E-Mobilität mit Kernreaktor: „Glaube und die Hoffnung – dass Technik fast alle Probleme lösen könne“

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Glaube und die Hoffnung, dass Technik fast alle Probleme lösen könne“ – Diese Denkweise stammt eigentlich aus dem 1950er Jahren und frühen 1960er Jahren her: Jene lässt sich aber problemlos auf die heutige Zeit übertragen. Damals dachte man aber nicht über Batterieautos nach, sondern wollte schon viel fortschrittlicher und moderner Unterwegs sein.

E-Auto mit einem Nuklearreaktor

Ohne Nachtanken mit einem Auto eine Strecke von 8.000 Kilometern bewältigen und das ganz ohne Abgase: Ein Fahrzeug mit eingebauten Nuklearantrieb sollte das Reichweitenproblem von E-Autos endgültig lösen. Mit einer „Tankfüllung“ gewissermaßen bis ans Ende der Welt fahren und dabei sogar noch die Umwelt schonen.

Ohne Nachtanken mit einem Auto eine Strecke von 8.000 Kilometern bewältigen

Wer nun der Meinung sei: Die Menschen von Damals müssen besonders einfältig und naiv gewesen sein: Der sollte sich schnell eines besseren Belehren lassen. Heutzutage sollen angebliche „Elektro-Flugtaxis“ das Transportmittel der Zukunft sein. Dabei scheitern sie schon an ganz banalen Problemen.

„Glaube und die Hoffnung – dass Technik fast alle Probleme lösen könne“

>>Fliegermagazin<<

„Der Lilium Jet wird am Sonderflugplatz Oberpfaffenhofen entwickelt. Bei Wartungsarbeiten an einem der zwei Prototypen in einer Werkshalle sei ein Feuer im Flugzeug ausgebrochen, heißt es. Verletzte gab es nicht, die Flugplatzfeuerwehr konnte den Brand löschen. Offenbar wurde der Lilium Jet irreparabel beschädigt.“

E-Flugzeug: „Feuer im Flugzeug ausgebrochen“

Nicht nur die E-Flugtaxis, sondern auch die Elektroautos kranken den selben Problemen: Geringe Reichweite, lange Ladezeiten, hohe Kosten und das ungelöste Sicherheitsproblem von jenen Riesenbatterien.

Das ungelöste Sicherheitsproblem dieser Riesenbatterien

>>Golem<<

„Der Akku mit 32,5 kWh Kapazität wird im Unterboden untergebracht, so dass die Ladekapazität erhalten bleibt. Das Ladevolumen liegt bei 6,7 m³, die Nutzlast bei 1.096 kg. Die Anhängerlast liegt bei 750 kg.“

E-Autos und die Reichweitenpanik

Nach Herstellerangaben soll der Transporter mit einer Akkuladung 138 Kilometer weit fahren können: Aber solche Werte sind grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen. Solange der Akku – altersbedingt – noch keinen Memoryeffekt aufweist, keine Heizung oder Klimaanlage benötigt und ohne Ladung unterwegs ist: Dann mag die Reichweitenangabe sicherlich auch stimmen.

Lassen sich E-Transporter wirtschaftlich überhaupt darstellen?

Für die paar Kilometer an Reichweite ist der Preis zudem recht weit oben angesiedelt – bedeutet: Fraglich, ob so ein E-Transporter sich wirtschaftlich überhaupt darstellen lässt.

„Deutsche Post die Produktion der Elektrofahrzeug-Marke Streetscooter einstellen“

>>EFAHRER.com<<

„Deutsche Post die Produktion der Elektrofahrzeug-Marke Streetscooter einstellen. Ganz überraschend kommt diese Unternehmensentscheidung allerdings nicht.“

Die Physik lässt sich nicht überlisten

Die Probleme rund um das „E-Postauto“ wurden nie wirklich gelöst. Vereinfacht könnte man auch sagen: Die Physik lässt sich nicht überlisten. Eine Batterie kann immer nur eine begrenzte Menge an Strom speichern. Mit dieser geringen Strommenge kann entweder die Heizung oder Klimaanlage hochgefahren oder einige Kilometer weit gefahren werden. Eine übergroße Batterie lässt zwar bauen, aber dann geht ganz schnell der Preis eines solchen Fahrzeugs durch die Decke.

