Sexuelle Übergriffe an Schulen: Das konsequente Wegesehen

Screenshot orange.handelsblatt.com

Die Zahlen von sexueller Gewalt gegen Frauen und Mädchen in öffentlichen Schulen schnellen in die Höhe. Die staatlichen Schulverwaltungen üben sich derweilen fleißig in wegsehen und negieren des Problems. Dabei könnte die Zustände verhältnismäßig einfach – sofern ein politischer Willen vorhanden wäre – geändert werden.

>>Welt<<

“Zu Beginn des Prozesses ließ der 27-Jährige zuerst seine richtige Identität klarstellen. Er komme nicht aus Syrien, wie es in der Anklage stehe, sondern aus Tunesien. Auf die Frage des Vorsitzenden Richters beim Landgericht Bamberg, warum er mehrere falsche Identitäten verwendet habe, antwortete Rami Ben F.: „Ich wollte damit Asyl beantragen, damit ich Sozialleistungen bekomme. Jetzt will ich zurück nach Tunesien.“ Rami Ben F. ist kein unbeschriebenes Blatt. Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hielt sich der Angeklagte in den vergangenen Jahren unter wechselnden Identitäten in Italien, Österreich, der Schweiz und Deutschland auf. In Rosenheim saß er vier Wochen wegen Diebstahls im Gefängnis. Im September 2015 versuchte der Asylbewerber bei Schwabach eine 20-Jährige zu vergewaltigen. Er schlug auf die junge Frau ein, der es jedoch gelang zu flüchten. Nur einen Tag später überfiel er eine 16-jährige Schülerin in Mering bei Augsburg. Er packte die Jugendliche, zerrte sie ins Gebüsch und vergewaltigte sie dort. Acht Monate später überfiel er im oberfränkischen Kersbach eine weitere Frau.”

 

>>Märkische Allgemeine<<

“Mit der Veröffentlichung des Phantombildes erhofft sich die Polizei Hinweise auf die Identität eines Mannes, der bereits am 11. April in Angermünde eine Schülerin belästigt hat. An dem Tag gegen 10.00 Uhr hatte der Unbekannte die Schülerin in der Heinrichstraße unmittelbar am Eingang zum Einstein-Gymnasium unsittlich und überraschend begrapscht.”

 

>>ka-news<<

“Nach Angaben der Schülerin soll der aufmerksame Passant die beiden Männer zwischen 13 Uhr und 13.30 Uhr durch lautes Zurufen in die Flucht geschlagen haben, als einer der beiden das Mädchen auf offener Straße unweit des Werderplatzes bedrängt und unsittlich berührt haben soll.”

 

>>Nordkurier<<

“Die Pressestelle der Polizeidirektion Ost Frankfurt/Oder informierte auf Nachfrage, dass in der Schule drei aus Syrien stammende Männer im Alter von 18, 20 und 39 Jahren erschienen seien, um sich Fragen rund um den Schulbesuch eines Familienmitglieds beantworten zu lassen. „Im Laufe des Gespräches mit der Schulleitung wurde der Jüngste der Männer verbal ausfällig und trat drohend auf. Die hinzugezogenen Polizisten konnten das Trio im angrenzenden Asylbewerberheim stellen. Den 18-Jährigen erwartet jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung”, bestätigte Sprecher Stefan Möhwald. Wenig später meldete sich in der Redaktion die Mutter einer 14-Jährigen, die die Grabowschule besucht. Die Frau vermutet, dass das Geschehen mit ihrem Fall zu tun hat. Die Familie des Mädchens hat am Montagabend einen Mitschüler wegen sexueller Nötigung angezeigt. Das Dokument liegt der Redaktion vor. Der gleichaltrige Syrer soll die Minderjährige seit Wochen belästigt haben. Dafür wurden bei der Polizei Zeugen benannt. „Bei jeder Gelegenheit hat er sie betatscht, Po und Brüste berührt”, gab die Mutter zu Protokoll. Am Dienstagmorgen gab es ein Gespräch in der Schule. Weil die Unterredung nach Ansicht der Mutter nichts gebracht hat, wird sie ihre Tochter ab sofort zu Hause behalten. Ob beide Vorfälle im Zusammenhang stehen, wollte die Polizei mit Verweis auf Persönlichkeitsrechte nicht kommentieren. Auch die Schule äußerte sich auf Nachfrage des Uckermark Kurier zunächst nicht. Aktualisierung: Inzwischen hat sich die Schulleitung geäußert. Dies war nicht der erste Konflikt an der Schule.”

 

>>Focus<<

“Als wäre die Vergewaltigung einer Schülerin durch mehrere Mitschüler an einer Grazer Schule nicht schockierend genug, werden nun auch schwere Vorwürfe gegen eine Lehrerin erhoben. Sie soll die Hilfeschreie des Opfers ignoriert und die Schülerin stattdessen fürs Zuspätkommen gerügt haben.”

Der rote Faden, welcher sich durch alle Fälle zieht: Der Schutz von Frauen und Mädchen wird von staatlichen Stellen vernachlässigt! Zwar sind Behörden jederzeit bereit – mit drakonischen Mitteln – die Schulpflicht durchzusetzen, jedoch der Schutz der Schülerinnen in staatlicher Obhut wird zuweilen in Gänze vernachlässigt. Konsequenzen aus diesen Fehlverhalten sind kaum nachweisbar.

>>KGK Rechtsanwälte Fachanwälte<<

“§ 1666 BGB legt fest, dass bestimmte Voraussetzungen vorliegen müssen, um gerichtliche Maßnahmen anordnen zu können. Das Familiengericht kann Maßnahmen treffen, wenn die Gefahr besteht, dass das körperliche, geistige oder seelische Wohl des Kindes oder sein Vermögen bedroht ist und die Eltern entweder nicht gewillt oder nicht in der Lage sind, diese Gefahr abzuwenden.”

Das nach § 1666 BGBGebote, für die Einhaltung der Schulpflicht zu sorgen” Die sogenannte Schulpflicht müsste dringend im Bundes- und Landesrecht in eine – Bildungspflicht – geändert werden: Weil eine Schulpflicht nur aussagt: Dass die Kinder sich in einer staatlich-anerkannten Schule physisch aufhalten müssen, ob sie da irgendetwas lernen, darüber macht das Gesetz keine Angaben. Insbesondere die Schülerinnen könnte mittels Fernschule von zu Hause ihre jeweilgen angestrebten Abschlüsse machen und wären somit keinen sexuellen Nachtstellungen von diversen Mitschülern mehr ausgesetzt.

 

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