Lausitzer Kriminalität: „Mehr als 120.000 Entführungen pro Jahr“ – „Tendenz steigend!“

Screenshot youtube.com Screenshot youtube.com

Für welchen Personenkreis soll der Abschluss einer Lösegeldversicherung infrage kommen? – Etwa für Berühmtheiten und Multimilliardäre? Meist eher weniger. Multimilliardäre sind für gewöhnlich selbst extrem Gefährlich und bei Berühmtheiten wird viel zu viel unerwünschte Öffentlichkeit erzeugt.

„Mehr als 120.000 Entführungen pro Jahr“ – „Tendenz steigend!“

Tatsächlich zählen die allermeisten Entführungsopfer unter der sogenannten Kategorie „Otto-Normalbürger“ dazu. Das Risiko selbst Opfer einer Entführung zu werden: Das ist häufig größer als die allermeisten Menschen denken mögen. Zu allen Überfluss: Viele falsche Klischees wurden darüber in der Polkultur vermittelt. Deshalb kann der Abschluss einer Lösegeldversicherung in manchen Fällen wirklich hilfreich sein.

„Lösegeldversicherung – Eine Versicherung für besondere Fälle!“

>>ASTRAL Versicherungsmakler<<

„Die Lösegeldversicherung – Eine Versicherung für besondere Fälle! Versicherung gegen Entführung und Erpressung. Mehr als 120.000 Entführungen pro Jahr, Tendenz steigend! Immer wieder sorgen Entführungsfälle für Schlagzeilen und halten die Öffentlichkeit in Atem. Jedes Jahr werden mehrere Tausend Personen, auch in Deutschland entführt und erpresst. … Menschenraub hat sich in Teilen der Welt zu einem etablierten Geschäftszweig entwickelt, bei dem es den Tätern in den allermeisten Fällen auf die Zahlung von Lösegeld ankommt.“

„Menschenraub hat sich in Teilen der Welt zu einem etablierten Geschäftszweig entwickelt“

Allen polizeilichen Ratschlägen zum Trotz: Die Zahlung des Lösegelds bei einer Entführung ist immer noch der sicherste Weg seine Liebsten wohlbehalten zurück zu bekommen. Denn in der Regel wollen die Entführer schnell Resultate – in Form von Geld – sehen. Das Spielen auf Zeit kann hierbei tödlich enden.

„Frau war von Unbekannten in der mexikanischen Stadt Coatzacoalcos entführt“

>>Tag 24<<

„Die Familie Carrera hatte eine Woche lang Zeit, umgerechnet 180.000 Euro aufzutreiben, sonst würde Susana Carrera sterben. Die Frau war von Unbekannten in der mexikanischen Stadt Coatzacoalcos entführt worden, als sie ihre Tochter von Freunden abholen wollte. … Die Entführer hatten wenig Geduld und Mitleid, machten mit Susana kurzen Prozess. Die geköpfte Leiche der Frau wurde von den Tätern einfach in einem schwarzen Müllsack deponiert.“

Ende einer Entführung: „Die geköpfte Leiche der Frau wurde von den Tätern einfach in einem schwarzen Müllsack deponiert“

Das bei Touristen beliebte Mexiko weist eben auch einige dunkle Schattenseiten auf. Theoretisch regiert eine offiziell anerkannte Regierung in der Hauptstadt Mexiko-Stadt, aber faktisch haben sich das Land diverse kriminelle Banden untereinander aufgeteilt. Inwieweit Polizei und Regierungsbeamte bereits mit den kriminellen Banden kooperieren? – Die Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Aber alleine schon die Existenz des Wort „Narco“ sollte zu denken geben.

„Narco“ – Warum manchmal Entführer & Polizei gemeinsame Sache machen?

Kurzum: Bei einen Entführungsfall die Polizei einzuschalten: Das kann mitunter den sicheren Tod des Entführungsopfers bedeuten. Sollte man also allen Widrigkeiten zum Trotz das Lösegeld auftreiben können, dann muss immer noch die Lesegeldübergabe organisiert werden. Schließlich muss das Verhandeln mit echten Killern gelernt sein und nicht jeder ist der spanischen Sprach mächtig. Logischerweise sind solche privaten Unterhändler nicht billig zu haben. Klingt alles sehr weit hergeholt? – Auch einige Lausitzer könnten von ihren ganz privaten Entführungsfall erzählen.

