Fluchtwährung – „Besonders in Krisenzeiten wird deutlich, dass das Geld als Tauschmittel an Vertrauen verliert“

Screenshot youtube.com Screenshot youtube.com

Die Teuerungsraten oder Inflationsraten lassen die Zweifel an der Beständigkeit des Euros wachsen. Daher wird das Thema Alternativ- oder Fluchtwährung immer drängender. Welche Anlageformen dazu gibt es? Und wo können die Risiken liegen? Immerhin ist es tröstlich zu wissen: Die Geschichte des Geldes war schon immer die Geschichte von Krisen gewesen, weshalb sich allgemeine Tendenzen ableiten lassen.

„Liebet Eure Banker! Denn ihr werdet sie noch brauchen“

>>Liebet Eure Banker! Denn ihr werdet sie noch brauchen – Innenansichten aus dem Geldgeschäft von Hubert-Ralph Schmitt (Buch) <<

„Gold und mehr – die Weltuntergangswährungen – Natürlich, es geht um Gold, dieses mystische, glänzende Metall, das die Menschen seit Jahrtausenden in seinen Bann zieht. Und Anleger in den vergangenen Jahren besonders. Kein Zweifel, Gold ist die härteste Währung der Welt – nur wird sie unterschiedlich bewertet. Gold ist die Angst- und Fluchtwährung, sein Kurs steigt in dem Maße, wie die Nervosität an den Märkten und auch beim Normalbürger steigt. Der Besitz des Edelmetalls ist eine Art letzter finanzieller Fluchtburg, in die man beim Untergang des Abendlandes, der Welt oder was auch immer flieht.“

„Kein Zweifel, Gold ist die härteste Währung der Welt“

Sicherlich sind die Vorteile der glänzenden „Fluchtburg“ unbestreitbar. Kein anderes „Zahlungsmittel“ kann eine derart lange Geschichte aufweisen. Es wird über Länder- und Kulturgrenzen problemlos akzeptiert. Allerdings ist die Gefahr eines staatlichen Goldverbotes nicht zu unterschätzen. Überspitzt: Der eigene Goldvorrat kann bei einer Krise ersatzlos konfisziert und darüberhinaus noch ein Strafverfahren verhängt werden. Bei jeder Transaktion mit Gold in einer Krisenzeit ist der Verrat präsent. Insbesondere in Krisenzeiten sollte der Blick für alles denkbare und auch undenkbare offen bleiben, was die Zigarettenwährung in der Nachkriegszeit bereits bewiesen hat.

„Krisenzeiten“ – „Das Geld als Tauschmittel an Vertrauen verliert“

>>Allgemeinwissen & Allgemeinbildung für unterwegs von Andreas Dohrsen (Buch) <<

„Insgesamt gibt es auf der ganzen Welt mehr als 160 offizielle Währungen. Besonders in Krisenzeiten wird deutlich, dass das Geld als Tauschmittel an Vertrauen verliert. Oftmals bilden sich dann sogenannte Ersatzwährungen heraus. In Deutschland waren es nach dem Zweiten Weltkrieg beispielsweise die Zigaretten. Lange Zeit hieß dieses Tauschmittel Zigarettenwährung.“

„Nach dem Zweiten Weltkrieg beispielsweise die Zigaretten“ – „Lange Zeit hieß dieses Tauschmittel Zigarettenwährung“

Für die heutige Generation muss die Zigarettenwährung reichlich kurios anmuten. Aber auch vor der Hyperinflation während der 1920er Jahre hat diese „Währung“ niemand wirklich auf dem Plan gehabt. Dennoch sollten lieber auch Nichtraucher der vielgescholtenen Zigarette nicht gänzlich abschwören. Denn die heutigen vielen aktiven Raucher können durchaus das Fundament einer künftigen Zigarettenwährung bilden. Vergleichbares trifft auch für teils skurrile Sachwerte zu.

