Lebensmittelimport versus Ernährungssouveränität: „Grundnahrungsmittel aus der Region für die Region“

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Die Versorgung mit Lebensmittel wird immer mehr durch internationale Lieferketten abhängig. Dieses engmaschige Geflecht ist auf Störungen – welcher Art auch immer – besonders anfällig. Deshalb werden sogar die Rufe nach einer „Ernährungssouveränität“ laut. Auch der Weltagrarbericht sagt sinngemäß aus: Die Grundnahrungsmittel sollten aus der Region für die Region kommen.

„Welt nur mit einer Landwirtschaft ernähren“ – „Die regional und kleinbäuerlich oder mittelständisch geprägt“

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„Der Weltagrarbericht hat klar aufgezeigt, dass wir die Welt nur mit einer Landwirtschaft ernähren können, die regional und kleinbäuerlich oder mittelständisch geprägt ist. Wir müssen hin zur sogenannten Ernährungssouveränität, das heißt, im Normalfall kommen die Grundnahrungsmittel aus der Region für die Region.“

„Im Normalfall kommen die Grundnahrungsmittel aus der Region für die Region“

Jene oder vergleichbare Ziele führen häufig auch Biobauern an. Tatsächlich sollte die „Ernährungssouveränität“ keinesfalls zu gering eingeschätzt werden. Denn die Abhängigkeit von billigen Importen kann hohe Risiken bergen.

„Knappe Nahrungsmittel? Jetzt soll „Ernährungssouveränität“ zum Staatsziel werden“

>>Welt<<

„Knappe Nahrungsmittel? Jetzt soll „Ernährungssouveränität“ zum Staatsziel werden – „Ernährung gilt in Deutschland als sicher – zu jeder Zeit und zu hundert Prozent“, sagte sie. Doch in Wirklichkeit werde das Land verletzlich, wenn es sich zu stark von Importen abhängig mache. … Zugleich forderte sie, Ernährungssicherung als Staatsziel im Grundgesetz zu verankern.“

„Ernährungssicherung als Staatsziel im Grundgesetz zu verankern“

Es kann zu Problemen in Lieferländern kommen oder die Transportwege sind aus unterschiedlichen Gründen unterbrochen: Solche Szenarien sind schon längst in der Wirklichkeit angekommen. Allerdings handelt es sich dabei um ein hausgemachtes Problem: Schließlich müssen die einheimischen Landwirte auf einem internationalen Markt bestehen und nicht überall auf der Welt müssen derart hohe Standards erfüllt werden.

„Bereits jetzt wird die deutsche Landwirtschaft sehr streng von Behörden kontrolliert“

>>Moderner Landwirt<<

„Bereits jetzt wird die deutsche Landwirtschaft sehr streng von Behörden kontrolliert. Verankerte Gesetze und Sozialstandards, wie sie in Deutschland geleistet werden müssen, verteuern die heimische Produktion und müssen durch den Verkauf der Produkte generiert werden. Wenn die Produktion von gesunden deutschen Lebensmitteln immer weiter aus Deutschland zurück gedrängt wird, müssen zwangsläufig mehr Lebensmittel importiert werden.“

„Wenn die Produktion von gesunden deutschen Lebensmitteln immer weiter aus Deutschland zurück gedrängt wird“

Das Netz aus Vorgaben und Richtlinien wird hierzulande immer dichter gesponnen, während gleichzeitig internationale Handelsabkommen zu Lebensmittelimporten geschlossen werden. Eine „Ernährungssouveränität“  im Grundgesetz wird daran recht wenig ändern. Statt sich mit abstrakten Staatszielen zu beschäftigen: Die eigene „Ernährungssouveränität“ lässt sich auch im ganz kleinen Kreis verwirklichen.

„Unsere Produkte der Initiative „Die Lausitz schmeckt“. Regionalität, Qualität, Professionalität“

>>Die Lausitz schmeckt<<

„Über 40 kleine und mittlere Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft arbeiten seit 2007 als Netzwerk und Werbegemeinschaft „Die Lausitz schmeckt“ zusammen. … Echt und gut – einfach ein Genuss – das sind unsere Produkte der Initiative „Die Lausitz schmeckt“. Regionalität, Qualität, Professionalität – dafür bürgen wir. Genießen Sie die Mittel zum Leben in einer besonderen Atmosphäre – in unserer schönen Lausitz.“

„Genießen Sie die Mittel zum Leben in einer besonderen Atmosphäre – in unserer schönen Lausitz“

Die Versorgung mit regionalen Produkten kann durchaus Sinn machen und dazu muss kein „Weltuntergangszenario“ eintreten. Selbst ein simpler Stromausfall reicht aus und die Supermarkttüren bleiben geschlossen. Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen aus der Land- und Ernährungswirtschaft sind in solchen Krisensituationen viel robuster aufgestellt und können auf eine regionale Infrastruktur mit kurzen Lieferwegen zurückgreifen. Ohnehin ist es besser die regionale Landwirtschaft zu unterstützen.