Hohenpriester & Tempelkult: Das gewalttätige Christentum

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Der friedliche Jesus von Nazaret? Leider nur ein Mythos, denn es gibt auch eine andere – wenig beachtete – Seite von ihn. Hinzu kommt: Seine Aussagen besitzen auch in der Gegenwart aktuelle Brisanz: Denn nicht wenige Prominente fürchten sich noch heute davor.

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„Als Jesus am nächsten Morgen nach Jerusalem zurückging, bekam er Hunger. 19 Er entdeckte einen Feigenbaum an der Straße und ging hinüber, um zu sehen, ob Feigen daran waren, aber es waren nur Blätter daran. Da sagte er zu dem Baum: »Du sollst nie wieder Früchte tragen!« Und der Feigenbaum verdorrte im selben Augenblick. 20 Die Jünger waren sehr erstaunt, als sie das sahen, und fragten: »Wie kommt es, dass der Feigenbaum so schnell verdorrt ist?« 21 Da sagte Jesus zu ihnen: »Ich versichere euch: Wenn ihr fest glaubt und nicht zweifelt, könnt ihr auch solche Dinge tun und noch viel mehr als das.“

 

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„Und Jesus ging zum Tempel Gottes hinein und trieb heraus alle Verkäufer und Käufer im Tempel und stieß um der Wechsler Tische und die Stühle der Taubenkrämer 13 und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: „Mein Haus soll ein Bethaus heißen“; ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht. (Jeremia 7.11) Und es gingen zu ihm Blinde und Lahme im Tempel, und er heilte sie. Da aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten sahen die Wunder, die er tat, und die Kinder, die im Tempel schrieen und sagten: Hosianna dem Sohn Davids! wurden sie entrüstet und sprachen zu ihm: Hörst du auch, was diese sagen? Jesus sprach zu ihnen: Ja! Habt ihr nie gelesen: „Aus dem Munde der Unmündigen und Säuglinge hast du Lob zugerichtet“? Und er ließ sie da und ging zur Stadt hinaus gen Bethanien und blieb daselbst. “

 

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„Als Jesus in den Tempel zurückkehrte und dort zu lehren begann, kamen die obersten Priester und einige der Ältesten auf ihn zu. Sie fragten ihn: »Mit welchem Recht hast du die Händler aus dem Tempel gejagt? Wer hat dich dazu ermächtigt?«  »Ich sage euch, wer mir die Vollmacht dazu gegeben hat, wenn ihr mir auch eine Frage beantwortet«, antwortete Jesus. »War die Taufe des Johannes eine Handlung im Auftrag Gottes oder war es nur die Tat eines Menschen?« Sie besprachen sich miteinander. »Wenn wir sagen, es war eine Handlung im Auftrag Gottes, dann wird er uns fragen, warum wir Johannes nicht geglaubt haben. Wenn wir aber sagen, dass es nur die Handlung eines Menschen war, wird das Volk über uns herfallen, weil sie ihn für einen Propheten halten.« Also sagten sie schließlich: »Wir wissen es nicht.« Und Jesus erwiderte: »Dann beantworte ich eure Frage auch nicht.“

Die manchmal als Tempelreinigung bezeichnete Handlung ist in Wahrheit von zeitloser Bedeutung und auch für unreligöse Menschen verständlich: Diese spiegelt in Wahrheit das Verhältnis zwischen Volk und „Hohenpriester“ wider. Auch wenn es heutzutage keine „Hohenpriester“ mehr gibt: Ersatzweise existieren eine ganze Reihe von öffentlichen „Würdenträgern“ mit gleichlautenden Anspruchsdenken.

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„Der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbunds (DBB), Klaus Dauderstädt, hat mehr Wertschätzung für den öffentlichen Dienst gefordert. Die Beschäftigten würden „zu gering geschätzt von der Politik“ und „zu wenig respektiert von den Bürgern“, sagte Dauderstädt zur Eröffnung der traditionellen DBB-Jahrestagung.“

Beamte fordern also mehr Respekt von Bürger. Nur mit welcher Begründung? „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ Steht im Grundgesetz geschrieben, demnach ließe sich bestenfalls das Gegenteil herleiten.

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„Die nun angestoßene Debatte über die innere Sicherheit der Bundesrepublik sei notwendig, aber die herrschende Situation habe viel mit der Entfremdung der Politiker zu tun. „Unsere Kinder gehen zumeist nicht in Kitas und Schulen mit mehr als 80 Prozent Migrantenanteil, wir gehen nicht nachts über unbewachte Plätze oder sind auf überfüllte öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, leben nicht in der Rigaer Straße in Berlin und wenn wir zum Arzt gehen, bekommen wir schnell Termine und Chefarztbehandlung selbst dann, wenn wir Kassenpatienten sind“, so Gabriel.“

Die modernen „Hohenpriester“ sind auch nur sterblich Menschen: Leben aber – Dank üppiger Gehälter und zahlreicher Privilegien – sehr wohl in einer Parallelwelt. Diese haben mit den gewöhnlichen Bürgern nicht mehr viel gemein. Die kultischen Zeremonien bei der Ernennung von Beamten, Ministern oder Staatssekretären könnte man durchaus als neuzeitlichen-religösen Tempelkult betrachten: Der mit den Grundsätzen einer Demokratie nicht mehr viel gemein hat.

 

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