Lausitz – „Sorbischen Siedlungsraumes erhielt Hochkirch sich die sorbische Art und Sprache durch die Jahrhunderte“

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Die Anfänge – wie viele Orte in der Lausitz – bleiben beim Ort Hochkirch überwiegend im dunklen verborgen. Die erste nachweislich belegte Urkunde nennt das Jahr 1222. Der Ort wurde einst durch Sorben besiedelt und die Region konnte sich bis in die Gegenwart seine Sorbischen Traditionen bewahren. Auch wenn über die über die Bedeutung des Sorbischen Namens „Bukovici“ – für Hochkirch – noch immer Unklarheit herrscht.

Gemeinde Hochkirch: „Die ersten Ansiedler waren Sorben“

>>Gemeinde Hochkirch<<

„Die ersten Ansiedler waren Sorben, sie gaben ihrem Weiler einen sorbischen Namen: Bukovici. Über die Bedeutung des Namens bestehen unter den Forschern zwei Meinungen. Die einen sagen, der Sippenälteste und Führer der Gruppe habe Buk geheißen und Bukovici sei der Ort, der Leute des Buk. … ,Andere verweisen auf Buk, die Rotbuche, die hier einen Bestandteil des Urwaldes gebildet habe und nun unter schweren Mühen gerodet werden musste. … In einer Lausitzer Urkundensammlung, dem Codex Lusatia, ist eine lateinische Urkunde vom 25. Februar 1222 enthalten. Bruno II., Bischof von Meißen, bestimmt von Godewe (Göda) aus, dass neun Kirchen des Bautzener Landes dem Dekan des Budissiner Domstiftes St. Petri unterstellt werden.“

„Urkunde vom 25. Februar 1222“ – „Lausitzer Urkundensammlung, dem Codex Lusatia“

Die Geschichte des durch Sorben geprägten Gemeinde ist weitestgehend mit dem Christentum verbunden. Genauso wie die Entstehung des Ortes sind ebenso die Anfänge der Kirchgemeinde Hochkirch überwiegend unbekannt.

„Genaue Angaben zur Entstehung der Kirchgemeinde Hochkirch gibt es nicht“

>>Ev.-Luth. Kirchspiel Gröditz<<

„Genaue Angaben zur Entstehung der Kirchgemeinde Hochkirch gibt es nicht. … Über die Geistlichen in Hochkirch vor der Reformation ist nichts bekannt. … Viele dieser Pfarrer haben sich große Verdienste nicht nur in der Betreuung ihrer Kirchgemeinde gemacht, sondern auch für die Kultur- und Geistesgeschichte des sorbischen Volkes.“

„Über die Geistlichen in Hochkirch vor der Reformation ist nichts bekannt“

Viele Geistlich und engagierte Christen in der Region können große Verdienste beim Erhalt der Sorbischen Kultur vorweisen. Selbst unten den widrigen Bedingungen der NS-Zeit haben sie nach Kräften das Sorbische zu bewahren versucht. So konnten sie die Sorbische Sprache und Kultur bis hinüber zur Gegenwart retten.

„Sorbischen Siedlungsraumes erhielt Hochkirch sich die sorbische Art und Sprache durch die Jahrhunderte“

>>Kirche in Hochkirch<<

„Im Südosten des sorbischen Siedlungsraumes erhielt Hochkirch sich die sorbische Art und Sprache durch die Jahrhunderte. Die Landschaft am Nordfuß der Czornebohkette ist mit kleinen sorbischen Bauerndörfern besetzt, für die Hochkirch als Kirchort zwischen den Städten Bautzen und Löbau einen natürlichen Mittelpunkt bildete.“

„Sorbischen Bauerndörfern“ – „Die Landschaft am Nordfuß der Czornebohkette“

Besonders die ländliche Region um Hochkirch herum konnte sich Sorbische Tradition bewahren. Die Religiosität, sowie enge Verbundenheit zur Familie und Heimat sind noch heute stark ausgeprägt.