Lausitzer Kriminalität – Brenzlige Sicherheitslage: Hat die Organisierte Kriminalität die Oberhand gewonnen?

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Ein Einbruch sollte als schwere Straftat oberste Priorität genießen. – Wie lange dauert es also bis die Polizei eintrifft und die Spuren sichert? Sollten gerade keine Kapazitäten frei sein, dann kreuzt überhaupt keine Polizei mehr zur Spurensicherung auf. Zwar wird es nicht offen zugegeben, aber in weiten Teilen hat längst die Organisierte Kriminalität die Oberhand gewonnen. Da auf die offiziellen Sicherheitskräfte kein Verlass mehr ist, lautet also die entscheidende Frage: Wie sollen Bürger mit der brenzligen Sicherheitslage umgehen?

„Bis zu 24 Stunden kann es dauern, bis Mitarbeiter der Kripo eintreffen“

>>Welt<<

„Warten bis die Kripo kommt … „Bis zu 24 Stunden kann es dauern, bis Mitarbeiter der Kripo eintreffen, um die Spurensicherung vorzunehmen“ … „Wenn man Pech hat, kommt auch gar keiner. Das kann zum Beispiel bei Lauben-, Keller- oder Autoeinbrüchen passieren“, sagt der BDK-Vizechef von Berlin.“

Schwere Straftat Einbruch – Beweisaufnahme bei der Polizei: „Wenn man Pech hat, kommt auch gar keiner“

Mit ungefähr genauso viel „Tatendrang“ geht die Polizei bei Zeugenbefragungen vor.

Wenig Interesse an Zeugenbefragung: „Probiert man es vielleicht noch ein zweites, aber kein drittes Mal“

>>Welt<<

„Wenn man versuche, einen Zeugen zu erreichen und er sei nicht zu Hause, dann „probiert man es vielleicht noch ein zweites, aber kein drittes Mal“, sagt Hansen.“

Nachlässigkeit bei der Spurensicherung und Zeugenbefragung

Die Nachlässigkeit bei der Spurensicherung und Zeugenbefragung wirkt sich zwangsläufig ebenso auf die Urteile bei Gerichtsverhandlungen aus. Nicht selten bleibt Richtern nur der Freispruch übrig, weil keine eindeutigen Beweise für die Taten nachweisbar seien.

Freispruch: „Wegen Fehlern bei der kriminaltechnischen Untersuchung“

>>T-Online<<

„Die Kammer habe den 21-Jährigen freigesprochen, weil bei der Kammer Zweifel geblieben seien, ob der Angeklagte die Tat begangen habe, berichtete Becker. Da es keine Zeugen der Tat gegeben habe, seien das einzige belastende Indiz zwei in der Wohnung der Rentnerin aufgefundene DNA-Spuren des Syrers gewesen. Wegen Fehlern bei der kriminaltechnischen Untersuchung habe aber nicht ausgeschlossen werden können, dass diese Spuren etwa aus dem Treppenhaus hereingetragen wurden, sagte Becker.“

Nachlässigkeit bei der Polizei: Keine Zeugen – Keine Beweise – Schlamperei – Keine Verurteilung

>>Lausitzer Rundschau<<

„Er soll in Wohnungen eingebrochen sein, Wertsachen gestohlen und so fast 100 000 Euro erlangt haben: Jetzt ist ein vorbestrafter Senftenberger (39) vom Landgericht Cottbus freigesprochen worden.“

Die echte Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen ist kaum der Rede wert

Ungeachtet wer nun die Verbrechen tatsächlich begangen haben soll: Solche Taten gehen als erfolgreich aufgeklärte Strafverfahren in die Polizeilichen Kriminalitätsstatistik ein. Alleine der Verdacht einem Täter geschnappt zu haben, der reicht mittlerweile aus: Um ihn als „Erfolg“ in die Polizeilichen Kriminalitätsstatistik aufzunehmen. Entgegen aller amtlichen Jubel-Statistiken ist die echte Aufklärungsquote kaum der Rede wert.

„Zahl der Verurteilten ergibt sich demnach eine Aufklärungsquote von nur 2,6 Prozent“

>>Spiegel<<

“Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) hat 2500 Fälle aus fünf Großstädten untersucht. Gemessen an der Zahl der Verurteilten ergibt sich demnach eine Aufklärungsquote von nur 2,6 Prozent. Das heißt: Nicht einmal jeder 30. Einbruch wird aufgeklärt.“

„Nicht einmal jeder 30. Einbruch wird aufgeklärt“

Diese 2,6 Prozent an Aufklärungsquote sind selbstredend nirgendwo in der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik aufgeführt. Tatsächlich hat die Kriminalität, Polizei und das Verhältnis von Bürgern längst ein Eigenleben entwickelt. Viele Straftaten werden schlicht nicht mehr zu Anzeige gebracht.

