Bahnstrecke Dresden-Görlitz: Ausbau in ferne Zukunft verschoben

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… Bahn-Projekt forcieren: Die Elektrifizierung der Strecke zwischen Dresden und Görlitz, die über Löbau führt. Der Fahrdraht würde theoretisch auch über diese Strecke eine ICE-Verbindung möglich machen.“ Solche und ähnliche Verlautbarungen sind häufig von verschiedenen Ministern zu hören. Würden die Bahn einen Diesel-ICE aus den Museum hohlen, könnte schon morgen auf der Strecke ein ICE fahren.

Diesel-ICE aus den Museum wäre genauso langsam

Außerdem könnte die Bahn jeden beliebigen Zug weiß anmalen und „ICE“ drauf schreiben. Nur wäre diese Schienenfahrzeuge genauso langsam, wie die bisherigen Züge. Denn neben den Fahrdraht, müsste die gesamte – schon sehr herunter gekommene – Strecke ertüchtigt werden, aber davon ist weit und breit nichts zu hören. Selbst der viel versprochene Fahrdraht, rückt schon wieder in weite Ferne und das nicht zum ersten mal.

Versprochene Fahrdraht rückt in weite Ferne

>>Sächsische.de<<

„Die Finanzierung der Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Dresden-Löbau-Görlitz durch den Bund ist weiter ungeklärt. … Selbst wenn die Regierung ausreichend finanzielle Mittel für die Elektrifizierung zur Verfügung stellen würde, gebe es keinerlei Garantie, dass der Fahrdraht zwischen Dresden und Görlitz kommt, … „

Fertigstellung der Strecke vielleicht in 30 Jahren

>>Tag24.de<<

„Die Finanzierung einer elektrischen Bahnstrecke Dresden-Görlitz durch den Bund ist weiter ungeklärt. … „Fahrdraht“ zwischen Dresden und Görlitz komme. „Bei Gesamtkosten allein für diese Strecke von über 500 Millionen Euro ist es schleierhaft, wie die im Programm für das gesamte Bundesgebiet derzeit bereitgestellten fünf Millionen Euro zur zügigen Umsetzung beitragen sollen.“ Damit könne nicht mal ein Kilometer Bahnstrecke elektrifiziert werden.“

Die Stecke wurde in der Form bereits von der DDR-Reichsbahn übernommen

Jenseits der Versprechen diverser Parteifunktionäre, sieht die Realität doch sehr ernüchternd aus. Die Bahnstrecke – so wie sie heute dasteht – wurde bereits in dieser Form von der DDR-Reichsbahn übernommen, sprich: Zweigleisig und ohne Fahrdraht. Kurz nach die Wiedervereinigung wurde umfangreiche Pläne zum „Strukturwandel 1.0“ oder wahlweise „Aufbau Ost“ geschmiedet, tatsächlich umgesetzt wurde davon allerdings wenig. Insgesamt ist die Strecke im Laufe der Zeit schon sehr verkommen: Langsamfahrstellen wechseln sich ab mit herunter gewirtschafteten Bahnhöfen.

>>Welt<<

„Der Freistaat Bayern profitiert überproportional stark von den Investitionsmitteln des CSU-geführten Bundesverkehrsministeriums. Das geht aus Aufstellungen der Mittelverwendung der vergangenen Jahre seit 2008 und einer Kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen hervor, die WELT vorliegt. Vor allem für die Fernstraßen erhält Bayern gemessen an Infrastruktur und Einwohnerzahl mehr Geld als andere Bundesländer. „Die CSU-Verkehrsminister praktizieren eine ganz spezielle Art des Länderfinanzausgleichs: mehr Geld für Bayern, weniger für die anderen Bundesländer“, kritisiert Grünen-Fraktionsvizechef Oliver Krischer.“

Bundesverkehrsministerium: Ministerium als erlegte Beute behandelt

Wer sich die Koalitionsverhandlungen etwas näher ansieht, stellt schnell fest, das es weniger um inhaltliche Themen, sondern mehr um Posten oder Pöstchen geht. Das so zugefallene Ministerium, wird dann auch regelrecht wie eine erlegte Beute behandelt und die Filetstücken unter den einzelnen Getreuen aufgeteilt.

>>Thorsten Herbst<<

„Die Bahnstrecke zwischen Dresden und Görlitz wird nach Angaben des Ministeriums nicht in den vordringlichen Bedarf aufsteigen.“

Bis die Bahnstrecke zwischen Dresden und Görlitz tatsächlich elekrifiziert ist, können noch gut und gerne 30 Jahre vergehen.