Findet eine temporäre Wirtschaftskrise oder ein langfristiger Strukturbruch statt?

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Eine globale Wirtschaftskrise greift um sich. Viele Betriebe geben auf. Eine große Verunsicherung macht sich breit. Dennoch taucht die berechtigte Frage auf: Gibt es wirklich eine globale Wirtschaftskrise? Verschiedene „Indikatoren als Schlüsselbranchen“ zeigen nämlich ein ganz anderes Bild auf. Die wirtschaftliche Verwerfungen könnten noch viel Verheerender als eine Wirtschaftskrise sein.

„Globale Wirtschaftskrise trifft Deutschland hart“

>>Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung<<

„Globale Wirtschaftskrise trifft Deutschland hart – Verunsicherung lastet schwer: Editorial – Ein „U“ ist derzeit das wahrscheinlichste Szenario für Deutschland: Dem scharfen Einbruch folgt eine Durststrecke, bevor es allmählich bergauf geht … Dies führt zu einer erheblichen Zurückhaltung bei der Anschaffung von Investitions- und Konsumgütern und verstärkt die Rezession.“

„Ein „U“ ist derzeit das wahrscheinlichste Szenario“

Zumindest lässt sich die Frage stellen: Ob es überhaupt eine globale Wirtschaftskrise sei? – Das Wirtschaftswachstum von China geht beispielsweise unvermindert weiter. Auch große amerikanische Technologie-Firmen konnten eine massive Steigerung ihrer Umsätze verzeichnen. Es scheint also vielmehr eine globale Umverteilung zu geben. Auch das berüchtigte „U-Szenario“ der einheimischen Wirtschaft scheint wohl eher auf sehr positiven Wunschdenken zu beruhen: Dazu ist schon zu viel – sinnbildlich – Porzellan zerschlagen worden: Denn die allgemeine Verunsicherung hat sich schon längst als Flächenbrand herausgestellt, was sich als gewissermaßen als „Indikator“ des Bäcker- und Fleischergewerbe zeigt.

Bäcker & Fleischer: „Der seit Jahren anhaltende Abwärtstrend hält damit an“

>>Lebensmittel Praxis<<

„Abwärtstrend setzt sich unvermindert fort – Zahlreiche Bäcker und Fleischer in Deutschland haben auch im vergangenen Jahr aufgegeben. Der seit Jahren anhaltende Abwärtstrend hält damit an. … „Bäckern, die Catering anbieten, oder Kantinen beliefern, bricht dagegen ein großer Teil des Umsatzes weg“. Das gelte auch für Bäckereien, die gleichzeitig ein Café betreiben oder für Verkaufsstellen an Bahnhöfen oder Flughäfen.“

„Durchschnittlich brachen die Umsätze der Innungsbäcker um 13 Prozent ein“

>>Handwerksblatt.de<<

„Durchschnittlich brachen die Umsätze der Innungsbäcker um 13 Prozent ein. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks. „Hochgerechnet fehlt den Handwerksbäckern damit mehr als eine Milliarde Euro Umsatz in den Kassen“, … Der Umsatz mit Kaffee und Heißgetränken sowie Snacks ging bei mehr als 86 Prozent der befragten Betriebe zurück. Auch der Verkauf loser Ware lief bei 54 Prozent der Betriebe nicht mehr so gut.“

„Umsatz mit Kaffee und Heißgetränken sowie Snacks ging bei mehr als 86 Prozent der befragten Betriebe zurück“ 

Vereinfacht: Statt zum Bäcker und Fleischer kaufen viele Menschen stattdessen ihre Lebensmittel im Supermarkt ein. Durch Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und allgemeine Verunsicherung über die Zukunft halten viele Menschen – völlig zurecht – ihr Geld zusammen.