Lausitzer – Ende einer Entführung: „Mädchen sind nun von einer Spezialeinheit aus Saudi-Arabien befreit“

>>Nordwest-Zeitung<<

„Freude und Bangen in Meschwitz – Die beiden Mädchen sind nun von einer Spezialeinheit aus Saudi-Arabien befreit worden. … Überall im Ort ist die Anteilnahme groß. Zweimal in der Woche hatten Einwohner in der Kirche im nahe gelegenen Belgern Fürbitte für die Verschleppten gehalten.“

Entführung: „Fürbitte für die Verschleppten“ – Die Sorgen der Angehörigen

Allerdings Befreiungsaktionen durch Spezialeinheiten stellen eine heikle Angeleinheit dar. Die Spezialeinheit aus Saudi-Arabien war gut ausgebildet und wurde dazu im eher „feindlich-gesinnten“ Nachbarland Jemen eingesetzt. Doch nicht immer liegen solche optimalen Voraussetzungen vor. Besonders der Entführungsfall „Anneli-Marie Riße“ lässt umfangreich Rückschlüsse auf die hiesige Arbeitsweise von der deutschen Polizei zu.

„Entführer der 17 Jahre alten Unternehmertochter waren kaltblütige Dilettanten“

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

„Im Fall der entführten und getöteten Anneli-Marie Riße berichten die Zeugen vor Gericht erschütternde Details. Die Entführer der 17 Jahre alten Unternehmertochter waren kaltblütige Dilettanten. … Ein großes, laminiertes Foto ihrer getöteten Tochter haben sie stets dabei, der schier unendliche Schmerz ist ihnen anzusehen. Aber da ist auch unübersehbar Wut – Wut, die vor allem der Vater zeigt.“

Warum schafft die Polizei ein Entführungsopfer aus dem Händen von „Dilettanten“ nicht zu befreien?

Wobei sich hier eher die Frage stellt: Ob die Täter oder doch eher die Polizisten die größeren Dilettanten waren? Vermutlich war es der Größte Fehler gewesen: Überhaupt die Polizei einzuschalten. Denn die war beim Fall von Anfang an involviert und die hat augenscheinlich ihre eignen Interessen verfolgt. Die beteiligten Beamten hatten offensichtlich ihre eigene Karriere fest im Blick gehabt und haben deshalb ganz großes Kino aufgefahren. Schon kurze Zeit später wurde der mutmaßliche Entführungsort großflächig abgesucht. Man war offenbar mehr daran interessiert: Die Täter zu finden und weniger das Entführungsopfer zu retten.

Entführungen als Spezialfall: Hat das Ego von Polizisten ein totes Entführungsopfer zu verantworten?

So konnten die Täter schon aus gefühlt zehn Kilometern Entfernung problemlos mit eigenen Augen sehen: Die Polizei ist alarmiert worden: So wird also künstlich Druck aufgebaut und selbst bei abgebrühten Tätern kann es zu Kurzschlussreaktionen führen. Außerdem wurde das Lösegeld – wegen angeblicher technischer Probleme – nicht überwiesen. In der heutigen Zeit hört sich diese „amtliche Erklärung“ recht hahnebüchend an. Wahrscheinlich dürfte sein: Die Polizei wollte – absichtlich – das Lösegeld nicht bezahlen: Schließlich hätte es im Nachhinein die Ergreifung der Täter behindert: Außerdem würde diese Verhaltensweise in das übrige Polizeiverhalten recht gut hinein passen: Nicht das Entführungsopfer zu retten, sondern vorwiegend die Täter – für die eigene Karriere – zu schnappen. Das Überleben des Entführungsopfers war also – allen Anschein nach – eher Zweitrangig gewesen. Diese Interessenkonflikte sind bei allen Entführungsfällen zu berücksichtigen.

Lösegeldzahlungen: Bei gehackten Behördencomputer können schnell Lösegelder fließen

Ohnehin fühlen sich die staatlichen Behörden für Lösegeldzahlungen meistens nicht zuständig: Außer es werden irgendwelche Behördencomputer gehackt, dann können auf schnellen-unbürokratischen Wege – ganz plötzlichgroße Summen fließen: Alleine diese Tatsache ist selbsterklärend. Denn für gewöhnlich müssen die Angehörigen des Entführungsopfers – außer bei behördlichen Funktionären – die Lösegeldsummen selbst aufbringen. Aus rein praktischer Sicht: Um das Entführungsopfer zu retten, sollte man sich schnell mit den Tätern einigen und das Lösegeld noch viel schneller bezahlen. Denn gerade die Not und Armut treiben erst viele Menschen zu solch abscheulichen Taten hinein.

