Goldverbot: „In Zeiten wirtschaftlicher Krisen schnell zu behelfen, greifen Regierungen manchmal zu sehr drastischen Mitteln“

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Goldverbot: Je stärker das Misstrauen der Bevölkerung gegenüber der eigenen Währung steigt, desto wahrscheinlicher kann ein Goldverbot in greifbare Nähe rücken: Natürlich ist diese „Regel“ nicht als unverrückbare Gesetzmäßigkeit anzusehen, aber die Zeichen lassen sich immer schlechte von der Hand weisen.

„Es wächst die latente Sorge um ein Goldverbot in der EU“

>>Norddeutsche Edelmetall Scheideanstalt<<

„Es wächst die latente Sorge um ein Goldverbot in der EU. Warum das so ist, zeigt einerseits die Vergangenheit und anderseits ein drastischer Gesetzesentwurf. Um sich in Zeiten wirtschaftlicher Krisen schnell zu behelfen, greifen Regierungen manchmal zu sehr drastischen Mitteln. Die Abwertung ihrer Währung und somit voranschreitende Inflation sind Mittel, die wir heutzutage bestens kennen.“

„In Zeiten wirtschaftlicher Krisen schnell zu behelfen, greifen Regierungen manchmal zu sehr drastischen Mitteln“

Bedingt durch Risiken der Inflation treten viele Menschen die große Flucht in Sachwerte an. Selbstverständlich ist darin Gold ganz oben auf der Liste zu finden. Genau diese Szenario kann ein Goldverbot wahrscheinlich werden lassen.

„Trügerische Sicherheit: Anzeichen für neue Gold-Verbotswelle häufen sich“

>>Focus<<

„Trügerische Sicherheit: Anzeichen für neue Gold-Verbotswelle häufen sich – Die Politisierung der EZB zusammen mit der weltweiten Verschuldungswelle und geopolitischen Brandherden erhöht die Wahrscheinlichkeit für Währungs- und Wirtschaftskrisen. Gold bliebe den Bürgern als Fluchtwährung.“

„Verschuldungswelle und geopolitischen Brandherden erhöht die Wahrscheinlichkeit für Währungs- und Wirtschaftskrisen“

Praktisch vor jeden Goldverbot in der Geschichte hat eine handfeste Wirtschaftskrise gestanden. Durch massenweises Drucken von Geld sollte diese überwunden und als „Nebenwirkung“ setzte Inflation ein. Darauf lief die Flucht in die Sachwerte an und am Ende wurde eine Goldverbot eingeführt.

„So haben die USA 1933 den Besitz von mehr als 100 Dollar in Gold untersagt“

>>Die Schuldenlawin von Bert Flossbach (Autor), Philipp Vorndran (Buch) <<

„So haben die USA 1933 den Besitz von mehr als 100 Dollar in Gold untersagt, was damals etwas weniger als 5 Unzen bedeutete. Wer nach dem Verbot mehr als erlaubt besaß, musste mit bis zu zehn Jahren Haft oder einer Geldstrafe von 10.000 Dollar rechnen. Im Anschluss an das Goldverbot wurde der Dollar um 43 % gegenüber Gold abgewertet.“

„Im Anschluss an das Goldverbot wurde der Dollar um 43 % gegenüber Gold abgewertet“

Allerdings war es mit einem schlichten „Goldverbot“ alleine nicht getan: Zusätzlich musste jeder Bürger seinen Goldbesitz an den Staat abliefern und das US-Goldverbot ist nicht als Einzelfall anzusehen.

1933: „Mussten alle US-Bürger ihre privaten Goldvermögen zu einem festen Wechselkurs bei der Regierung eintauschen“

>>Die große Geldrevolution von Daniel Tröster & Torsten Wolf (Buch) <<

„Binnen zwei Wochen mussten alle US-Bürger ihre privaten Goldvermögen zu einem festen Wechselkurs bei der Regierung eintauschen. Doch das US-Goldverbot ist in der modernen Geschichte kein Einzelfall. Ähnliche Besitzverbote gab es auch in der Weimarer Republik, Frankreich 1936 und 1937, Großbritannien von 1966 bis 1971 und Indien 1963-1990. Im Vergleich zum Schweizer Franken verloren praktisch alle Währungen der am Krieg beteiligten Nationen an Kaufkraft. Während der Britische Pfund Sterling etwa 20% abgewertet wurden, verloren die Währungen der Franzosen und Italiener über die Hälfte an Wert gegenüber dem beständigen Franken. Deutschland und Österreich spielten hier aber nochmals in einer ganz anderen Liga und mussten in etwa eine Abwertung von 90% hinnehmen.“

„Das US-Goldverbot ist in der modernen Geschichte kein Einzelfall“

Schon damals dürfte sich die Freude am Goldverbot in engen Grenzen gehalten haben. Schließlich hat es teils drakonische Strafen bei Zuwiderhandlungen gehagelt.

Goldverbot: „Rechtlichen Konsequenzen einer Verletzung dieser Verbote waren zum Teil drakonisch“

>>Souverän investieren vor und im Ruhestand von Gerd Kommer (Buch) <<

„Die rechtlichen Konsequenzen einer Verletzung dieser Verbote waren zum Teil drakonisch; so konnte in Deutschland privater Goldbesitz im Dritten Reich mit dem Tod bestraft werden. Ähnliche Bestialitäten galten jahrzehntelang in Russland und an­ deren sozialistischen Staaten. Auch die demokratische Weimarer Republik führte 1923 eine Zwangsabgabe auf Gold in Privatbesitz ein. Das natio­nalsozialistische Goldverbot wurde in der Bundesrepublik 1955 beseitigt.“

„Auch die demokratische Weimarer Republik führte 1923 eine Zwangsabgabe auf Gold in Privatbesitz ein“

Die Zwangsabgabe auf Gold wurde nicht etwa zur NS-Zeit, sondern bereits in der frühen Weimarer Republik durchgeführt. Während die Goldverbote von Frankreich und USA – während der 1930er Jahre – wohl als Folge der Weltwirtschaftskrise gelten können, dürfte es in der Weimarer Republik die Folgen des Ersten Weltkriegs gewesen sein. Gewöhnlich kommt ein Goldverbot mit enormen finanziellen-wirtschaftlichen Verwerfungen einher.