausländischem Terrorismus. Der Unterschied liegt allein darin, wer Gewalt wo ausübt. In beiden Fällen jedoch wird Terrorismus definiert als „Akte der Gewalt“, die darauf abzielen, die Zivilbevölkerung einzuschüchtern und somit die jeweiligen Regierungen zu beeinflussen. Dazu zählen neben dem Einsatz von Sprengstoff auch der von ABC-Waffen sowie Angriffe auf Computer und Informationsnetze (Cyber-Terrorismus).

Terror-Attacken können von Einzeltätern oder von einer gut organisierten und finanzierten Gruppe begangen werden. Ihre Ziele sind zumeist dieselben: Terror, Chaos, Zerstörung und Tod herbeizuführen.

Deutschland bleibt ein Anschlagsziel

Der damalige Bundesjustiz – und heutige Bundesaußenminister Heiko Maas erklärte bereits nach den Terror-Attacken in Würzburg und Ansbach im Juli 2016, dass Deutschland weiterhin ein „mögliches Anschlagsziel“ des internationalen Terrorismus sei.

Zu diesem Zeitpunkt wurde den Bürgern wohl erstmals richtig bewusst, dass diese reale, schreckliche und tödliche Gefahr sprichwörtlich vor der eigenen Haustür lauert.

Aber nicht erst seit 2016.

Schlaglichter von Terror-Anschlägen

An dieser Stelle möchte ich an folgende Beispiele – eigentlich nur „Schlaglichter“ – von Terror-Anschlägen erinnern, die sich in den letzten Jahren auf deutschem Boden ereignet haben:

• Juli 2006: Auf dem Kölner Hauptbahnhof verstecken zwei Islamisten Koffer mit Sprengsätzen in Regionalzügen nach Hamm und Koblenz. Die Zeitzünder der Bomben funktionieren jedoch nicht.

• September 2007: Sicherheitsbehörden vereiteln Anschläge der islamistischen Sauerland-Gruppe auf Diskotheken, Flughäfen und US-Einrichtungen.

• März 2011: Ein Kosovo-Albaner erschießt auf dem Frankfurt Airport zwei US-Soldaten und verletzt zwei weitere schwer. Der Täter plante einen Anschlag.

• April 2011: Behörden heben die islamistische Düsseldorfer Zelle aus, die einen Sprengstoffanschlag vorbereitete.

• Februar 2016: Vier Islamisten werden in Berlin verhaftet. Sie planten einen Terroranschlag auf dem Alexanderplatz. Die Touristenattraktion ist einer der Hauptverkehrsknotenpunkte der deutschen Hauptstadt.

• Februar 2016: Bei einer Personenkontrolle im Hauptbahnhof Hannover sticht eine 15-jährige Deutsch-Marokkanerin einem Bundespolizisten ein Messer in den Hals und verletzt ihn lebensgefährlich. Laut Staatsanwaltschaft hat sich das Mädchen das Gedankengut des IS zu eigen gemacht und wollte ursprünglich über die Türkei in die von der Miliz kontrollierten Gebiete reisen.

• Juni 2016: Drei mutmaßliche Terroristen wollen einen Anschlag auf die Düsseldorfer Altstadt durchführen, werden zuvor jedoch festgenommen.

• Juli 2016: In einer Regionalbahn bei Würzburg verletzt ein minderjähriger, unbegleiteter Flüchtling fünf Menschen mit einer Axt. Vier davon schwer. Kurz darauf wird der Täter von einem Spezialeinsatzkommando erschossen. Wie sich herausstellt, war seine Tat islamistisch motiviert.

• Juli 2016: Ein syrischer Flüchtling zündet in der Altstadt von Ansbach eine Rucksackbombe. Bei der Explosion werden fünfzehn Menschen verletzt, der Attentäter getötet. Er soll Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat gehabt haben.

• Dezember 2016: Bei einem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche steuert der islamistische Terrorist Anis Amri einen Sattelzug in eine Menschenmenge. Zuvor hatte er den polnischen Fahrer des LKW erschossen und das Fahrzeug geraubt. Durch die Kollision mit dem Sattelzug sterben elf Besucher des Weihnachtsmarktes sowie der Speditionsfahrer. Weitere 55 Besucher werden verletzt. Kurz darauf wird der flüchtige Amri bei einer Routinekontrolle im italienischen Sesto San Giovanni von einer Polizeistreife erschossen. Der Terrorist hat wohl im Auftrag der Terrormiliz Islamischer Staat gehandelt.

• Juli 2017: Bei einer Messerattacke sticht ein 26-jähriger palästinensischer Asylbewerber in einem Supermarkt im Hamburger Stadtteil Barmbek-Nord auf Kunden ein. Er tötete dabei einen 50-jährigen Mann und verletzt fünf weitere Personen teilweise schwer. Laut Bundesanwaltschaft handelte der Täter aus einer islamistischen Gesinnung heraus. Ihm sei es darum gegangen, so viele deutsche Staatsangehörige christlichen Glaubens wie möglich zu ermorden …

In diesem Kontext dürfen wir jedoch nicht die zahlreichen rechtsextremistischen (z.B. NSU) und linksextremistischen Terror-Attacken vergessen, die sich hierzulande in den letzten Jahren ereigneten.

Die Kosten des Terrorismus

Auch das sollten Sie in diesem Zusammenhang wissen: Der deutsche Staat stellt rund 7,5 Milliarden Euro für Anschläge zu Verfügung, die private Versicherungswirtschaft noch einmal 2,5 Milliarden Euro.

Dass dies im Notfall völlig unzureichend ist, belegen folgende Zahlen: In einer Studie der Landesbank Baden-Württemberg vom Dezember 2015 wurden die direkten wirtschaftlichen Kosten des Terrorismus im Jahr 2014 auf knapp 53 Milliarden Dollar veranschlagt.

Ein anderes Beispiel: Die Ausgaben des Irak-Krieges, der aufgrund der 9/11-Anschläge geführt wurde, kostete die USA rund drei Billionen (3.000 Milliarden) US-Dollar.

Letztlich bleibt die bittere Erkenntnis, dass sich die Gefährdungslage hierzulande weiter verschärft, auch wenn der Bürger nicht viel mitbekommt, was sich hinter den Kulissen der Geheimdienste und der Polizeibehörden abspielt. Das ist die traurige Wahrheit, die Politiker zumeist verschweigen.

 

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