Verfehlte Politik: Den Preis bezahlen die Bürger

Screenshot berliner-zeitung.de

Politische Entscheidungen sind häufig schnell getroffen und wenig durchdacht: Jedoch die Folgen sind sehr weiterreichend. Hingegen für Unternehmen gelten andere Parameter: Verlässlichkeit und ein stabiles politisches Umfeld sind als Standortfaktor unerlässlich. Ein offenkundiger Widerspruch: Diesen bezahlen nicht selten gewöhnliche Bürger.

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

“Die deutsche Wirtschaft erleidet im Westen einer Studie zufolge mit Abstand die größten Exportverluste durch die Sanktionen gegen Russland. Das berichtet die Zeitung „Rheinische Post“ (Donnerstag) unter Berufung auf eine noch unveröffentlichte Untersuchung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). „Deutschland trägt fast 40 Prozent des verlorenen Handels im Westen, während andere große geopolitische Akteure wie das Vereinigte Königreich (7,9 Prozent), Frankreich (4,1 Prozent) und die Vereinigten Staaten (0,6 Prozent) weitaus weniger betroffen sind“, heißt es in der Studie. Nach den Berechnungen des Kieler Instituts fallen die deutschen Exporte im Durchschnitt um rund 727 Millionen Dollar (618 Millionen Euro) pro Monat niedriger aus als im Szenario ohne Sanktionen. Die Gesamtkosten der 2014 verhängten Russland-Sanktionen betrugen nach den IfW-Berechnungen 114 Milliarden Dollar (97 Milliarden Euro) allein im Jahr 2015. Davon entfielen 61 Prozent auf russische Unternehmen. Der Exportverlust für sanktionierende westliche Länder belaufe sich auf 44 Milliarden Dollar (37,5 Milliarden Euro), wovon wiederum 90 Prozent auf EU-Länder entfielen.”

 

>>Manager Magazin<<

“Im Streit über Siemens-Kraftwerksturbinen auf der Krim hat der Münchener Konzern eine juristische Niederlage erlitten. Ein Moskauer Gericht lehnte einen Antrag von Siemens ab, die Turbinen zu beschlagnahmen und ihre Inbetriebnahme zu untersagen, wie am Sonntag aus Gerichtsdokumenten hervorging. Der Konzern hatte im Streit mit einer russischen Staatsfirma eine einstweilige Verfügung beantragt. Eine gerichtliche Anhörung ist für den 18. September geplant.”

Das Unternehmen Siemens musste in den Verfahren Aufgrund der Russland-Sanktionen so vorgehen.

>>Spiegel<<

“Rund 2500 Menschen haben am Mittwoch im sächsischen Görlitz gegen die geplante Schließung des Siemens-Werks und den Stellenabbau beim Schienenfahrzeughersteller Bombardier protestiert. Nach Angaben der IG Metall Ostsachsen formierte sich zwischen beiden Werkstoren eine etwa einen Kilometer lange Menschenkette.”

Natürlich spielt bei Unternehmensentscheidungen – wie beispielsweise Werksschließungen – auch das politische Umfeld eine Rolle. Außerhalb eines kleinen Zirkels innerhalb der hohen Politik, kann nur eine kleine Minderheit die Sanktionen gegen Russland nachvollziehen. Die Folgen dieser Politik tragen jedoch in vollen Umfang die Bürger.

 

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