„Offiziell angezeigten Taten nur die Spitze des Eisbergs“

>>Deutscher Industrie- und Handelskammertag<<

„Als beunruhigend bewerten die IHKs in Berlin-Brandenburg vor allem die hohe Dunkelziffer. So seien die offiziell angezeigten Taten nur die Spitze des Eisbergs.“

Viele Straftaten werden schlicht nicht mehr zu Anzeige gebracht

Etwa jede zweite Straftat geht im bürokratischen Grundrauschen unter und wird überhaupt nicht mehr zur Anzeige gebracht. Denn die amtliche Statistik kann nicht darüber hinwegtäuschen: Die Staatsanwaltschaft muss viele Briefe mit ergebnislosen Ermittlungen – sprich: Einstellung des Verfahrens – verschicken. Deshalb kommt bei vielen Bürgern – beispielsweise nach einen zweiten Einbruch – die berechtigte Frage auf: Weshalb noch die Polizei rufen? – Der Schaden ist ohnehin schon geschehen, eine Hausratsversicherung gegen Einbruch unbezahlbar geworden und zu allen Überfluss sich dann noch überneugierige Beamten ins Haus zu holen? – Am Ende findet man sich noch selbst vor Gericht wieder: Denn der unbezahlte Bußgeldbescheid wegen Falschparken wird mit der ganzen „Härte des Gesetzes“ eingetrieben. Die behördlichen Prioritäten scheinen also wohl eher beim gut gefüllten Staatssäckel – als bei der Verbrechensbekämpfung – zu liegen.

Weshalb noch die Polizei rufen?

Um mal in die Welt der Kriminalität etwas Struktur zu bringen: Neben klassischen Einzeltätern – die auf eigene Faust losziehen – sind viel Kriminelle in Banden organisiert. Kurzum: Wohnungseinbrüche, Drogenverkauf und andere kriminelle Taten finden nur auf einen bestimmten Gebiet statt. Dieses gehaltene „Territorium“ ist aber mit konkurrierenden Banden stark umkämpft und auch untereinander geht man wenig Zimperlich um.

„Toter bei Bandenkrieg um Drogen“

>>oe24<<

„Toter bei Bandenkrieg um Drogen – Dabei dürfte es sich, wie von mehreren Seiten bestätigt wird, um Drogengeschäfte gehandelt haben. Nicht sicher ist es, ob es um die Aufteilung des Marktes bzw. der Gebiete ging … „

Bandenkriege: „Um die Aufteilung des Marktes bzw. der Gebiete“

Diese Art „Unterwelt“ ist vom eigenen Gesetze und Regeln geprägt. Je nach Stärke und Organisationsgrad der Gruppe kann es neben üblichen kriminellen Delikten sogar zum Eintreiben von Schutzgeld kommen: Diese Form von „Steuereintreibung“ wird mit besonderen Nachdruck betrieben. Alle die nicht bezahlen können oder wollen: Die müssen mit den Schlimmsten rechnen.

Schutz vor Wohnungseinbrüchen: Wollen sie lieber Schutzgeld bezahlen?

Die offizielle Staatsmacht hat – abgesehen von medienwirksamen Symbolhandlungen – faktisch längst vor der organisierten Kriminalität kapituliert. Alleine schon die gefühlt täglichen Äußerungen lassen tief blicken: Die „gute Polizei“ gegen das „böse Verbrechen“ – Das ist an kindlicher Einfältigkeit kaum zu überbieten.

Behördensprech: „Gute Polizei“ gegen das „Böse Verbrechen“ – Die kindliche Einfältigkeit hat längst gesiegt

Tatsächlich schreitet die Unterwanderung der Polizei durch die Organisierte Kriminalität immer weiter voran. Wie weit Fortgeschritten der Grad der Unterwanderung nun sei: Darüber lässt sich bestenfalls nur spekulieren. Daher lohnt sich ein Blick ins Ausland, wo die Organisierte Kriminalität und die Staatsmacht irgendwie schon untrennbar Zusammen gehören.

„Land der Mafias und Massengräber“

>>Spiegel<<

„Land der Mafias und Massengräber – Im Fall der 43 vermissten Studenten in Mexiko haben die mutmaßlichen Täter schauerliche Geständnisse abgelegt. 26.000 weitere Menschen sind vermisst. Die Schicksale machen deutlich, welche Zustände in dem Land herrschen. … Auch die dortige Polizei stand im Sold des Kartells und war zuvor zur Verstärkung nach Iguala befohlen worden. Auftraggeber des Verbrechens sollen der inzwischen inhaftierte Bürgermeister Igualas und seine Frau gewesen sein, beide standen vermutlich im Sold des organisierten Verbrechens.“

„Auch die dortige Polizei stand im Sold des Kartells“

Der Fall mit den 43 Studenten ist deshalb interessant, weil er die Nähe zwischen kriminellen Kartellen und der offiziell anerkannten Staatsmacht recht deutlich aufzeigt. Die Studenten wollten an einer Kundgebung gegen einen örtlichen Bürgermeister teilnehmen, daraufhin wurden sie – durch die Polizeiverhaftet und an ein kriminelles Kartell übergeben. Allen vorliegenden Informationen wurden sie demnach ausnahmslos alle Umgebracht, auch wenn nicht alle Opfer gefunden werden konnten. Kurzum: Gegen Politiker in Amt und Würden zu demonstrieren kann also sehr gefährlich sein.

 

–W E R Β U Ν G–

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