Lausitzer Mythen: Die sieben Sorbischen Könige & die sieben Granitstelen auf der Spitze eines Berggipfels

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Lausitzer Mythen – Die Sorbischen Könige: „Sie sind gekommen, um zu bleiben“ – Unter jenen Motto wurden einst sieben Granitstelen errichtet. Noch immer ist der Lausitzer Mythos um die Sorbischen Könige sehr lebendig. Der Legende nach sollen sie auf einen Berg beerdigt worden sein.

Sieben Sorbischen Könige & reale Granitstelen: Mehr als nur eine Legende?

>>Geocaching<<

„Der Drohmberg liegt in der Gemeinde Großpostwitz südlich von Bautzen. Er ist 432 m hoch und wird manchmal auch Thromberg geschrieben. Auf Sorbisch heißt er Lubin. … Mit dem Drohmberg ist manche Geschichte verbunden. Der Sage nach sollen auf dem Berggipfel, unter den Felskanzeln, sieben sorbische Könige samt ihren goldenen Kronen begraben worden sein, als sie nach verlorener Schlacht gegen deutsche Feudalheere auf dem Berg gestorben sind. „

Sieben Sorbischen Könige: „Nach verlorener Schlacht gegen deutsche Feudalheere auf dem Berg gestorben sind“

Zur Erinnerung an de Sorbischen Könige hat ein Künstler sieben Granitstelen aufstellen lassen.. Seit dem wird nun jeder Wanderer vom diesem Kunstwerken begrüßt.

„Lubin-Drohmberg“ – „Wer ihn von nun an erklimmt, wird von sieben Granitstelen begrüßt“

>>Alles-Lausitz.de<<

„Wer ihn von nun an erklimmt, wird von sieben Granitstelen begrüßt. Diese stehen für die sieben sorbischen Könige, die Teil einer jahrhundertealten Sage sind. Der Legende nach, haben sieben sorbische Könige nach der Niederlage in der letzten großen Schlacht des sorbischen Volkes im 10. Jahrhundert unterhalb der Gipfelklippen ihre Ruhestätte gefunden.“

„Sieben Sorbischen Könige, die Teil einer jahrhundertealten Sage sind“

Die Sage wurde aber lange Zeit nur mündlich weitergegeben und erst zu späterer Zeit aufgeschrieben. Deswegen können manche Details unterschiedlich dargestellt sein.

„Lubin-Drohmberg“ – „Markante Erhebung im Lausitzer Bergland“

>>Sorbisches Institut<<

„Lubin-Drohmberg – Markante Erhebung im Lausitzer Bergland, 432 m hoch, ca. 6 km südlich von Bautzen und nordöstlich von Großpostwitz; im zweisprachigen Gebiet gelegen und in der Region gut bekannt, aber touristisch kaum erschlossen. … Es wird berichtet, dass die sorbischen Herrscher einst auf dem Berg zusammentrafen, um über die Befreiung von der Knechtschaft zu beraten. Es kam zum Krieg und in der entscheidenden Schlacht unweit des Lubin fielen alle sieben Könige. Das Volk begrub sie auf dem Berg mitsamt ihren Kronen.“

Sorbische Könige: „Das Volk begrub sie auf dem Berg mitsamt ihren Kronen“

So wie die vermutlich allermeisten Sagen und Legenden ist auch in dieser ein wahrer Kern enthalten. Allerdings waren es keine Sorbischen Könige, sondern Sorbische Fürsten gewesen und diese sind auch nicht infolge einer Schlacht ums Leben gekommen.

„Deutschen Ostexpansion“ – „Besetzte König Heinrich I. auch die slawischen Siedlungsgebiete um Oberelbe“

>>Rose Engelberger<<

„Im Verlauf der ersten deutschen Ostexpansion besetzte König Heinrich I. auch die slawischen Siedlungsgebiete um Oberelbe, Spree und Oder. Im Jahr 929 gründete er die Burg Misni (Meißen), von der dann um 932 die Eroberung von Sorabia (wie die Deutschen das Land der Sorben nannten) ihren Ausgang nahm. Nach dem Tode von König Heinrich I. im Jahr 936 vermochten die Sorben die deutsche Herrschaft vorübergehend wieder abzuschütteln. Im Jahr 939 ließ der Meißner Markgraf Gero 30 sorbische Fürsten, die er zu einem Gelage eingeladen hatte, auf heimtückische Weise umbringen.“

„Im Jahr 939 ließ der Meißner Markgraf Gero 30 sorbische Fürsten“ – „Auf heimtückische Weise umbringen“

Immerhin konnte sich Sage sehr lange halten und noch heute wohnt bei ihre für viele Menschen eine große Bedeutung inne. Außerdem wird noch eine wichtige Botschaft mit auf den Weg gegeben.

Warum der Mythos noch heute lebendig ist

>>Bautzner Bote<<

„Der Legende nach, haben sieben sorbische Könige nach der Niederlage in der letzten großen Schlacht des sorbischen Volkes im 10. Jahrhundert unterhalb der Gipfelklippen ihre Ruhestätte gefunden. Die Sage verbindet dies mit dem Aufruf zum Mut, sich in schwierigen Zeiten zu behaupten.“

„Die Sage verbindet dies mit dem Aufruf zum Mut“

Damit hat die Sage sicherlich auch recht. Schließlich konnte die Lausitzer Sorben bis heute ihre Identität – über sehr schwierige Zeiten – bewahren und es hat mit Sicherheit auch mit viel Mut zu tun.