„Entführung und Lösegelderpressung waren zu einer wichtigen Einnahmequelle“

>>Warum wir Putin stoppen müssen von Garri Kasparow (Buch) <<

„Die gespannte und vergiftete Atmosphäre, die im August 1999 in Russland herrschte, ebnete den Weg für die traumatischen Geschehnisse im September. Es war mittlerweile drei Jahre her, dass der erste Krieg in Tschetschenien geendet hatte, aber in der Region herrschten weiter Chaos und Gewalt. De facto tobte seit dem Frühjahr ein innerer Krieg in dem kleinen Land. Verschiedene Kriegsherren kontrollierten den Großteil des Gebiets rund um die Hauptstadt Grosny, Entführung und Lösegelderpressung waren zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden. Die Entführung und Ermordung von vier ausländischen Ingenieuren (drei Briten und ein Neuseeländer) hatte im Jahr davor für weltweites Aufsehen gesorgt.“

Entführungen als reale Gefahren: „Entführung und Ermordung von vier ausländischen Ingenieuren“

Viele Täter treiben nicht Neid oder ein verlockendes Leben in Wohlstand, sondern die pure Not an. Das heutige Grosny ist sicherlich nicht mit den damaligen Grosny zu vergleichen. Aber gerade der wirtschaftliche Niedergang von Deutschland dürfte augenfällig sein. Die Armut nimmt stetig zu, was sich logischerweise auf die steigende Kriminalität niederschlagen wird. Außerdem dürfte es heutzutage höchst fraglich sein: Wie viele Entführungsfälle überhaupt noch offiziell gemeldet werden? Denn die Anzeigenbereitschaft bei Straftaten ist schwach ausgeprägt.

Vandalismus oder Sachbeschädigung: Ungefähr jede vierte Tat kommt überhaupt zur Anzeige

>>Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg (PDF-Datei) <<

„Vergleicht man das Anzeigeverhalten der vorangegangenen Befragungen mit den aktuellen Zahlen, ist die Bereitschaft zur Anzeige weiter zurückgegangen. … Bei Einbruchdiebstählen wurden noch vor 10 Jahren knapp 85 Prozent angezeigt. Damit lag das Dunkelfeld bei nur 15 Prozent. 2016 erstatteten die Unternehmen nur noch in knapp 55 Prozent der Fälle Anzeige bei der Polizei. Damit werden rund 45 Prozent der Einbruchdiebstähle bei Unternehmen in Berlin und Brandenburg nicht in der Kriminalstatistik erfasst. … Bei Vandalismus/Sachbeschädigung sind bei der letzten Umfrage knapp 28 Prozent der Delikte von den Unternehmen angezeigt worden. … Das Dunkelfeld bei Diebstählen ist mit rund 65 Prozent weiter sehr hoch. Wie bei den meisten Delikten ist auch bei den Diebstählen die Anzeigewilligkeit weiter gesunken.“

Einbruchdiebstahl: „Knapp 55 Prozent der Fälle Anzeige bei der Polizei“ 

Selbst schweren Delikten ist die Anzeigenbereitschaft im freien Fall begriffen. Ohnehin geht es bei Anzeigen von Straftaten weniger darum die Täter zu schnappen, sondern sich selbst nicht den mutmaßlichen Verdacht des Versicherungsbetruges auszusetzen. Selbst Oberstaatsanwälte geben sogar bei schweren Delikten wie Wohnungseinbrüchen ganz offen zu: „Da passiert letztlich nichts

Oberstaatsanwälte zu schweren Kriminalitätsdelikten: „Da passiert letztlich nichts“

Jedoch bei Entführungsfällen liegen die Dinge anders: Die Versicherungsgesellschaft sind mit der speziellen Lage der Opfer vertraut. Häufig ist es – zum Wohle des Opfers – besser keine Behörden einzuschalten und einfach die geforderte Lösegeldsumme zu zahlen. Solche Fälle kommen natürlich niemals heraus und tauchen logischerweise auch in keiner offiziellen Kriminalitätsstatistik auf. Über die Dunkelziffer von Entführungen lässt also nur spekulieren.

 

–W E R Β U Ν G–

Loading...
WP Tumblr Auto Publish Powered By : XYZScripts.com
Scroll Up