Was wirklich hinter den Waffenverboten steckt

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Strenge Waffengesetze und Waffenverbotszonen sollen für Sicherheit sorgen: Tatsächlich gibt es schätzungsweise 20 Millionen illegale Schusswaffen. Bewaffnete Gruppen liefern sich wilde Schießereien: Manchmal wird auch mal jemand erschossen. Verbote entwaffnen keinen einzigen Kriminellen: Sondern nur Rechtstreue Bürger. Tschechischer Innenminister: „Wir wollen unsere eigenen Leute nicht in einer Zeit entwaffnen, in der sich die Sicherheitslage ständig verschlechtert.“ Hinter all den Waffenverboten: Steckt aber ein tieferliegender Grund.

„Wir wollen unsere eigenen Leute nicht in einer Zeit entwaffnen, in der sich die Sicherheitslage ständig verschlechtert.“

>>n-tv<<

„In Offenbach ist eine Frau aus einem Auto heraus erschossen worden. Wie die Polizei auf n-tv.de-Anfrage mitteilte, saß die 44-Jährige ebenfalls in einem Auto, als die tödlichen Schüsse abgegeben wurden.“

„Eine Frau aus einem Auto heraus erschossen“

>>Welt<<

„Nach Schüssen in der Wetzlarer Innenstadt suchen die Ermittler nach Zeugen. Es gebe noch keine gesicherten Erkenntnisse zu den Tatabläufen, berichteten Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag. Am Vortag waren in der mittelhessischen Stadt laut Zeugenaussagen Schüsse gefallen – und das mutmaßlich kurz hintereinander am selben Ort. Nach ersten Erkenntnissen waren zunächst vier Männer in Streit geraten. Dabei sollen Schüsse gefallen, aber niemand verletzt worden sein.“

„Schüsse gefallen – und das mutmaßlich kurz hintereinander am selben Ort“

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

„Es ist noch früh am Morgen, als im südhessischen Rüsselsheim ein Streit zwischen zwei Großfamilien eskaliert: Mehrere Schüsse fallen, ein Mann wird durch einen Streifschuss verletzt – nun hat die Polizei Haftbefehl erlassen. … Bei dem Achtundzwanzigjährigen handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen kurdischstämmigen Mann mit deutschem Pass. Er gehört zu einer kurdischen Großfamilie, die sich laut Polizei wegen „allgemeiner Streitigkeiten“ zunächst an der Bahnhofsstraße eine heftige Auseinandersetzung mit einer türkischstämmigen Großfamilie lieferte. In deren Verlauf fielen dann offenbar auch mehrere Schüsse. Ein Mann sei durch einen Streifschuss leicht verletzt worden, hieß es weiter.“

„Allgemeiner Streitigkeiten“ – „Fielen dann offenbar auch mehrere Schüsse“

Die Liste an Beispielen ließe sich nach Belieben fortführen. Immer wieder stehen strengere Waffengesetze auf der Tagesordnung. In sogenannten Waffenverbotszonen sind – übertrieben formuliert – schon scharfkantige Briefpapiere verboten. Der Fokus der Betrachtung: Liegt aber nur einseitig auf Legalwaffen. Alle illegalen Schusswaffen sind praktisch aus dem Blickfeld verschwunden. Genau Zahlen hierzu sind unbekannt: Schätzungen gehen von bis zu 20 Millionen illegalen Schusswaffen aus. Bezogen auf die Einwohnerzahl: Ist Deutschland ungefähr genauso gut gerüstet – Wie der US-Bundesstaat Texas.

20 Millionen illegale Schusswaffen: Deutschland ungefähr so gut bewaffnet wie Texas

Der Waffenbesitz wurde hier Großteils nur in die Illegalität gedrängt. Dabei nimmt die Unsicherheit zu: Die Staatsgrenzen wurden faktisch aufgeben. Gewalttäter, Sprengstoff und Waffen aller Art können mühelos die Grenzen passieren. Einige berühmt-berüchtigte „Großfamilien“ reklamieren mittlerweile praktisch ganze Stadtviertel für sich. Allgemeine „Streitigkeiten“ unter den „Clans“ enden schon mal im Kugelhagel. An der augenscheinlich geringen Intensität der Ermittlungen, kann man mühelos erkennen: Wer tatsächlich das sogenannte „Gewaltmonopol“ inne hat. Erklärung: Polizisten, Staatsanwälte und Richter sind eben auch nur Menschen mit Privatadressen, Ehefrauen und Kindern. Denn Staatsanwälte in Italien, die – ernsthaft – gegen die dortige Mafia ermitteln: Stehen deshalb unter ständigen Polizeischutz. Etwas mehr Sinn für Realität, würde hier sicherlich helfen.

Wenn „Großfamilien“ das Gewaltmonopol in Anspruch nehmen

>>Bundeszentrale für politische Bildung<<

„Das Gewaltmonopol des Staates Eine staatliche Armee zum Schutz nach außen, Polizei und Sicherheitsbehörden, die auf dem Hoheitsgebiet eines Staates für Sicherheit sorgen sollen … Sollten jemals Truppen einer fremden Macht in Deutschland einmarschieren, würde der Staat dieser Macht den Krieg erklären und die Bundeswehr losschicken, die Eindringlinge zu vertreiben. Wenn Bundeswehr und Polizei wie beschrieben tätig werden, üben sie das so genannte „Gewaltmonopol des Staates“ aus.“

Kriegsfall: Nicht Bundeswehr – Bewaffnete Bevölkerung würde Landesgrenzen schützen

Die quasi amtliche Erklärung zum sogenannten „Gewaltmonopol des Staates“ : Auch hier fehlt jeder Sinn für Realität. Im „Verteidigungsfall“ müssten große Teile der Bevölkerung Dienst an der Waffe tun. Weniger die Bundeswehr, sondern vielmehr die Bevölkerung würde das Land verteidigen und zwar so: Wie in den meisten größeren Kriegen zuvor. Nahzu jeder der drei Schritte geradeaus laufen kann, würde früher oder später auf dem Schlachtfeld landen. Möglichkeiten – wie Kriegsdienstverweigerung – kommen in so einer Situation schnell unter die Räder: Entweder sie wird gleich ganz abgeschafft oder die Kriegsdienstverweigerer werden zu irgendwelchen Himmelfahrtkommandos mit geringen Überlebenschancen abkommandiert. Die abschreckenden Beispiele, dürfte sicherlich viele „zum Kriegsdienst motivieren“ .

Mobilmachung: Wären praktisch fast alle Bewaffnet

Es gab in der Geschichte zahlreiche Mobilmachungen und alle liefen ungefähr nach den selben Muster ab. Fraglos, mag es weit her geholt sein, dass eine fremde Streitmacht in der heutigen Zeit die Landesgrenzen überschreitet. Aber dass die behördliche Institution Bundeswehr das Land – ernsthaft – verteidigt: Dürfte noch viel Abwegiger sein. Aber es zeigt ein bisschen den aktuellen Zeitgeist, der hinter all den Waffenverboten gleichsam steckt: Ein völliges Fehlen von Realitätssinn.

 

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