Fakten statt Fake News: Technik-Mythen entschleiert! (2)

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Jeder kennt die Mythen und Verschwörungstheorien bezüglich der modernen Technik. Nachfolgend räume ich auch im 2. Teil mit Fakten gegen technische Fake News auf!

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Von Guido Grandt

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Das Internet weiß, ob Sie depressiv sind!

WAHR: Posten Sie Profil-Fotos bei Instagram und Co.? Dann sollte Ihnen bewusst sein, dass diese mehr über Sie verraten, als Ihnen lieb sein kann. Beispielsweise, ob Sie depressiv sind! Mithilfe einer Gesichtserkennung und eines Algorithmus können Fotoinformationen und Farben ausgewertet und eine mögliche Depression erkannt werden. Demnach sind Profilfotos von deprimierten Personen meist bläulicher und dunkler. Nichtdepressive Menschen benutzen zumeist folgende Fotofilter: Inkwell, Crema oder Stinson. Depressive hingegen Valencia, X-Pro II, Hefe, Rise, Amaro oder Lo-fi.

Bei jedem Download wird Ihr Handy schwerer!

WAHR: Zwar wird bei einem Download nichts hinzugefügt, sondern nur die Anordnung der Elektronen verändert, aber dennoch müssen bei einem Speichervorgang auf Ihrem Handy die Elektronen „fixiert“ werden. Dies wiederum benötigt Energie und da Energie und Masse laut der Einstein’schen Relativitätstheorie in direktem Zusammenhang stehen, wird das Handy schwerer! Die Masse nimmt bei einem Download pro Datenbit um ein Quadrillionstel (0,000 000 000 000 000 000 000 001) Mikrogramm (ein millionstel Gramm) zu. Zu gering, um das Gewicht zu spüren.

Das Laden eines Handys im Bett ist ungefährlich!

FALSCH: Wenn Sie Ihr Smartphone im Bett laden, kann dies zu einer unerwarteten Feuerfalle werden! Denn Handys können sich erhitzen und somit Bettwäsche oder Bettbezüge in Brand setzen. Gefährlich sind vor allem Handys mit Ersatzakkus, die nicht vom Original-Hersteller stammen. Achten Sie darauf, dass Ihr Handy am Ladegerät nicht unter Ihre Bettdecke oder das Kopfkissen gerät. Denn dort kann mitunter die durch das Aufladen entstehende Wärme nicht entweichen. Überhitzung droht!

Der Gebrauch eines Laserdruckers gefährdet Ihre Gesundheit!

WAHR: Während des Druckens geben Laserdrucker über das Ventilationssystem, das zur Kühlung der inneren Bauteile wichtig ist, Tonerstaub und Tonerpartikel in die Luft ab. Diese feinsten Partikel lassen sich mit bloßem Auge nicht erkennen und sind mitunter giftig. Dies legen zumindest Studien (z.B. Uniklinik Freiburg) nahe. Dort wurde bereits 2010 untersucht, wie die Abluft eines Druckers auf Kulturen menschlicher Lungenzelle wirkt. Das Ergebnis zeigte, das der Druckerdunst die Zellteilung negativ beeinflussen kann. Ein Hinweis darauf, dass Tonerstaub die DNS schädigen kann bzw. vielleicht sogar eine Krebs auslösende Wirkung hat.

Prüfen Sie deshalb schon beim Kauf eines Laserdruckers, ob dieser emissionsarm arbeitet und ein Prüfzeichen trägt (z.B. Blauer Engel oder DGUV-Test). Achten Sie darauf, dass er mit einem Aktivkohlefilter oder einem emissionsarmen Hochspannungsteil ausgestattet ist. Stellen Sie den Drucker nur in einen Raum, der regelmäßig mit frischer Luft (Fensterlüftung oder Belüftungssystem) versorgt und nicht zum Essen benutzt wird. Richten Sie die Abluftöffnung keinesfalls in Richtung Ihres Arbeitsplatzes! Bei einem Papierstau sollten Sie die verkanteten Blätter niemals mit Gewalt aus dem Gerät herausreißen. Denn wenn der Toner noch nicht vollständig fixiert ist, kann dadurch Staub aufgewirbelt werden. So können sich die schädlichen Partikel auf Ihre Haut legen oder über die Atemwege in Ihre Lunge gelangen.

 

–W E R Β U Ν G–

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