Frauenrechte: Wie zivilisatorische Leistungen zu Grabe getragen werden

Screenshot feinschmecker.com

Die Entwicklungen im ausgehenden Mittelalter in der Stadt Florenz stellen den Ausgangspunkt für die europäischen Renaissance da. Besonders Frauen haben dadurch viele Rechte gewonnen und ihr Leben hat sich über die Jahrhunderte fundamental verbessert. Aber diese Entwicklung droht nun nicht nur ein jähes Ende zu nehmen, sondern sich sogar umzukehren.

>> Die alten Griechen: Eine Erfolgsgeschichte in zehn Auftritten von Edith Hall (Buch) <<

“Zwischen 800 und 300 v. Chr. machten Menschen, die Griechisch sprachen, zahlreiche geistige Entdeckungen und hoben die mediterrane Welt auf eine neue Stufe der Zivilisation. Wie sie sich auf diese Weise kontinuierlich selbst weiterbildeten, wurde von den Griechen und Römern der folgenden Jahrhunderte sehr bewundert. Doch begann, wie dieses Buch zeigt, die Geschichte der alten Griechen schon 800 Jahre vor dieser Phase, und sie dauerte anschließend noch mindestens sieben Jahrhunderte lang an. Und als die Texte und Kunstwerke der griechischen Antike in der europäischen Renaissance wiederentdeckt wurden, veränderten sie die Welt ein zweites Mal. Dieses Phänomen hat man das Griechische Wunder genannt. Es ist viel vom »Ruhm Griechenlands« geschrieben worden, dem »griechischen Genie«, »griechischen Triumph«, von der »griechischen Aufklärung«, dem »griechischen Experiment«, der »griechischen Idee« oder gar dem »griechischen Ideal«.”

Die Renaissance breitet sich von der italienischen Stadt Florenz über Europa aus. Der Hintergrund dieser kulturellen und wissenschaftlichen “Wiedergeburt” liegt in ihren Ursprüngen, am Niedergang der Antike und das Aufkommen des Mittelalter begründet. Selbst die Griechen konnten vor Anbeginn der Neuzeit ihre eigene Schrift nicht mehr lesen. Die zentrale Frage hierbei lautet: Wie konnte es zum Untergang der antiken europäischen Zivilisation kommen?

>>Staatsfunk “Deutschlandfunk” <<

“Und seit der Feminismus in der Sprache ein Machtinstrument erkannte, ist es politisch wie linguistisch geboten, Frauen nicht per se auszuschließen. Das haben die meisten Menschen längst verstanden. Wer sich aber immerfort korrekt ausdrücken will, kann sich arg quälen und schon mal leicht daneben hauen. Da gibt es zum einen die schlichte Nennung beider Geschlechter, wenn also gleichermaßen “die Kolleginnen und die Kollegen” angesprochen werden. Weil das aber Zeit beim Reden und Platz auf dem Papier raubt und manchmal zu “Gästinnen und Gästen” führt, gibt es das sogenannte Binnen-I. Das steht mitten im Wort und vereint beide Geschlechter. Es hat sich seit den 80er Jahren mehr oder weniger bewährt. Nun lässt sich das “Binnen-I” zwar gut schreiben, aber nur schwer sprechen – und klingt ungefähr so: “Gestern war ich mit meinen ‘Freund Innen’ in der Schwimmhalle.” Dazu wechseln Puristen in die Gebärdensprache und malen zusätzlich Gänsefüßchen in die Luft. Oder sie betonen ausdrücklich, dass “BerlinerInnen mit großem I”, also Frauen und Männer, gemeint sind. Doch wahre Sprachfetischisten haben längst erkannt, das “Binnen-I” kommt alles andere als geschlechtsneutral daher, lässt es sich doch als Männlichkeitssymbol, als Phallus deuten. Es verschlimmbessert das Bemühen, sich korrekt auszudrücken, und führt nur noch tiefer in die sprachliche Kampfzone.”

Diese sogenannte “gendergerechte Sprache” wird in erster Linie von staatlichen Institutionen und einigen staatlich-geförderten Frauenrechtsorganisation protegiert. Demzufolge gibt es innerhalb der Gesellschaft überhaupt keine derartige Entwicklung, sondern sie wird von “oben” herein gedrückt. Die Folge: Texte werden unverständlich.

>>Staatsfunk “Deutschlandfunk” <<

“Sexistische oder geschlechterdiskriminierende Werbung ist das Spezialgebiet von Stevie Schmiedel. Die Hamburgerin ist promovierte Geschlechterforscherin. Für sie ist sexistische Werbung keine Geschmacksache.”

Nun es gibt auch recht freizügige antike Statuen und diese dürften wohl als nächstes den Verein >>Pinkstinks<< zum Opfer fallen. Der selbsternannte Sittenwächterrat arbeitet zielstrebig daran, kulturelle Werke – wie künstlerische Leistungen – zu Grabe zu tragen: Nur dieses Argument findet bei denen wenig Widerhall. Das Tragen von kurzen Röcken und engen Jeans galt noch in den 1960er Jahren als sexuelle Befreiung. Ähnlich wie zu jener Zeit – am Ende der Antike – findet hier eine zivilisatorische Rückentwicklung statt.

Screenshot faz.net

>>Focus<<

“Bis 1. Juli 1958 hatte der Mann, wenn es ihm beliebte, den Anstellungsvertrag der Frau nach eigenem Ermessen und ohne deren Zustimmung fristlos kündigen können.”

Die damalige DDR war in den Punkt schon weiter: Ein vergleichbares Gesetz gab es damals praktisch zu keinen Zeitpunkt. Allerdings selbst in der Bundesrepublik, wurde von dem “Recht des Mannes” offenkundig nur selten Gebrauch gemacht, belegbare Zahlen sind jedenfalls keine zu finden. In den Punkt zeigt sich anschaulich: Die Gesellschaft war bereits weiter, als der Gesetzgeber. In der heutigen Zeit haben jedoch Frauen in vielen Fällen diese Wahlmöglichkeit bereits wieder verloren: Konnte vor wenigen Jahrzehnten die Damen noch zwischen Beruf und Leben als Hausfrau wählen, besteht diese Wahlmöglichkeit Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse de-facto nicht mehr zur Verfügung. Auch hier findet ein zivilisationstechnischer Rückschritt statt.

>>Mitteldeutsche Zeitung<<

“Als mein Sohn dann geboren wurde, wurde ich von Gefühlen überwältigt, von denen ich nicht wusste, dass sie existierten. Ich wollte nun doch lieber so viel Zeit wie möglich mit dem Baby verbringen, mindestens ein Jahr.”

Schon etwas länger her: In der Weimarer Republik konnte die Bevölkerung durch das Mittel der direkten Demokratie auf das politische Geschehen unmittelbar Einfluss nehmen – was heutzutage nicht mehr möglich ist. Unter diesen recht anschaulichen Gesichtspunkten, bekommt der Untergang antiker Zivilisationen einen begreifbaren Charakter. Mustafa Kemal Atatürk: “Es gibt verschiedene Kulturen, aber nur eine Zivilisation – die Europäische.

 

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