E-Autos: Seit über Hundert Jahren in der Nische

Obwohl E-Autos seit über hundert Jahren erhältlich sind – sind sie – Abgesehen von Nischenanwendung – nie wirklich im Alltag angekommen.

„StreetScooter werden daher durch staatliche, regionale und kommunale Förderprogramme unterstützt“

>>Fahrzeug-Werke LUEG<<

„StreetScooter werden daher durch staatliche, regionale und kommunale Förderprogramme unterstützt, die teils auch miteinander kombinierbar sind.“

E-Autos: Staatliche Subventionen bis zum Abwinken

Von der Entwicklung, über die Produktion bis hin zum Kauf eines solchen E-Vehikels fließen reichlich staatliche Subventionen hin. Auch die Ladestationen muss der Staat errichten und nicht selten sogar noch betreiben. Unter dem Mäntelchen des „Umweltschutzes“ findet also eine gewaltige Umverteilung von Unten nach Oben statt. Eigentlich sollte der Elektro-Luxus-Sportwaagen aus eigener Tasche bezahlt werden: Doch tatsächlich wird das Spielzeug für Reiche – durch Steuergeld – quer finanziert.

„Der Elektroauto-Markt hängt immer noch am Förder-Tropf“

>>Focus<<

„Der Elektroauto-Markt hängt immer noch am Förder-Tropf … Ohne Förderung kaufen vor allem Privatleute viel weniger Stromer. … Diese Politik ist durchaus umstritten, denn sie verschiebt die Marktchancen verschiedener Antriebsarten – Elektro, Hybride, sparsame Benziner und Diesel, Wasserstoff, Erdgas, synthetische Kraftstoffe – einseitig zugunsten der batterieelektrischen Fahrzeuge.“

Subventionen: „Einseitig zugunsten der batterieelektrischen Fahrzeuge“

Auf absehbare Zeit sind die technischen Probleme rund um das E-Auto unlösbar. Bestenfalls könnte man die Fahrzeuge mit einen luftgekühlten Kernreaktor ausstatten, dann wären das Energie- und Reichweitenproblem gelöst: Doch aus Gründen der Sicherheit wäre solche Ideen wohl kaum umsetzbar. Aber auch diese „Idee“ ist keinesfalls neu.

„Ford Nucleon – warum nicht mit Atomantrieb?“

>>Zwischengas<<

„Ford Nucleon – warum nicht mit Atomantrieb? – In den Fünfzigerjahren herrschte der Glaube und die Hoffnung, dass Technik fast alle Probleme lösen könne. Und man blickte voller Optimismus in die Zukunft, gab der Mobilität volle Priorität und suchte nach neuen Rezepten, um das Autofahren günstiger, komfortabler und schneller zu machen.“

Ford Nucleon: Es gab sogar schon Verkaufsbroschüren

Glaube und die Hoffnung, dass Technik fast alle Probleme lösen könne“ – Diese Denkweise lässt sich problemlos auf die heutigen Batterieautos übertragen. Ein PKW mit eingebauten Nuklearantrieb? – Das klingt zwar zunächst reichlich verwegen: Aber tatsächlich waren die Pläne schon recht weit fortgeschritten. Es gab sogar schon Verkaufsbroschüren. Ohne Nachtanken hätte das Fahrzeug 8.000 Kilometer bewältigen können: Nach damaligen Vorstellungen sollten in der Zukunft alle Autos mit Kernenergie fahren. Da wir uns nun in der Zukunft befinden, wäre es demzufolge heute.

 

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