Menschen halten ihr Geld zusammen: „Bürger haben sprunghaft ihr Sparverhalten verändert“

>>Manager Magazin<<

„Sparer bringen die Erholung in Gefahr – Die Bürger haben sprunghaft ihr Sparverhalten verändert. Bleibt es dabei, droht sich die Wirtschaftskrise zu verlängern.“

Deflationsgefahr: „Bleibt es dabei, droht sich die Wirtschaftskrise zu verlängern“

Diese Negativspirale ist auch als Deflation bekannt. Durch solch eine Wirtschaftskrise wird – sinnbildlich – natürlich jede Menge an Porzellan zerschlagen. Speziell die einheimische Wirtschaft ist weniger durch Innovation, sondern mehr durch ein Leben auf Substanz aufgebaut. Die allermeisten verschwundenen Unternehmen bleiben für immer verschwunden. Die Lausitz hatte einst viele Unternehmen im Glas- und Textilbereich gehabt. Die entsprechenden Produkte werden heutzutage durch andere Hersteller im Ausland produziert.

Nicht jeder verlorene Arbeitsplatz auf eine spektakuläre Firmenpleite zurück

Der einheimische Wirtschaftsstandort zeichnet sich nun mal durch hohe Steuern, Abgaben, Stromkosten und einer gefühlt endlosen Bürokratie aus. Das positive Weichenstellungen nicht auszumachen seien, bietet sich – im Zuge der Wirtschaftskrise – die Schließung von Firmen oder die Standortverlagerung ins Ausland an. Schließlich geht nicht jeder verlorene Arbeitsplatz auf eine spektakuläre Firmenpleite zurück. Aber wer will den betreffenden Unternehmen auch einen Vorwurf machen? In sicherlich nicht wenigen Fällen dreht es sich dabei um das schlichte Fortbestehen herum. Vor dem Wirtschaftsstandort haben sich keine Menschenschlangen an Investoren oder erfolgreiche Unternehmer gebildet. Aber dafür sind ganz woanders lange Menschenschlangen anzutreffen.

„Um Gottes willen“ – Zustände bei vielen Tafeln: „Vor den Ausgabestellen in der Regel lange Menschenschlangen bilden“

>>Alles-Lausitz.de<<

„Um Gottes willen, was sind denn das für Zustände? … Passanten schütteln zum Teil ungläubig mit den Köpfen, weil sich aktuell vor den Ausgabestellen in der Regel lange Menschenschlangen bilden. … Die anderen müssen sich mit dem erforderlichen Abstand draußen vor der Tür gedulden, bis sie an der Reihe sind“, … Der Vorsitzende lobt in diesem Zuge auch die Unterstützung des Landesverbandes sowie der Supermärkte und Bäcker in der Region mit Lebensmitteln am Verfallsdatum – von Backwaren über Wurst, Käse, Obst und Gemüse, … „

Zustände bei vielen Tafeln: „Passanten schütteln zum Teil ungläubig mit den Köpfen“

Teilweise können die Tafeln keine Lebensmittel mehr anbieten. Das Wort „Lebensmittelmangel“ bei Tafeln wird natürlich tunlichst vermieden, aber es geht genau in diese Richtung hin.

„Immer schwieriger für die Tafeln, die benötigten Lebensmittel zu erhalten“

>>Süddeutsche Zeitung<<

„Es wird immer schwieriger für die Tafeln, die benötigten Lebensmittel zu erhalten“, sagte Schmidt: „Der Anteil der zu unterstützenden Menschen steigt – die Menge der Spenden stagniert.“ … Ein weiteres Problem seien Nachwuchssorgen bei den ehrenamtlichen Helfern. Sie seien im Durchschnitt 65 Jahre alt und bräuchten dringend Unterstützung von jüngeren Mitarbeitern.“

„Anteil der zu unterstützenden Menschen steigt – die Menge der Spenden stagniert“

Die Wartezeit vor dem Tafeln nehmen zu und gleichzeitig fallen die Lebensmittelspenden immer geringer aus. Die prekären Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitslosigkeit sind schon längst zum Massenphänomen geworden.

 

–W E R Β U Ν G–

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