Warum die Herrnhuter Bahnstrecke wiederbelebt werden muss

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Die Herrnhuter Bahnstrecke oder „Löbauer Zittauer Eisenbahn“ ist die für Lausitz von entscheidender Bedeutung. Die Strecke verbindet nicht nur die Orte Löbau und Zittau miteinander, sondern sie schließt eine ganze Region an das Bahnnetz an. Der angedachte Rückbau der Strecke, würde einen herben Verlust für die Lausitz bedeuten. Dabei beruht die Stilllegung der Bahnverbindung: Weitestgehend auf falschen Annahmen.

„Weltbekannte Stadt Herrnhut“ – Von der Bahn abgehängt

>>Pro Herrnhuter Bahn<<

„Der Name „Löbauer Zittauer Eisenbahn“ verrät schon, dass die Strecke die ehemaligen Kreisstädte Löbau und Zittau verbindet. Dabei kontaktiert sie ebenfalls die Orte Mittelherwigsdorf, Oderwitz, Ruppersdorf, Ober- und Niedercunnersdorf (heute Gemeinde Kottmar), Großschweidnitz und die weltbekannte Stadt Herrnhut.“

Herrnhuter Bahnstrecke: Wichtig für die Lausitz

>>Radio Lausitz<<

„Schienen müssten ausgetauscht, Brücken und Bahnübergänge saniert und die Überquerung der B 96 in Oderwitz neu errichtet werden. „Eine kurzfristige Inbetriebnahme ist nicht möglich. Umfangreiche Prüfungen wären notwendig“, so IVAS-Geschäftsinhaber Dirk Ohm. Es reiche nicht, die Gleistrasse freizuschneiden. Die Holzschwellen seien durch die Baumwurzeln zerstört worden. Ohm schätzt, das 70 Prozent der Gleise erneuert werden müssten.“

16 Kilometer: Die Kürzeste Verbindung zwischen Löbau und Zittau

Jenseits als Verbindung für den Personenverkehr, hat die Strecke auch eine enorme wirtschaftliche Bedeutung für den Güterverkehr. Von Löbau nach Zittau, stellt es die kürzeste Verbindung da. Andernfalls müssen die Züge einen weitem Umweg fahren, was den Gütertransport per Bahn unwirtschaftlich erscheinen lässt. Im Allgemeinen, ist aber bei allen Beteiligten ein Umdenken in Sachen Schienenverkehr zu erkennen. Wenn Allerorten Gleise abgebaut und Strecken stillgelegt werden: Erscheint die Forderung: „Mehr Verkehr auf die Schiene“ doch sehr unglaubwürdig.

„Bahn verkauft seit 1999 rund 2.250 Bahnhöfe“

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„Bahn verkauft seit 1999 rund 2.250 Bahnhöfe … Demnach seien rund 1.250 Bahnhöfe an Kommunen und private Investoren verkauft worden. Ein Paket von 1.000 Bahnhöfen habe ein einzelner Interessent erworben. Für die Immobilien mit einer Fläche von 3,5 Millionen Quadratmetern habe das Staatsunternehmen cirka 150 Millionen Euro bekommen, berichtet die Zeitung weiter. Viele der veräußerten Anlagen stünden seither ungenutzt leer und verfallen. In der Mehrheit der Fälle würden die daran liegenden Bahnstrecken weiter für den Schienenverkehr genutzt, allerdings ohne Schalter, Personal und Service. Rund 300 Bahnhöfe habe die DB allerdings seit 2001 ganz aufgegeben, an den entsprechenden Strecken sei auch der Schienenverkehr komplett eingestellt worden, berichtet die Zeitung.“

„Rund 300 Bahnhöfe habe die DB allerdings seit 2001 ganz aufgegeben“

Angesichts der herrschenden realen Bahnpolitik, gewinnt man mehr den Eindruck: Das es bei der Bahn vielmehr um Profit, als um eine öffentliche Daseinsvorsorge geht. In diesem Kontext reiht sich auch die Herrnhuter Bahnstrecke ein. Tatsächlich ist die Strecke, bei weitem nicht in einem solch schlechten Zustand: Wie das Gutachten den Anschein erwecken will. Anfang der 1990er Jahre wurde die Bahnstrecke Zittau–Löbau grundsaniert: Viele Holzschwellen sind durch Betonschwellen ersetzt worden. Anders als Behauptet, sind große Teile der Strecke frei von Vegetation. Beim vorgelegten Gutachten, gewinnt man viel mehr den Eindruck: Das hier ein bestimmter politischer Kurs vergeben sei. Alleine die Buslinie 27 Zittau-Löbau: Befördert rund 235.000 Fahrgästen im Jahr.

235.000 Fahrgästen im Jahr

Alles in allen lässt sich feststellen: Dass der Nutzen der Strecke stark untertrieben und die Kosten maßlos übertrieben sind. Die Buslinie 27, bedienen Orte wie Großhennersdorf und Ottenhain, die die Bahnstrecke wiederum ignoriert. Dafür bedient die Bahnstrecke Orte wie Mittelherwigsdorf, Oderwitz, Ruppersdorf und Obercunnersdorf, die jedoch die Buslinie ausspart. Die weltbekannte Stadt Herrnhut, würde hierbei einen idealen Verkehrsknotenpunkt ergeben: Dies wäre eine optimale Schnittstelle zwischen Bahn- und Busnetz. Beispiel – Samstagvormittag: Der Weg von Mittelherwigsdorf nach Löbau. Bereits Freitagabend muss bis 18 Uhr ein Rufbus bestellt sein, um dann eine rund anderthalbstündige Reise mit langen Umstiegszeiten in Kauf zu nehmen. Im Jahre 1998, konnte man in bequemen 39 Minuten – ohne Umstieg und großen Organisationsaufwand – mit dem Zug über Herrnhut die Strecke bewältigen. Ein dichtes Schienennetz mit vielen Haltestellen, macht erst den Öffentlichen Nahverkehr und somit auch den Bahnverkehr: Für die Bürger erst attraktiv.

 

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