Flexibilisierungen im Arbeitszeitgesetz gefährden die Gesundheit

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„Mehr Flexibilität heißt unter aktuellen Bedingungen nichts anderes als mehr Belastung für Beschäftigte. Deshalb darf der Schutz des Arbeitszeitgesetzes um keine Minute abgeschwächt werden“, kommentiert Susanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, die heute vorgestellte Studie der Hans-Böckler-Stiftung zu flexiblen Arbeitszeiten.

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Von Susanne Ferschl

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Ferschl weiter:

„Alle Beschäftigten haben einen Anspruch auf gesundheitsförderliche Gestaltung ihrer Arbeitszeit. Bisher gibt es aber weder eine flächendeckende Erfassung der Arbeitszeit noch führen nennenswert viele Betriebe eine Gefährdungsbeurteilung durch. Mit dem Ergebnis, dass schon heute Millionen Beschäftigte mit entgrenzten Arbeitszeiten und den negativen Folgen für ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit zu kämpfen haben. Bevor die Unternehmen diese Probleme nicht lösen, sind noch mehr Flexibilisierungen eine Gefahr für die Gesundheit von Beschäftigten.

Was es stattdessen wirklich braucht, ist mehr Selbstbestimmung in der Organisation der Arbeit, gerahmt von klaren gesetzlichen Regelungen zu Höchstarbeitszeit und Personalbemessung sowie eine flächendeckende Erfassung der gesamten Arbeitszeit. Nur so kann die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Sorgearbeit gewährleistet werden.“