„Objekte“ – „Die einen hohen Wert auf kleinstem Raum verdichten und damit gleichsam als Fluchtwährung taugen“

>>50 Sachwerte, die Sie gut schlafen lassen von Michael Brückner (Buch) <<

„Vielen Anlegern geht es … um eine diskrete Form der Kapitalanlage, die keine Spuren hinterlässt. Gefragt sind überdies Objekte, die einen hohen Wert auf kleinstem Raum verdichten und damit gleichsam als Fluchtwährung taugen. Hierzu eignen sich Diamanten und wertvolle Farb-Edelsteine in besonderer Weise. In unruhigen Zeiten kann auch diese Überlegung die Nachfrage stimulieren. Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die wichtigsten Sachwert-Investments vor, wobei sich die Palette von Klassikern wie etwa Uhren, Diamanten, Goldmünzen und Briefmarken bis hin zu außergewöhnlichen, ja teilweise sogar skurrilen Sachwerten spannt. In die letztgenannte Kategorie fallen sicher Eierbecher und Brillen. Aber lassen Sie sich überraschen – sogar damit kann man Renditen erwirtschaften, wenngleich solche Spezialgebiete entsprechendes Know-how erfordern.“

Fluchtwährung: „Diamanten und wertvolle Farb-Edelsteine in besonderer Weise“

Es sind vorwiegend Sachwerte die nach einer Krise wieder an Wert gewinnen können. Während einer Krise ist teure Kunst sicherlich wenig gefragt, aber in der Nach-Krisenzeit hat meist staatliches Geld all seinen Wert verloren, aber der Kunstmarkt hat sich über Jahrhunderte hinweg eigentlich immer gut gehalten. Zumal auch Oldtimer sowohl die Funktion als Wertgegenstand als auch praktisches Forstbewegungsmittel erfüllen können. Ähnliches ist für Spirituosen anzusehen: Für teuren Whisky und Wein hat es schon immer Kenner gegeben und dieser bleibt über viele Jahre hinweg trinkbar. Die Grenzen zwischen Währungen, Wertanlagen, Tauschmittel und Nahrungsmittel können fließend sein. Dennoch sollten nicht konventionelle Währungen aus dem Auge verloren werden.

Fluchtwährung: Schon mal über Wein, Whisky und Zigaretten nachgedacht?

Der Schweizer Franken hat seine Praxistauglichkeit als Fluchtwährung längst unter Beweis gestellt. Als nahes Ausland – noch dazu teils mit der Sprache Deutsch – ist das Land sehr interessant. Trotzdem ist der Schweizer Franken keinesfalls als völlig risikolose Währung anzusehen.

„Schweizer Franken werden zur Fluchtwährung für Anleger in Europa“

>>Basiswissen Eurokrise Von Thorsten Edler (Buch) <<

„Schweizer Franken werden zur Fluchtwährung für Anleger in Europa – Interessante Aspekte liefert die Eurokrise aber im Zusammenspiel des Euros mit anderen Währungen. Beispiel: der Schweizer Franken. Der aufgrund der Staatsverschuldungskrise im Euroraum entstandene Druck hat zum Beispiel den Schweizer Franken gegenüber dem Euro stark an Wert gewinnen (aufwerten) lassen, weil der Franken nun sehr stark als sichere und attraktive Anlagewährung ins Visier von Anlegern geriet. Folge davon war, dass der Schweiz dadurch ernste wirtschaftliche Probleme wie Produktionsrückgang, Arbeitsplatzverluste etc. drohten, weil ihre für das Ausland zu teuer gewordenen Warenexporte zu sinken begannen. Die Schweizer Notenbank hat dann, weil die Sorgen über diese negativen wirtschaftlichen Auswirkungen zu groß wurden, im Sommer 2011 beschlossen, den Schweizer Franken mit einem Festkurs von mindestens 1,20 Franken an den Euro zu koppeln.“

Schweizer Franken: „Aufgrund der Staatsverschuldungskrise im Euroraum entstandene Druck“

Das verhältnismäßig kleine Land Schweiz ist umgeben von Euro-Ländern und kann unmöglich all deren Probleme kompensieren. Dennoch sollten ausländische Währungen allgemein im Fokus bleiben. Viele Staaten auf der Erde haben über die Jahre eine vernünftige Währungspolitik betrieben und müssen nicht zwangsläufig eine Euro-Abhängigkeit haben. Auch private Kryptowährungen werden ganz offen als Fluchtwährung angepriesen. Die Währungen wurden quasi richtige Krisenwährungen konstruiert. Während der Handel mit staatlichen Währungen durch eine Reihe von Sanktionen eingeschränkt wurde, ist das Senden von Krypto-Geld immer noch möglich. Daraus ergeben sich natürlich Vorteile, womit Kryptowährungen dem Euro wohl erleben werden.