Luxus im Alter: Warum der Rundfunkbeitrag steigen muss

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ARD und ZDF würden bis 2024 fast drei Milliarden Euro fehlen. Das sei exakt der Betrag, den die Sender in der laufenden Gebührenperiode (2017 bis 2020) für die betriebliche Altersversorgung aufwendeten, und dieses Loch müssten die Beitragszahler stopfen.“ Um dieseRenten-Lücke“ zu schließen, müsse der Rundfunkbeitrag in den nächsten Jahren zwangsläufig steigen.

>>Focus<<

„Muss Rundfunkbeitrag erhöht werden? Millionen-Löcher in ARD-Pensionskasse … In der ARD geht man davon aus, dass es dabei zu einer Erhöhung des Rundfunkbeitrags kommen wird. Wie ernst die finanzielle Lage ist, betonte jüngst der Intendant des Hessischen Rundfunks, Manfred Krupp: „Ohne Anpassung des Rundfunkbeitrags“ seien Einschnitte im Programm unausweichlich.“

Zu Einschnitten im Programm oder zu der Abschaffung des Rundfunkbeitrags, wird es gewiss nicht kommen: Stattdessen müssen die Beiträge steigen.

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

„Wie aus der Anlage zu einem internen Bericht der ARD-Anstalten hervorgeht, erhielt Buhrow im vergangenen Jahr 399.000 Euro brutto. An zweiter Stelle steht BR-Intendant Ulrich Wilhelm, er bezog im vergangenen Jahr 367.000 Euro. … Auf Platz drei liegt NDR-Intendant Lutz Marmor mit jährlichen Bezügen in Höhe von 348.000 Euro vor SWR-Intendant Peter Boudgoust, der 338.000 Euro erhielt. HR-Intendant Manfred Krupp erhielt ebenso viel wie MDR-Intendantin Karola Wille: 275.000 Euro. Gleichauf lagen auch RBB-Intendantin Patricia Schlesinger und Radio-Bremen Intendant Jan Metzger mit jeweils 257.000 Euro. SR-Intendant Thomas Kleist bezog 237.000 Euro.“

Der Unterhalt eines „Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks“ scheint sehr teuer zu sein. Neben den gut bezahlten Posten diverser Intendanten, hat der staatliche Rundfunk eine ganze Reihe ähnlich hoch dotierter Positionen. In dementsprechende Höhen, wachsen auch die Altersbezüge, weswegen der Rundfunkbeitrag – zwingendermaßen steigen – muss. Nur allzu laut, will diese offenkundige Tatsache (noch) niemand aussprechen. Mit gewöhnlichen Renten, haben – jene Pensionen – mit Sicherheit nichts mehr gemein.

>>Spiegel<<

„500.000 Rentner in Deutschland beziehen Grundsicherung, weil ihre Rente zum Leben nicht reicht. Das sind doppelt so viele wie 2003, rund drei Prozent aller Menschen über 65. Tatsächlich leben wohl noch mehr in Altersarmut. Viele melden sich gar nicht erst bei den Ämtern, sagen Wohlfahrtsverbände – aus Unwissenheit, Scham oder Stolz.“

Es kommt noch ein weiterer Grund hinzu: Es lohnt sich häufig nicht Grundsicherung zu beantragen. Denn das Hartz-IV für Senioren, funktioniert vergleichbar wie das gewöhnliche Hartz-IV. Sämtliches Vermögen muss – vorher – verwertet werden: Alles was an Erbstücken oder Andenken übrig ist, muss – mehr oder weniger – verramscht werden. Darunter zählt die goldene Halskette – mit vielen Erinnerungen – aus dem 19. Jahrhundert, genauso wie das kleine Eigenheim. Im Fokus steht der reine Vermögenswert. Rücksicht auf menschliche Befindlichkeit: Davon halten Verwaltungsbeamte recht wenig. Schließlich dient alles einer höheren Sache – welche das auch immer sein mag. Am Ende wohnen die so geschröpften Rentner zur Miete, und stehen praktisch finanziell genauso schlecht da wie vorher. Selbst Rentner die lediglich eine Mini-Rente bekommen, müssen genauso die Rundfunkgebühr bezahlen: Damit es den – Fernseh-Berühmtheiten – im Alter an nichts mangelt.

 

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